"Hopp oder topp brauch' ich nicht!"

tz-Interview: Dopfer über sein Speed-Geheimnis

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Fritz Dopfer.

München - Er ist der Analytiker im deutschen Ski-Team – warum ihn das schnell macht, erklärt Fritz Dopfer im tz-Interview.

Herr Dopfer, was macht die Gesundheit?

Dopfer: Mir fehlt nichts.

Das ist nicht bei allen im Team so. Felix Neureuther kämpft mit seinem Rücken.

Dopfer: Die Fitness ist das A und O um 100, oder besser 110 Prozent seiner Leistungsfähigkeit abrufen zu können. Wir versuchen alle, auf unsere Körper zu hören und bei Schmerzen sofort Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Von Ihnen hört man nie Verletzungsgeschichten.

Dopfer: Da danke ich meinen Eltern, das sind die guten Gene. Aber ich habe mich auch schon immer intensiv mit meinem Körper beschäftigt, viel gedehnt und erst mit 16 oder 17 mit richtigem Krafttraining begonnen.

Diese Akribie sagt man Ihnen auch beim Skifahren nach.

Dopfer: Konstante Ergebnisse sind für mich sehr wichtig, ich baue mir dadurch eine Basis auf, das steigert mein Selbstvertrauen. Ich arbeite mich an guten Läufen oder guten Schwüngen nach oben, das gibt mir ein gutes Gefühl.

Ihr Teamkollege Stefan Luitz ist dreimal hintereinander im ersten Durchgang ausgeschieden und dann in Are auf Rang drei gefahren.

Dopfer: Die Charaktere sind eben unterschiedlich. Bei mir würde das nie funktionieren, wenn ich so viele Ausfälle hintereinander verkraften müsste, würde ich mir viele Gedanken machen. Stefan ist da eben anders.

Die Hopp-oder-Topp-Fahrer, gibt es die noch?

Dopfer: Nicht wirklich. Vor ein paar Jahren gab’s einen amerikanischen Slalomfahrer, Will Brandenburg, der war im Training immer sau schnell, im Rennen hat er es übertrieben und meistens eingefädelt. Jungs, die gnadenlos riskieren und ohne Rücksicht Vollgas geben, die gibt es nicht mehr. Bode Miller war bzw. ist so einer. Heute ist alles professioneller, es gibt weniger Geheimnisse und Unterschiede.

Mit Platz zwei zum Auftakt in Sölden haben Sie dennoch überrascht.

Dopfer: Mich eingeschlossen. Aber man muss das relativieren, ich war in Sölden mit 1,5 Sekunden Rückstand Zweiter, in Beaver Creek bin ich mit 1,3 Sekunden Rückstand Zehnter geworden.

Da ist sie wieder, diese analytische Herangehensweise.

Dopfer (lacht): Stimmt wohl.

In Are waren Sie Vierter und Siebter, was sagen Sie dazu.

Dopfer: Zwei Ergebnisse, die zu meiner Karriere passen. Und in Alta Badia war ich schon zweimal Vierter und einmal Siebter, ich fühle mich gut und weiß, dass ich konkurrenzfähig bin, ich will auf’s Podium.

Bei Ihrer Freudnin Lena Dürr läuft es nicht so gut. Müssen Sie sie trösten?

Dopfer: Als Sportler durchlebt man immer bessere und schlechtere Phasen. Als Partner versucht man eben zu unterstützen und zu helfen, wenn es geht. Da unterscheiden sich Sportlerbeziehungen nicht von normalen Beziehungen. Durch die Ausfälle von Val d’Isere und Courchevel waren wir ein paar Tage parallel in Are, das war ein netter Nebeneffekt. Sonst kreuzen sich die Männer und Frauen im Weltcup nur zu Beginn in Sölden und am Ende in Lenzerheide.

Hoffentlich haben Sie nicht versucht, ihr zu zeigen, wie sie denn Schwung richtig fahren muss. Partner reagieren da ja oft gereizt.

Dopfer (grinst): Nein, nein. Sie hat gute Trainer, die ihr das vermitteln können, da halte ich mich raus.

Interview: Mathias Müller

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