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Wegen der Fußball-WM: Skisprung-Winter-Auftakt mit Springen ohne Schnee

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Von: Andreas Knobloch

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Skispringen WM 2022 Katar Wisla
Karl Geiger und die deutschen Skispringer müssen der WM 2022 weichen. Zumindest der Wettbewerb in Wisla. © Imago 2x

Der Fußball schreibt die verrücktesten Geschichten - nun sogar für andere Sportarten, wie dem Skispringen. Und das alles wegen der WM 2022 in Katar.

Wisla - Der Sportkalender in einigen Sportarten ist in diesem Jahr durcheinandergewirbelt. Auch im Skispringen, der Wintersport erlebt ein Novum. Beispielsweise in der Formel 1 werden neue Austragungsorte ausprobiert, im Ski Alpin soll der asiatische Raum erschlossen werden und im Fußball findet die WM der Herren 2022 in Katar im November und Dezember statt.

Und genau wegen dieser WM kommt es im Skispringen zu einer absurden Termin-Kollision, die dafür sorgt, dass der Auftakt der Weltcupsaison - wohlgemerkt der Winterzeit, nicht des Sommer Grand-Prix - auf Matten stattfindet. Damit sich die Springen so wenig wie möglich mit dem Fußballturnier (21. November bis 18. Dezember) überschneiden, wird der Weltcup in Wisla/Polen vom 5. Dezember auf 6. November vorverlegt.

Skisprung-Auftakt wegen Fußball-WM 2022 verschoben - Hybrid-Version

„Wir mussten auf die Fußball-WM reagieren. Das ist der Grund, warum wir die Saison so früh starten“, sagte Rennleiter Sandro Pertile. Die zwei Einzelspringen in Polen sollen wegen des frühen Zeitpunkts in einer Art Hybrid-Version auf Eisspur und Matten ausgetragen werden. Doch das war nur ein Termin von vielen, anderen fallen der WM zum Opfer.

Für die deutschen Springer um Karl Geiger bedeutet das, wenn sie das Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Spanien sehen wollen, müssen sie sich mit der Heimreise beeilen. Das Wochenende in Ruka/Finnland (26. und 27. November) kollidiert mit der Vorrunde. Die Deutschen spielen am 27. November um 20 Uhr (MEZ) gegen die Spanier.

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Das Wochenende in Titisee-Neustadt (10. und 11. Dezember) mit den Viertelfinals und die Tournee-Generalprobe in Engelberg (17. und 18. Dezember) mit dem WM-Finale. Ob und wann die Deutschen spielen, entscheiden sich in der Vorrunde, in der sie neben Spanien auch gegen Japan und Costa Rica oder Neuseeland antreten. Im Februar ist für die Skispringer zudem eine Rückkehr in die USA, wo in Iron Mountain gesprungen werden soll, geplant. (ank mit dpa)

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