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Rekord-Skispringer Hajek spurlos verschwunden – Familie sucht seit einem Monat nach ihm

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Von: Marius Epp

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Antonin Hajek an der Schattenbergschanze in Oberstdorf.
Von Antonin Hajek fehlt jede Spur. © Imago/Eibner

Antonin Hajek hält den tschechischen Rekord im Skifliegen. Seit über einem Monat ist er spurlos verschwunden.

München - Besorgniserregende Nachricht aus Tschechien: Der ehemalige Skisprung-Star Antonin Hajek gilt seit mehr als einem Monat als vermisst. Das berichten tschechische Medien, auch die Polizei bestätigte die Suche nach dem 35-Jährigen.

„Die Suche nach der vermissten Person dauert noch an. Der Mann hat sich seitdem nicht mehr gemeldet“, wird die Polizeisprecherin Adela Fialova in der Zeitung Blesk zitiert. Die Familie habe eine Vermisstenanzeige aufgegeben. Spekulationen ranken sich um einen Job in Malaysia, davon ist aber nichts bestätigt.

Ex-Skisprung-Star Hajek spurlos verschwunden

Laut der tschechischen Zeitung Sport habe er sich kürzlich von seiner Frau Veronika scheiden lassen. Hajek zählte vor gut zehn Jahren zum erweiterten Kreis der Skisprung-Weltspitze. Seine Spezialität war das Skifliegen.

Sein größter Sprung gelang ihm bei der Skiflug-Weltmeisterschaft 2010 in Planica. Seine Weite von 236 Metern ist bis heute tschechischer Landesrekord.

2015 beendete Hajek seine Karriere und wurde später tschechischer Skisprung-Nationaltrainer der Männer und zuletzt der Frauen. Wie Sport weiter schreibt, wurde vor Kurzem eine Affäre mit mit einer tschechischen Skispringerin öffentlich. Möglich, dass Hajek einen Neuanfang in einem fremden Land wagt.

Skispringen: DSV-Adler verpatzen Saisonauftakt

Für eine Nacht verschwunden ist vor einigen Wochen auch die Biathletin und tschechische Landsfrau Gabriela Soukalova. Sie verbrachte die Nacht allein auf über 2000 Metern, nachdem sie die Orientierung verloren hatte.

Die Nachricht von Hajeks Verschwinden kommt zum Beginn des Skisprung-Weltcups 2022 auf. Im polnischen Wisla fand das erste Springen der neuen Saison statt - und zwar zum ersten Mal in der Weltcup-Geschichte auf Matten, nicht auf Schnee. Der Lokalmatador Dawid Kubacki gewann den Saisonauftakt.

Für die DSV-Adler verlief das erste Springen enttäuschend. Karl Geiger verpasste das Finale, kein deutscher Springer schaffte es in die Top Ten. Weitere Wintersport-News finden Sie auf unserer Wintersport-Ressortseite. (epp)

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