Biathlon: Fehlschuss kostet Greis den Sieg

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Michael Greis.

Ruhpolding - Ein Fehlschuss hat Michael Greis beim Biathlon-Heimspiel in Ruhpolding einen Podestplatz gekostet.

Wie ein Dirigent bestimmte Michael Greis bei seinem Biathlon-Heimspiel den Rhythmus von Ruhpolding. Die absolute Stille vor dem Schuss und das erlösende „Hey“ aus Tausenden Kehlen nach einem Treffer machten auch aus der neuen Chiemgau-Arena eine große Oper. 20-mal setzte Lokalmatador Greis zum Schuss an, 19-mal hallte das „Hey“ durch das Tal. Ein einziges „Oh“, ein einziger Fehlschuss, verhinderte den möglichen Triumph des 34-Jährigen im Einzel über 20 km zum Auftakt des Heim-Weltcups. Beim dritten Saisonsieg des norwegischen Olympiasiegers Emil Hegle Svendsen landete Greis letztlich auf Rang sechs.

„Es war ein bisschen schade, aber ein Fehler kann immer passieren. Dennoch bin ich mit 19 Treffern sehr zufrieden. Meine Laufleistung war auch in Ordnung, obwohl sich die 20 km schon sehr ziehen. Ich habe versucht, fünf gleichmäßige Runden zu laufen und denke, das ist mir auch gut gelungen“, sagte Greis, der sich seinen einzigen Fehler ausgerechnet im letzten Stehendschießen leistete. Hinter Svendsen belegten der Franzose Martin Fourcade und der Österreicher Dominik Landertinger vor 13.000 Zuschauern die Plätze bei der Premiere der WM-Arena von 2012.

„Das war ein tadelloses Rennen von Michi. Die ersten Sechs lagen innerhalb von nur 45 Sekunden. Er ist konstant in der Weltspitze mit dabei“, sagte Männer-Trainer Kirchner nach der fünften Top-Ten-Platzierung von Greis in diesem Winter.

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Gretchen Bleiler (USA, Snowboard) © AP
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Julia Mancuso (USA, Ski Alpin) © Getty
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Lindsey Vonn (USA, Ski Alpin) © dpa
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Ashley Wagner (USA, Eiskunstlauf) © Getty
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Sarah Murphy (Biathlon, Neuseeland) © Getty
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Sarah Lindsay und Elise Christie (Großbritannien, Shorttrack) © Getty
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Jessica Dubé (Kanada, Eiskunstlauf) © AP
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Jessica Dubé (Kanada, Eiskunstlauf) © AP
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Hilary Knight (USA, Eishockey) © AP
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Tessa Virtue (USA, Eiskunstlauf) © Getty
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Nicht ganz so gut lief es für die fünf anderen deutschen Starter. Zwar überzeugte Arnd Peiffer nach seinem zweiten Platz im Sprint von Oberhof wieder in der Loipe, doch im letzten Schießen schoss er zwei Fahrkarten und landete schließlich mit drei Fehlern auf Platz 20. „Ich bin kein Freund dieser Strecke. Beim letzten Schießen war ich schon ein bisschen müde, da ist mir die Konzentration abhanden gekommen“, sagte Peiffer.

Geburtstagskind Christoph Stephan (25) traf nur einmal nicht ins Schwarze, landete trotzdem noch einen Platz hinter Peiffer. „Der Fehler ärgert mich ein bisschen. Aber mit meiner hohen Startnummer war die Strecke schon ein bisschen tiefer und die Abfahrten heikler“, sagte Stephan.

Zumindest Kirchner war mit Stephan zufrieden: „Christoph hat aus seiner Startnummer das Maximale rausgeholt“, sagte der Männer-Trainer. Alexander Wolf (40.) und Daniel Böhm (54.) landeten dagegen im geschlagenen Feld.

Ein überraschendes Comeback im Weltcup hatte Toni Lang (58.) gegeben, der für den an einem grippalen Infekt leidenden Andreas Birnbacher kurzfristig ins Team gerutscht war und gleich mit der Startnummer eins ins Rennen musste. „Das war ganz schön überraschend und eine große Bürde, für Andi mit der Nummer eins ins Rennen zu gehen. Mit dem Schießen bin ich nicht zufrieden, aber im Laufen hat es schon gut geklappt. Das macht Hoffnung für den Sprint“, sagte Lang. Auch dann kommt es wieder auf den richtigen Rhythmus an ...

Von Patrick Storzer

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