EHC: Winklers Weihnachtswunsch

Christian Winkler: „Noch nie sind wir zu Weihnachten so gut dagestanden.“ Ein paar Wünsche hat er trotzdem…

München - Auf Bitte der tz hat EHC-Manager Christian Winkler seine wichtigsten Wünsche heuer aufgeschrieben – „das ist, glaube ich, mein erster Wunschzettel seit 32 Jahren…“

Tschuldigung, fast ein bisschen übermannt von den amerikanischen Plastik-Weihnachts-Gefühlen. Aus den McDonald’s-Lautsprechern rieselt What a wonderful world, draußen friert die Schneedecke vor sich hin, drinnen sitzt ein Mann und schreibt seinen Wunschzettel. Wir sehen Christian Winkler, den Manager des Eishockey-Bundesligisten EHC München.

Und was steht da drauf? Was wünscht sich einer, dessen Projekt eh so gut funktioniert? Was wünscht sich ein Tabellenführer? ­Spicken wir mal ein bisschen.

Auf Platz eins des Wunschzettels notiert Winkler Gesundheit. Für sich selber, für die Familie – und für die ganze Mannschaft. Daran schließt sich dann auch gleich Wunsch Nummer zwei an: weniger Verletzte. Tatsache ist: Der EHC hat heuer bisher eine richtige Seuchen-Saison erlebt. Da waren teilweise mehr Leute krank/verletzt als gesund. Dass der EHC trotzdem so gut dasteht, macht Winkler stolz: „Unsere große Stärke ist, dass die Spieler Verantwortung übernehmen.“ Ist einer verletzt, dann gibt sein Ersatzmann eben extra Gas. Alles fürs große Ziel. Für die Meisterschaft, für den möglichen DEL-Aufstieg. Und das fällt auf in der Szene…

Winkler: „Der EHC ist mittlerweile eine sehr gute Adresse. Es spricht sich rum, welches Ziel wir haben. Hier wächst was. Wir spielen nicht nur erfolgreich, sondern auch attraktiv. Das ist Entertainment!“ Die Hoffnung: Dieses Entertainment soll in Zukunft noch mehr Zuschauer zu den EHC-Spielen locken. Das ist denn auch Winklers dritter Weihnachts-Wunsch. Wobei: Ein Anfang ist da schon gemacht. Der Zuschauerschnitt ist im Vergleich zur Vorsaison gestiegen. Und die Erwartungshaltung der Fans auch. Nach einem 7:1-Sieg beschwerten sich vor Kurzem mehrere EHC-Anhänger: „Geht’s nicht auch zweistellig?“ Winkler: „Mit solchen Kommentaren können wir gut leben. Das ist viel besser, als wenn wir dauernd Niederlagen erklären müssten.“

hei

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