Zweite Station im Weltcup

Skispringen: Eisenbichler ohne Glück, Geiger bester Deutscher

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Skispringen: Markus Eisenbichler auf der Schanze in Ruka.

Der Weltcup 2019/20 im Skispringen wurde in Ruka fortgesetzt. Während Daniel-André Tande wieder jubelte, geht die schwache Saison der Deutschen weiter.

Ruka - Die zweite Station im Weltcup 2019/20 im Skispringen führt die Athleten nach Ruka in Finnland. Am Samstag stand der erste von zwei Einzelwettbewerben auf der Großschanze an.

Daniel-André Tande aus Norwegen hat auch das zweite Einzelspringen im Weltcup 2019/20 im Skispringen gewonnen. Der Norweger setzte sich im finnischen Ruka vor Philipp Aschenwald und Anze Lanisek aus Slowenien durch. Tandes Landsmann Marius Lindvik und Peter Prevc aus Slowenien standen eigentlich auf dem Podest, wurden aber nachträglich wegen irregulärer Anzüge disqualifiziert. Tande baut damit seine Führung im Gesamtweltcup aus.

Für die deutschen Skispringer war auch der Wettbewerb in Ruka eine Enttäuschung. Karl Geiger landete als bester DSV-Athlet auf dem 7. Platz. Schon beim Saisonauftakt in Wisla enttäuschte das deutsche Team.

Skispringen: Schwaches Team-Ergebnis für Deutschland

Richard Freitag (16.), Pius Paschke (21.), Markus Eisenbichler (24.) und Constantin Schmid (26.) holten zwar Weltcuppunkte, hatten mit der Entscheidung aber nichts zu tun. Stephan Leyhe und Moritz Baer verpassten gar den 2. Durchgang.

Tande, der nach dem 1. Durchgang noch auf dem 7. Platz gelegen hatte, sprang im 2. Durchgang auf 142 Meter und holte so seinen zweiten Saisonsieg. Ärger gab es dennoch im norwegischen Team. Robert Johansson und Johann Andre Forfang wurden wegen zu hoher Winddurchlässigkeit ihrer Anzüge disqualifiziert.

Am Sonntag haben die Disqualifizierten und auch die Deutschen Adler die Chance auf Wiedergutmachung. Dann sollte der Weltcup-Kalender 2019/20 mit dem zweiten Einzelspringen in Ruka fortgesetzt werden. Zu starker Wind verhinderte eine Austragung.

Skispringen: Das Ergebnis aus Ruka

  1. Daniel-André Tande (Norwegen) 282,5
  2. Philipp Aschenwald (Österreich) + 9,2
  3. Anze Lanisek (Slowenien) +10,1
  4. Stefan Kraft (Österreich) +11.1
  5. Daniel Huber (Österreich) + 12,2
  6. Ryoyu Kobayashi (Japan) + 15,2
  7. Karl Geiger (Deutschland) + 19
  8. Anze Seemenic +19,9
  9. Timi Zajc (Slowenien) + 20,3
  10. Jan Hörl (Österreich) +20,6

16. Richard Freitag (Deutschland) + 45,2

21. Pius Paschke (Deutschland + 54,5

24. Markus Eisenbichler (Deutschland) +73,4

26. Constantin Schmid (Deutschland) +74,5

Skispringen: Der Liveticker aus Ruka zum Nachlesen

Fazit nach dem Springen: Die Ergebnisse der anderen Deutschen sind auch hier überschaubar. Richard Freitag (18.), Pius Paschke (23.), Markus Eisenbichler (26.) und Constantin Schmid (28.) sind sehr weit weg von der Weltspitze. Stephan Leyhe und Moritz Baer verpassten gar den 2. Durchgang.

Fazit nach dem Springen: Daniel-André Tande gewinnt nach Wisla auch in Ruka. Zweiter wird sein norwegischer Landsmann Marius Lindvik, Peter Prevc komplettiert das Podest. Karl Geiger ist wieder bester Deutscher, der Oberstdorfer landet auf dem 9. Platz.

18:08: Nein! Nach 127 Metern ist schon Schluss für Zajc. Er fällt aus den Top-Ten und ist nur 11.

18:07: Nur noch die Slowenen Peter Prevc und Timi Zajc sind oben. Prevc landet schon bei 134 Metern und fällt auf den 3. Platz zurück. Tande führt weiter vor Lindvik. Und jetzt kommt Zajc.

18:06: Marius Lindvik segelt auf 142,5 Meter. Reicht das für die Führung? Nein, drei Punkte fehlen auf Tande.

18:05: Daniel Huber rutscht mit 133,5 Metern auf den 5. Platz zurück. Nur noch drei Springer sind oben. 

18:04: Anze Lanisek fällt mit 135 Metern hinter Tande und Aschenwald auf den 3. Platz zurück.

18:03: Ryoyu Kobayashi kommt da nicht ran. Er ist zu aktiv im Flugsystem und landet bei 133 Metern. Nur Platz 4 für den Japaner, knapp vor Geiger.

18:02: Daniel André Tande ist in einer super Form. Der Sieger aus Wisla verdrängt Aschenwald mit einem Sprung auf 142 Meter und geht in Führung. 

18:01: Jan Hoerl fällt auf den 5. Platz zurück. Die Top-Ten für Geiger wird greifbar.

18:00: Auch Stefan Kraft kann seinen Landsmann Aschenwald nicht verdrängen. 138 Meter ist der 2. Platz.

17:58: Der letzte Deutsche steht oben. Karl Geiger hat schon wieder schwierige Bedingungen. Macht daraus aber noch das Beste. 136,5 Meter ist mit Abstand der beste deutsche Sprung heute, Geiger ist 2. hinter Aschenwald. 

17:56: Wäre hier heute Teamspringen, Slowenien würde ganz klar gewinnen. 136 Meter und Platz 2 für Anze Semenic.

17:55: Kamil Stoch war nur 13. nach dem 1. Durchgang. Und auch jetzt kommt er nicht in den Flug. Nur 118,5 Meter, das ist eine herbe Enttäuschung.

17:54: Was für eine Rakete von Philipp Aschenwald. 143 Meter sind Tagesbestweite und die klare Führung.

17:53: Gregor Schlierenzauer und Junshiro Kobayashi können da nicht mithalten. Zwei durchschnittliche Sprünge waren das.

17:51: Thomas Aasen Markeng macht das deutlich besser. Das sind 137 Meter und die knappe Führung vor Prevc.

17:50: Richard Freitag hat gute Bedingungen, trifft den Absprung, aber dann drückt es ihn doch schon nach 126 Metern nach unten. Das ist der 4. Platz.

17:48: Das Niveau wird immer höher. Dawid Kubacki geht auf 135,5 Meter und ist damit nur knapp hinter Prevc zurück.

17:46: 135 Meter für Domen Prevc. Der Slowene geht in Führung. Noch 20 Springer sind oben. Darunter mit Richard Freitag und Karl Geiger nur noch zwei Deutsche.

17:44: Ganz klare Führung für Piotr Zyla. 136 Meter ist mit Abstand die Bestweite im 2. Durchgang.

17:43: Guter Sprung von Pius Paschke aus Kiefersfelden. 129 Meter, das ist der 3. Platz.

17:42: Die nach dem Sprung von Maciej Kot auch wieder weg ist. 126 Meter, der Pole führt.

17:41: Simon Ammann zeigt wie es geht. 127 Meter für den Schweizer Altmeister. Das ist die klare Führung.

17:38: Jetzt kommt schon Markus Eisenbichler. Die Bedingungen sind wieder nicht gut, nur 114,5 Meter. Wieder ein gebrauchter Tag für den Chiemgauer.

17:37: Constantin Schmid aus Deutschland eröffnet den 2. Durchgang. Nur 116,5 Meter, damit wird er kein gutes Ergebnis einfahren.

Vor dem 2. Durchgang: In wenigen Augenblicken geht es hier weiter.

Disqualifikation der Norweger: Die Anzüge von Robert Johansson und Johann Andre Forfang wurden als ungültig erklärt. Das passiert im Skispringen immer wieder. Die Anzüge sind aus dehnbarem Material, verändern sich bei jeder Bewegung minimal. Bei den Norwegern war das aber nicht das Problem. Die Winddurchlässigkeit war zu hoch. Das ist natürlich nachlässig seitens der Skandinavier.

Fazit aus deutscher Sicht: Auch hier in Ruka läuft es nicht rund für die DSV-Adler. Karl Geiger ist 10., Richard Freitag 17 und Pius Paschke 25. Markus Eisenbichler (29.) und Constantin Schmid (30.) haben gerade so die Qualifikation für den 2. Durchgang geschafft.

Fazit nach dem 1. Durchgang: Slowenische Doppelführung durch Timi Zajc und Peter Prevc. Dritter ist Markus Lindvik aus Norwegen, Karl Geiger ist als 10. bester Deutscher. Diskussionen gibt es um Robert Johansson und Johann Andre Forfang. Die Norweger zeigten tolle Sprünge, wurden aber aufgrund irregulärer Anzüge disqualifiziert.

17:18: Der Sieger aus Wisla steht oben. Daniel-André Tande landet bei 131 Metern und ist 7. Damit ist der 1. Durchgang vorbei.

17:17: Die Slowenen sind bärenstark. Anze Lanisek springt 136,5 Meter und ist damit 5.

17:16: Auch Kamil Stoch hat Probleme. Nur 128 Meter für den Polen. Das ist Platz 11.

17:16: Ryoyu Kobayashi landet bei 134 Metern. Der Japaner ist noch nicht in der Form aus der Vorsaison. 

17:15: Was ist denn mit den norwegischen Anzügen los? Jetzt ist auch Johansson disqualifiziert. 

17:14: Daiki Ito landet schon bei 117,5 Metern. Das ist schlecht für den Japaner, gut aber für Eisenbichler. Der doch noch im 2. Durchgang dabei ist.

17:12: Starker Sprung von Timi Zajc auf 137 Meter. Das ist der 2. Platz.

17:11: Karl Geiger hat schlechte Bedingungen, macht aber das beste draus. 132,5 Meter, das ist der 7. Platz. Es führt weiterhin Johansson vor Prevc und Lindvik. Wenn Sie Forfang vermissen... Der wurde aufgrund seines Anzuges disqualifiziert.

17:10: Dawid Kubacki aus Polen landet schon bei 123,5 Metern. Das ist nur der 15. Platz für den ambitionierten Polen. Jetzt kommt Karl Geiger.

17:09: Robin Pedersen landet bei 130 Metern. Damit ist er 8.

17:08: Das kann Junshiro Kobayashi nicht toppen. 129,5 Meter sind aber die Qualifikation für den 2. Durchgang.

17:06: Robert Johansson eröffnet die letzten zehn Sprünge. Und wie! 138 Meter springt der Norweger weit, das ist die Führung.

17:05: Auch Marius Lindvik nutzt den Aufwind. 136,5 Meter für den Norweger. Jetzt wird es ganz eng für Eisenbichler, Schmid, Baer und Leyhe mit der Qualifikation für den 2. Durchgang.

17:03: Jetzt geht es weit. Peter Prevc übertrifft Forfang um zwei Meter, die Haltungsnoten sind aber niedriger, damit ist er 2.

17:02: Johann Andre Forfang übernimmt die Führung. 137 Meter, das ist die Bestweite.

17:00: Die Österreicher sind richtig stark heute. Philipp Aschenwald springt auf den 4. Platz, mit Huber und Kraft liegen zwei ÖSV-Springer in Führung.

16:59: Während Kilian Peier schon bei 98 Metern landet, segelt Daniel Huber auf 134,5 Meter und geht deutlich in Führung. 7,3 Punkte vor Kraft.

16:57: 20 Athleten sind noch oben. Freitag liegt auf dem 4. Platz, Paschke ist 10. Eisenbichler, Schmid, Baer und Leyhe liegen auf den Plätzen 15 bis 18, das wird eng mit dem 2. Durchgang.

16:55: Mit Stefan Kraft ist einer der Favoriten auf den Sieg auf der Schanze. Der Österreicher landet bei 131 Metern, das ist die Führung für Kraft.

16:54: Durchatmen beim deutschen Team. Nach den vielen Rückschlägen war das ein gutes Zeichen. 

16:52: Jetzt kommt Richard Freitag. Und der zeigt hier mit Abstand den besten Sprung der Deutschen. 128 Meter, das ist der 3. Platz.

16:51: 123,5 Meter für Pius Paschke. Das ist der 6. Platz für den Deutschen. Gute Leistung.

16:49: Guter Sprung auch von Gregor Schlierenzauer. 125,5 Meter, damit ist der Österreicher fix im 2. Durchgang dabei.

16:47: Jakub Wolny aus Polen zeigt den ersten guten Sprung seit langer Zeit. 127 Meter, damit ist er vorne dabei.

16:45: So richtig weit geht es hier nur in Ausnahmefällen. Die Springer tun sich sichtlich schwer mit der Schanze in Ruka.

16:42: Es geht Schlag auf Schlag im deutschen Team. Markus Eisenbichler landet schon 121,5 Metern. Der Weltmeister ist weiterhin nicht in der Form der letzten Saison. An den Bedingungen hat es nicht gelegen. Vor Eisenbichler segelte Anze Semenic auf 131,5 Meter.

16:40: Moritz Baer pendelt sich zwischen Leyhe und Schmid ein. 121,5 Meter für den jungen Deutschen. 

16:38: Constantin Schmid springt nur einen halben Meter weiter wie Leyhe. Die Deutschen haben noch Probleme.

16:36: Stefan Hula aus Polen zeigt mit 127,5 Metern den weitesten Satz des Tages. Das ist die Führung.

16:34: Leyhe hat noch Schwierigkeiten in dieser Saison. Auch in Ruka tut er sich schwer. 120 Meter, das ist der 2. Platz hinter dem Finnen Niko Kytosaho, der in Führung liegt. 

16:30: Los geht es in Ruka. Die ersten Springer stehen oben und warten auf ihr Sprünge. Erster Deutscher ist Stephan Leyhe, der als Sechster von der Schanze gehen wird.

Vor dem Springen: Der Wind ist in Ruka immer ein Thema. Er weht bislang konstant von unten, könnte aber im Laufe des Wettbewerbs wechseln.

Vor dem Springen: Die weiteren Platzierungen der Deutschen: Richard Freitag (11.), Pius Paschke (20.), Stephan Leyhe (31.), Markus Eisenbichler (41.), Constantin Schmid (47.), Moritz Baer (50.).

Vor dem Springen: Alle Deutschen sind für den Wettkampf qualifiziert. Bester Deutscher war Karl Geiger, der beim Sieg des Slowenen Timi Zajc den 3. Platz belegte. Zweiter wurde Robert Johansson aus Norwegen

Vor dem Springen: Für das deutsche Team sind in Ruka Moritz Baer, Markus Eisenbichler, Richard Freitag, Karl Geiger, Stephan Leyhe, Pius Paschke und Constantin Schmid am Start.

Skispringen: Der Vorbericht zum Weltcup in Ruka

Der Auftakt in den Weltcup 2019/20 in Wisla ist abgehakt, die deutschen Skispringer gehen trotz des enttäuschenden fünften Platzes im Teamspringen und den ausbaufähigen Ergebnissen im Einzelspringen mit Zuversicht in die zweite Weltcup-Station im Kalender der Saison 2019/20 im Skispringen.

Skispringen: Welche Rolle spielt der Wind in Ruka?

"Der Weltcup-Auftakt in Wisla liegt hinter uns. Trotz der turbulenten Verhältnisse konnten unsere Aktiven dort punktuell gute Sprünge zeigen", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher vor dem Abflug nach Finnland, wo die deutschen Skispringer und das internationale Starterfeld zwei Wettbewerbe absolvieren werden. Am Samstag und am Sonntag steht jeweils ein Einzelwettbewerb auf dem Programm, gesprungen wird jeweils ab 16:30 Uhr. 

Wie bereits zum Auftakt in den Weltcup 2019/20 in Wisla wird auch in Finnland erwartet, dass der Wind eine zentrale Rolle spielt. Die Schanze in Ruka gilt als sehr windanfällig, zudem ist sie sportlich herausfordernd.

"Die Schanze in Ruka ist sehr, sehr spezifisch. Hier ist neben einem guten Absprung vor allem die Übergangs- und Flugphase wichtig. Darüber hinaus fordert diese Schanze die absolute Entschlossenheit der Athleten", ergänzte Horngacher.

Skispringen: Sieben deutsche Athleten am Start

Für das deutsche Team sind in Ruka Moritz Baer, Markus Eisenbichler, Richard Freitag, Karl Geiger, Stephan Leyhe, Pius Paschke und Constantin Schmid am Start. Die Hoffnungen ruhen in erster Linie auf Geiger, der als einziger deutscher Skispringer in Wisla überzeugen könnte.

Der Oberstdorfer geht mit Zuversicht in die zweite Station im Weltcup. "Nach dem gelungenen Auftakt in Wisla, reise ich mit einem guten Gefühl nach Kuusamo. Ich freue mich auf den Winter! Es ist kalt dort oben die Landschaft tief verschneit - das ist schon mal was für die Optik", sagte Geiger.

Skispringen: Zahlreiche Favoriten reisen nach Ruka

Aus internationaler Sicht reisen die Norweger um Auftakt-Sieger Daniel-André Tande, der den Gesamtweltcup anführt, die Polen um Kamil Stoch und die Österreicher, die das Teamspringen gewannen, als Favoriten nach Ruka.

Auch Ryoyu Kobayashi aus Japan, der im Vorjahr die Konkurrenz dominierte, gehört im zweiten Weltcup der Saison 2019/20 im Skispringen zu den Favoriten auf die vorderen Plätze.

Quelle: chiemgau24.de

*chiemgau24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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