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Wierer spricht offen über Rücktritts-Gedanken und erklärt zwei Szenarien

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Dorothea Wierer wird ihre Karriere entweder nach der kommenden Saison oder erst 2026 beenden. Die Entscheidung darüber soll bald fallen.

Bruneck – Wie lange schnallt sich Dorothea Wierer noch die Langlauf-Ski an und wirft sich das Gewehr über den Rücken? Immer wieder liebäugelt die Biathletin öffentlich mit einem Rücktritt. Erst vor zwei Wochen erklärte die Italienerin, dass vor allem das Thema Familienplanung eine immer größer werdende Rolle in ihrem Leben einnimmt.

Dorothea Wierer
Geboren:3. April 1990 (Alter 33 Jahre), Bruneck
Nationalität:Italien
Sportart:Biathlon

Olympischen Spiele 2026 in der Heimat als Anreiz für Wierer

Wie weit fortgeschritten die Rücktrittsgedanken bereits sind, bekräftigte die 33-Jährige jetzt nochmal in einem Interview. Gegenüber der italienischen Tageszeitung La Stampa erklärte die vierfache Weltmeisterin: „Diese Saison wird ein Scheideweg: Entweder höre ich 2024 auf, oder ich mache bis 2026 weiter. Es würde keinen Sinn ergeben, einen Winter vor Olympia aufzuhören.“

Die olympischen Spiele 2026 stellen für Wierer dabei ein ganz besonderes Ereignis dar. Diese finden nämlich in der Heimat der Biathletin in Mailand und Cortina d‘Ampezzo statt.

Dorothea Wierer liebäugelt mit einem Karriereende.
Dorothea Wierer liebäugelt mit einem Karriereende. © IMAGO/Anders Wiklund/TT

Wierer schließt mögliches Comeback aus

Nur wegen der Olympischen Spiele allein will die Italienerin aber nicht ihre Karriere noch bis 2026 fortsetzen. Sollte es zu diesem Fall kommen, müsste die Top-Biathletin bis dahin auch ihr aktuelles Niveau halten. „Es wäre großartig, an den Olympischen Spielen 2026 teilzunehmen, aber ich erkenne, dass ich mein Limit erreicht habe. Ich will nicht einfach nur mitmachen, um teilzunehmen“, erklärt Wierer.

Auch ein mögliches Comeback schloss die Biathletin bereits aus. „Wenn ich aufhöre, werde ich nicht wiederkommen“, ist sich die Italienerin sicher.

Wierer will weiter auf „hohem Niveau“ performen

Zunächst möchte sich Wierer aber erstmal auf die kommende Saison konzentrieren. Ein konkretes Ziel habe sie aber nicht, viel mehr wolle sie weiter auf einem „hohen Niveau“ ihre Leistung abrufen. Klappt dies in der kommenden Saison, steht einer Teilnahme an den Olympischen Spiele 2026 wohl auch nichts mehr im Wege.

Eine ehemalige Kollegin von Wierer kann die Rücktrittsgedanken hingegen verstehen. (kk)

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