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„Herrgott“: Eisenbichler reagiert live im TV auf Kameramann-Fauxpas

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Von: Hannes Niemeyer

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Eisenbichler nach seinem Sprung - dann wandte er sich an den Kameramann.
Eisenbichler nach seinem Sprung - dann wandte er sich an den Kameramann. © Screenshot / ARD

Beim dritten Springen der Vierschanzentournee lief es für Markus Eisenbichler durchwachsen. Für Begeisterung sorgte er aber trotzdem - mit einer Reaktion, die live im TV bestens zu hören war.

Bischofshofen - Es soll wohl wieder nicht sein mit dem ganz großen Coup. Seit dem großen Triumph von Sven Hannawald 2001 warten die deutschen Skispringer auf einen Gesamtsieg bei der legendären Vierschanzentournee. Hannawald selber steht der ARD mittlerweile als Experte zur Seite - während ZDF-Experte Toni Inauer mit einer Aussage über das Frauen-Skispringen empörte. Derweil lagen die Hoffnungen vor der diesjährigen Ausgabe der Tournee auf deutscher Seite voll auf Markus Eisenbichler und Karl Geiger.

Spätestens nach dem dritten Springen, das aufgrund von Wetter-Kapriolen am 5. Januar nicht in Innsbruck, sondern bereits am vierten Spring-Standort Bischofshofen ausgetragen wurde, ist jedoch klar, dass der goldene Adler wohl wieder nicht nach Deutschland gehen wird. Vor dem abschließenden Springen am Donnerstag - das Merkur.de im Live-Ticker begleitet - liegen Eisenbichler und Geiger punktgleich auf Rang vier der Gesamtwertung, allerdings mit 43 Punkten Rückstand auf den führenden Ryoyu Kobayashi.

Vierschanzentournee in Bischofshofen: Eisenbichler wendet sich nach Sprung an den Kameramann - „Herrgott“

Hätte sie noch näher an die Spitze heranspringen wollen, so hätte das wohl spätestens im dritten Springen passieren müssen. Für Eisenbichler geriet die Chance allerdings im ersten Durchgang bereits in weite Ferne. Der Ex-Weltmeister sprang mit seinem ersten Versuch auf 130 Meter - zu wenig für die Konkurrenz und auch wenig zufriedenstellend für ihn selbst. Gefeiert wurde Eisenbichler nach seinem ersten Sprung trotzdem - und zwar wegen einer kuriosen Szene, die im Auslauf der Arena von Bischofshofen passierte.

Traditionell werden die Springer nämlich im Auslauf von der Kamera gefilmt - klar, die erste Reaktion auf den Sprung interessiert die Fans natürlich. Ein Kameramann rückte „Eisei“, wie Eisenbichler auch gern gerufen wird, allerdings ein Stückchen zu nah auf die Pelle. Im TV war live zu sehen und vor allem zu hören, wie der 30-Jährige sich direkt an den Kameramann wandte. „Herrgott, du stehst auf meiner Skispitze“, sagte der gebürtige Oberbayer dem Kameraträger unverblümt ins Gesicht.

Eisenbichlers Kameramann-Kommentar bei der Vierschanzentournee: ARD-Kommentator und Zuschauer feiern „Eisei“

Sehr zur Belustigung auch von TV-Kommentator Tom Bartels, der für die ARD im Einsatz war und sich köstlich über die Szene amüsierte. Auch die „Sportschau“ meldete sich zu dem Mini-Malheur zu Wort. Zu einer Video-Sequenz, die die Situation zeigt schrieb die Sportsendung auf Instagram: „Nichts für ungut“. Die Skisprung-Fans waren jedenfalls ähnlich begeistert wie Kommentator Bartels. „Weltklasse“, „Bester Mann“ und etliche tränen lachende Smileys folgten als Reaktion.

Beim zweiten Sprung flutschte es bei Eisenbichler dann besser. Mit der Tagesbestweite von 140,5 Metern sprang er noch auf Rang acht nach vorn und damit vor dem letzten Wettkampf auf Rang vier in der Tourneewertung - und nach seinem Super-Satz im zweiten Durchgang stand ihm dann auch niemand mehr auf den Skiern rum.

Die Vierschanzentournee ist in jeder Saison eines der großen Wintersport-Highlights - und hat auch abseits der Wettkämpfe Spektakuläres zu bieten. Ein Österreichischer Adler etwa ist durch eine seltene Augenkrankheit fast blind - und wagt sich trotzdem noch auf die großen Schanzen. (han)

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