Das Team um Niklas Hede ballert Bietigheim weg!

Die süße Rache des EHC

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Das Imperium hat zurück geschlagen: Der EHC München gewann am Freitag das Duell gegen Meister Bietigheim und hat sich ein wenig für die Finalniederlage in der Vorsaison revanchiert.

Und wie es eben so ist, wenn eine Supermacht die andere geschlagen hat, setzt danach eine Phase der Entspannung ein: Shakehands zwischen EHC-Trainer Pat Cortina und dem sichtlich niedergeschlagenen Gäste-Coach Christian Brittig. Der gebürtige Landshuter hatte sich in der vorigen Saison mit beleidigenden Äußerungen gegen EHC-Kapitän Andi Raubal in München unbeliebt gemacht.

Und auch EHC-intern herrscht Lockerheit. „Ich forderte von den Spielern, mental stark zu sein. Das haben sie im dritten Drittel sehr gut gemacht“, sagt Cortina. Er setzt jetzt mehr auf Eigenverantwortung: „Ich werde meine Spieler im Training nicht zu hart zwingen, sondern werde beobachten, ob sie es von selbst auf das nächste Level schaffen.“

Routinier Niklas Hede hält die Mannschaft für reif genug. Er lobt ausdrücklich die hervorragende Stimmung in der Kabine und die pflichtbewusste Einstellung seiner Kameraden. Hede: „Jetzt auf die Tabelle zu schauen macht keinen Sinn, zu große Sprünge sind ein Schritt zurück. Wir arbeiten brav weiter, der Trainer hat uns im Griff. Er wird uns Steine in die Tasche legen, damit wir auf dem Boden bleiben.“

Das ist wohl auch nötig – gestern Abend setzte es eine 2:3 Niederlage nach Penaltyschießen bei den Dresdner Eislöwen. Trotzdem liegt der EHC mit 25 Punkten weiter an der Tabellenspitze, einen Punkt vor Schwenningen und Kaufbeuren (verlor mit 2:3 gegen Ravensburg).

Sechs Punkte Vorsprung sind es zu Bietigheim. Cortina warnt seine Spieler: „Es ist noch früh in der Saison. Ich kann auch ein harter Hund sein.“ Und er fordert: „Bleibt bescheiden.“ Der Italo-Kanadier, der sonst lieber im Englischen bleibt, sagt das auf deutsch. Dann schmunzelt er, wie es gerade zum Erfolg des EHC München passt, und sagt: „Ich kam an einem 18. Oktober hier an, am 19. konnte ich diesen Satz. Moment, stimmt nicht: Erst musste ich den Spielern beibringen, was das heißt.“

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