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Skiprofi (24) meldet sich mit Grusel-Bildern nach Horror-Sturz zurück: Siebenmonatige Leidenszeit zu Ende

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Von: Andreas Knobloch

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Nina O‘Brien kann wieder lachen - im Februar wurde ihr Bein noch von Schrauben zusammengehalten. © Instagram O‘Brien Screenshots

Nina O‘Brien fädelte beim letzten Tor im Olympia-Riesenslalom ein, ein folgenschwerer Fehler. Sie war lange verletzt, doch jetzt kann sie wieder grinsen.

Peking - Wird es noch was mit der Medaille? Die Führende Lara Gut-Behrami steht im Zielraum auf dem berüchtigten Platz der derzeit Erstplatzierten, Nina O‘Brien wedelt im Riesenslalom dem Ziel entgegen, doch dann das Unglück. Ein Horror für jede Skifahrerin. Die 24-Jährige bleibt im letzten Tor hängen und stürzt schwer. Sie rutscht ohne Skier ins Ziel rein und bleibt liegen. Mit beiden Händen hält sie sich ihr linkes Bein. Die Wintersportwelt hält kurz den Atem an, Gut-Behrami schlägt die Hände vorm Gesicht zusammen.

Das Rennen im Februar 2022 bei den Olympischen Spielen in Peking sollte für lange Zeit das letzte von O‘Brien gewesen sein. Die US-Amerikanerin aus San Francisco verletzt sich schwer. Diagnose: Schien- und Wadenbeinbruch, eine Blitz-Operation in China folgte, als Begleitmaterial die schlimmen Fotos von ihrem Bein, das nur noch mit Schrauben zusammengehalten wurde. Keine Fotos für Zartbesaitete, wie auch Merkur.de berichtet. Wenn O‘Brien allerdings ihrem 25. Geburtstag im November entgegenblickt, schaut sie auch gleichzeitig in eine sonnigere Zukunft, als es noch im Frühjahr der Fall war.

Ski-Alpin-Star zeigt im Video gruselige Bilder nach der Operation und bedankt sich für die Hilfe

Auf Instagram schnitt sie ein Video ihrer siebenmonatigen Leidenszeit zusammen. Eindrücke vom Sturz, der Operation, dem lädierten Bein bis hin zu langsam wieder fröhlichen Skifahrerin, die wandern geht und zurückfinden will. Dazu schrieb sie: „Gerade meinen letzten Belastungstest bestanden, ich darf wieder Skifahren“, beschreibt die 24-Jährige ihre emotionale Zeit, in der sie auf Reha war, langsamer machen musste und viel gelernt hat und fügt an: „Danke an alle, egal ob nah oder fern, die zu mir gestanden sind die ganze Zeit. Ganz besonderer Dank gilt dem hervorragenden Team aus Ärzten, Therapeuten und Sponsoren, die mich wie ein Familienmitglied behandelt haben.“

Ski-Gemeinschaft in den USA freut sich über Comeback

Zum Schluss ihres Posts fügt sie an: „Ich habe noch einen langen Weg vor mir, aber nun beginnt der lustige Teil. Und WOOW, ich freue mich zurück zu sein.“ Aus ihren Zeilen sprießt die Hoffnung auf den Neubeginn. Die nordamerikanische Ski-Welt war von den Worten begeistert, nahezu jeder mit Rang und Namen kommentierte.

Der ehemalige Skirennläufer Daron Rahlves schrieb: „Der Glückskeks sagt... Deine Entschlossenheit, Beharrlichkeit und Bemühungen werden sich rentieren.“ Alice Merryweather, die selbst schwer stürzte und Horror-Bilder von ihren Gesichtsverletzungen zeigte, schrieb: „Yay, du bist unglaublich. Ich lerne von deiner Stärke und deinem Herzen.“ Bella Wright, Resi Stiegler und Mikaela Shiffrin meldeten sich neben vielen anderen ebenfalls und freuen sich über die Worte von O‘Brien. (ank)

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