tz-Experten-Kolumne von Miriam Gössner

"Ich bin auf dem richtigen Weg"

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Miriam Gössner.

München - In ihrer tz-Experten-Kolumne schreibt Biathletin Miriam Gössner über ihr Weltcup-Comeback in Antholz und erklärt ihre Pläne für die Zukunft.

Mit meinem Weltcup-Comeback in Antholz bin ich im Großen und Ganzen zufrieden. Obwohl die Stimmung dort immer super ist, ist es nicht gerade meine Lieblingsstrecke, weil es keine schwierigen Anstiege gibt. Die zwei Schießfehler im Sprint waren ärgerlich, weil beide sehr knapp waren. Aber ich bin mir sicher, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Ich habe vor der Saison gewusst, dass es für mich eine Aufbausaison wird. Ich konnte in der Vorbereitung nicht so viel trainieren, wie ich gewollt hätte, weil es gesundheitlich einfach nicht möglich war. Davor hatte ich sieben Monate überhaupt nicht trainiert. Unter diesen Voraussetzungen ist es nachvollziehbar, dass ich nicht das leisten kann, was ich von mir selbst erwarte. Aber ich weiß, dass die Ausgangsposition besser wird und ich wieder voll angreifen kann. Im nächsten Jahr stehen die Weltmeisterschaften in Oslo an, darauf freue ich mich jetzt schon total. Meine Mutter kommt aus Norwegen und ich habe eine sehr spezielle Beziehung zu diesem Land, es wird also fast wie eine Heim-WM für mich. Deshalb will ich da wieder vorne dabei sein. Was mir Auftrieb gibt, sind die tollen Leistungen der anderen Mädels. Wirklich überrascht bin ich darüber nicht, ich wusste, wie sie trainiert haben und was sie leisten können. Unsere Mannschaft ist sehr ausgeglichen, alle sind in der Lage nach vorne zu laufen, wenn es beim Laufen und Schießen aufgeht. Dementsprechend gut ist die Stimmung, das hilft mir dann auch wieder. Die Betreuung der einzelnen Athleten ist auch etwas individueller geworden. Die ein oder andere hat schon bei einem Weltcup pausiert und auch meine Starts im IBU-Cup sind in enger Absprache mit den Trainern entschieden worden. Und so wie es aussieht, war die Entscheidung genau die richtige.

Miriam Gössner, Biathletin

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