Trotz Medaille: Neuner hat bei Olympia geweint

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Magdalena Neuner hatte für sich und ihre Familie in Vancouver keine Zeit.

Innsbruck - Biathlon-Star Magdalena Neuner hat deutlicher denn je ihren Unmut über die Verhältnisse bei Olympischen Spielen bekundet. In Vancouver hat die Doppel-Olympiasiegerin sogar geweint.

„Am Ende des Tages war es so, dass ich um 1 Uhr in der Nacht mit meiner Medaille am Bett gesessen bin und geheult habe, weil ich so enttäuscht war, dass ich nur von A nach B gerissen worden bin“, sagte Neuner dem österreichischen Sender Servus TV über die Winterspiele 2010 in Vancouver, bei denen sie zwei Goldmedaillen und einmal Silber gewonnen hatte.

Die 23-Jährige, die ihre Karriere nach der laufenden Saison beenden wird, berichtete, dass sie in Vancouver keine Zeit für sich und ihre Familie gehabt habe. Sie erwähnte in diesem Zusammenhang unter anderem die Bedürfnisse der Presse und die Dopingkontrolle, die sie „ewig gepiesackt“ habe.

So schön und so erfolgreich: Magdalena Neuner

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Magdalena Neuner wurde am 9. Februar 1987 in Garmisch-Partenkirchen geboren. Die Oberbayerin wuchs in Wallgau auf. © Jantz
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Sie ist bekennende Bairisch-Sprecherin ... © dpa
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... und pflegt die Tradition. © dpa
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Sie ist bei der Bundeszollverwaltung als Zollhauptwachtmeisterin angestellt. Bereits in Jugendwettbewerben holte Lena Trophäe um Trophäe. Im Jahr 2004 war die damals 17-jährige (2.v.r.) noch merklich schüchtern, als sie mit dem deutschen Zoll-Team vom damaligen Finanzminister Hans Eichel empfangen wurde. © dpa
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Ihren großen Durchbruch feierte sie in der Saison 2006/2007. © dpa
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Am 5. Januar 2007 holte sie in Oberhof ihren ersten Weltcupsieg. © dpa
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Bei den Weltmeisterschaften 2007 in Antholz (Italien) hatte sie dann ihren großen Auftritt und holte drei Goldmedaillen. © dpa
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Auch bei der WM 2008 in Östersund sammelte Lena dreimal Gold. © dpa
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... und obendrein in derselben Saison noch den Gesamtweltcup und zwei Einzelweltcups. © dpa
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Lena erklärte es bislang für ausgeschlossen, sich für den Playboy auszuziehen. © dpa
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Wieso auch? Sie ist angezogen ein größerer Blickfang als viele andere nackt. © dpa
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Zu ihren Hobbies zählt Stricken. © LANA GROSSA
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Ja, richtig gelesen: Stricken! © LANA GROSSA
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Außerdem hört sie gerne Musik. Mit hartem Rock bringt sich Lena auf Betriebstemperatur für Wettkämpfe. In einem Tagesspiegel-Interview gestand sie, sich früher mit der Metal-Band System Of A Down aufgeputscht zu haben. © dpa
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Auch Robbie Williams und Chris Martin schallen ihr des öfteren durch die Ohren. © LANA GROSSA
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Lena ist äußerst schlagfertig und kann so auch mal einen Thomas Gottschalk ins Stocken bringen. © dpa
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Die süße Oberbayerin kann aber auch mal schimpfen. Hobby-Lippenleser dürfen hier mal an einer einfachen Aufgabe üben. © dpa
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"Ich glaub, mich knutscht eine Lena" - Die Biathletin dreht bei diesem Elch das Spiel um. © dpa
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In ihrer Heimat Wallgau trägt man sie auf Händen. © dpa
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Und auch die WM-Maskottchen 2007 namens "Bumsi" ließen sie hoch leben. © dpa
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Lena mit Hund Rocky © dpa
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Miss Neuner mit ihrer "Sportlerin des Jahres 2007"-Trophäe. © dpa
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Sie muss eine große Vitrine haben. © dpa
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Auch beim harten Training hat sie immer ein Lächeln übrig. © dpa
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Lena (r.) posiert mit den Alpin-Skifahrerinnen Maria Riesch (v-l), Kathrin Hölzl und Monika Bergmann-Schmudere vor der Allianz Arena. © dpa
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Ist echt! Lena macht die Probe aufs Exempel. © dpa
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Im Dezember 2011 kündigte Neuner ihr Karriereende für Frühjahr 2012 an. Sie wolle sich neu orientieren und mal etwas anderes ausprobieren, erklärte die Biathletin. © dpa

„Jeder will irgendwas, und meine Eltern sind 20 Meter weggestanden mit Tränen in den Augen, weil sie keine Chance hatten, mit mir kurz zu reden. Da sag ich: Um wen geht's eigentlich?“, sagte Neuner: „Ich hab einfach nicht das Gefühl gehabt, dass es in dem Moment um den Sportler geht, das der was ganz Großes geschafft hat und das für sich einmal genießen darf. In erster Linie bekommen einmal alle anderen alles und dann erst der Sportler. Und das fand ich schlimm.“ Nach dem Ende ihrer Karriere erwarte sie sich „in erster Linie mehr Zeit für mich selbst“. Es sei der Zeitpunkt gekommen, „wo ich mehr Familie um mich herum haben will“.

SID

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