Olympiasieger und mehrfacher Weltmeister

Skisprung-Held beendet seine Laufbahn – er hält einen besonderen Rekord

Mit gerade einmal 24 Jahren war er bereits am Peak, danach ging es bergab. Nun beendete der Österreicher Gregor Schlierenzauer seine Karriere.

Innsbruck - Olympisches Gold, zwölf WM-Medaillen und 53 Weltcup-Siege – die Bilanz von Skispringer Gregor Schlierenzauer kann sich durchaus sehen lassen. Nun gab der alleinige Weltcup-Rekordsieger im Alter von 31 Jahren einen einschneidenden Schritt bekannt: er beendet seine erfolgreiche Karriere. In den vergangenen Jahren durchlebte der Wintersportler die eine oder andere mentale und sportliche Krise.

Gregor Schlierenzauer: Weltcup-Rekordsieger beendet seine Karriere – „Entscheidung fühlt sich richtig an“

„Meine aktive Karriere zu beenden ist mir nach all dem, was ich als Spitzensportler erleben durfte, nicht leicht gefallen – aber die Entscheidung fühlt sich ebenso wie der Zeitpunkt richtig an“, meinte Schlierenzauer am Dienstag in einem Statement auf seiner Homepage. Der Österreicher kann mitunter auf sechs WM-Goldmedaillen sowie zwei Siege bei der Vierschanzentournee zurückblicken, zudem gewann er bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver 2010 im Teamwettbewerb Gold. Hinzu kommen eine Silber- sowie zwei Bronzemedaillen bei Olympia.

Die Laufbahn des Skispringers begann bereits früh, als Teenager gewann er einen Wettbewerb nach dem anderen und hatte bereits mit 24 Jahren seine 53 Weltcup-Siege zusammen. Dass keine weiteren folgten, lag einerseits an vielen Verletzungen, andererseits an der eigenen hohen Erwartungshaltung, die zunehmend nicht mehr erfüllt werden konnte. So kam es auch, dass Schlierenzauer in seiner Tiefphase mit mentalen Problemen zu kämpfen hatte.

Gregor Schlierenzauer: Im Mai flog er aus dem Österreicher Verbands-Kader – Verletzungspause als Auslöser?

„Die letzten Monate waren für mich herausfordernd. In positiver Hinsicht. Durch die Verletzungspause, hatte ich ausreichend Zeit und den nötigen Abstand, um Vergangenes aufzuarbeiten und zu schauen, wo ich jetzt stehe“, schrieb die Skisprung-Größe. An seine großen Erfolge konnte Schlierenzauer nicht mehr anknüpfen, auch unter Ex-Bundestrainer Werner Schuster misslang die Rückkehr an die Weltspitze. Wie sein Verband im Mai mitteilte, flog der Tiroler angesichts seiner Leistungen sogar aus dem ÖSV-Kader für die kommende Saison.

Auf Instagram postete der 31-Jährige ein passendes Bild zu seinem Karriereende und versah es mit der Unterschrift: „Jedes Ende ist ein neuer Anfang“. Zahlreiche Kollegen reagierten gefasst auf das überraschende und plötzliche Aus Schlierenzauers. „Alles Gute für die Zukunft“, schrieb etwa der deutsche Springer Severin Freund. Sein DSV-Kollege Eric Frenzel gratulierte zu einer „unvergleichbaren Karriere“. Was der ehemalige Weltklasse-Skispringer künftig macht, bleibt offen. (ajr)

Rubriklistenbild: © Sammy Minkoff/imago-images

Auch interessant

Kommentare