Celia Funkler

Münchner Skilöwin schafft Sprung ins Olympiateam

Celia Funkler legte als Skicrosserin bislang eine Blitzkarriere hin.

Für die Münchner Skicrosserin Celia Funkler ist ein ganz besonderer Traum in Erfüllung gegangen.

München Die seit dieser Saison für die Münchner Skilöwen vom TSV 1860 startende Athletin qualifizierte sich jüngst für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang. Nach einem 15. Platz beim ersten Weltcup im französischen Val Thorens bedeutete der darauffolgende 7. Rang beim Weltcup im schweizerischen Arosa die Erfüllung der nationalen Olympianorm. Nachdem die 19-Jährige auch die internationale Norm erreicht hat, durfte sich die Münchnerin bereits früh in ihrer Karriere über die Qualifikation für ihre ersten Winterspiele freuen. „Ein überwältigendes Gefühl“, sagt Funkler.

Nicht nur angesichts des jungen Alters der Münchner Skilöwin ist die Qualifikation ein großer Erfolg. Im Vergleich zu aktuellen deutschen Top-Athletinnen ist Funkler nämlich nicht im A-Kader des Deutschen Skiverbands (DSV) gelistet. Die aus der Nähe von Tuttlingen stammende Sportlerin ist dem C-Kader zugeordnet. Die Schülerin des Sportinternats der Christopherus-Schulen in Berchtesgaden muss Sport und Schule noch unter einen Hut bekommen.

„No risk, no fun!“

Dass es bereits nach dem zweiten Weltcup ihrer Karriere schon zur Olympia-Quali gereicht hat, ist erstaunlich. Erst in dieser Saison ist Funkler vom zweitklassigen Europacup in die Skicross-Elite gewechselt. Vor drei Jahren fuhr sie noch bei klassischen Alpin-Schülerrennen mit, bevor sie zum Skicross wechselte.

Bei den spektakulären Rangkämpfen auf den Parcours mit Steilkurven, Bodenwellen und kleinen Bergvorsprüngen zeigt sich Funkler unbeeindruckt vor den lauernden Gefahren ihres Sports. „No risk, no fun!“ nennt sie ihr Motto.

Angesichts des anstehenden Abiturs im kommenden Sommer hatte sich Funkler für ihre erste Weltcup-Saison eigentlich erst einmal vorgenommen, Fuß zu fassen. Einen Podiumsplatz in der Europacup-Gesamtwertung hatte sie als ihr persönliches Saisonziel ausgegeben. Für die letztjährige Fünfte der Junioren-Weltmeisterschaft ging es nun schneller bergauf. „Sie hat im Sommer in der Vorbereitung gute Leistungen gezeigt, deswegen haben wir sie für den Weltcup nominiert. Dass sie dort gut mitfahren kann, hat sich schnell abgezeichnet“, sagt Heli Herdt, Sportlicher Leiter Skicross des DSV.

Die olympischen Ringe kennt Funkler lediglich von den olympischen Jugendspielen 2016 in Lillehammer, wo sie Vierte wurde. „Da gab es auch ein olympisches Dorf. So stelle ich mir es in Pyeongchang auch vor, nur halt größer“, sagt Funkler, für die es nach den beiden Weltcups im Januar in Schweden und Kanada im Anschluss zu den Spielen in Südkorea geht.

Dankbar ist sie den Skilöwen. „Es hat mich sehr gefreut, dass mir der Verein gleich gratuliert hat“, sagt Celia Funkler. Für den Münchner Verein war die Verpflichtung Funklers, die 2018 bei der Bayerischen Polizei einen Arbeitsplatz aufnehmen möchte, ein Glücksgriff. „Die Skilöwen sind stolz auf eine so junge Athletin, die ihre Zukunft noch vor sich hat. Wir drücken ihr die Daumen“, sagt Skilöwen-Sportwart Georg Eisenhut. 

Robert M. Frank

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