Vierschanzentournee: Wer bekommt Aufwind?

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Pascal Bodmer ist als Siebter der Weltcup-Gesamtwertung als einziger Deutscher bereits für das Auftaktspringen qualifiziert.

Frankfurt/Main - Nach der Team-Nominierung für die Vierschanzentournee ist man im DSV-Lager bester Dinge. Auf wem die deutschen Hoffnungen ruhen.

Vize-Weltmeister Martin Schmitt freut sich auf seine 13. Vierschanzentournee, “Team-Küken“ Richard Freitag fiebert seiner Premiere bei der Traditionsveranstaltung entgegen. Beim ersten Saison-Höhepunkt der Skispringer setzt Bundestrainer Werner Schuster auf einen bunten Generationen-Mix. Neben Schmitt stehen auch die Routiniers Michael Uhrmann und Michael Neumayer im siebenköpfigen DSV-Aufgebot. Dazu nominierte Schuster am Dienstag Rückkehrer Stephan Hocke, die Youngster Pascal Bodmer und Andreas Wank sowie Neuling Freitag. “Unser Ziel ist es, wieder mit einem guten Auftakt in die Tournee zu starten, um dann weiter Fahrt aufzunehmen“, sagte Schuster.

Für Schmitt ist die Zehn-Tage-Tour mit den Stationen Oberstdorf (29. Dezember), Garmisch-Partenkirchen (1. Januar), Innsbruck (3. Januar) und Bischofshofen (6. Januar) schon Routine. Dennoch hat die Veranstaltung für den 31-Jährigen nichts von ihrer Faszination eingebüßt. “Das sind super Wettkämpfe, die Stadien sind voll. Nicht zuletzt wegen des tollen Heim-Publikums ist die Tournee ein echtes Erlebnis. Es macht von Jahr zu Jahr mehr Spaß“, sagte Schmitt.

Das gilt auch für Uhrmann, der bei der Generalprobe in Engelberg auftrumpfte. “Es war wichtig, dass noch ein Springer den Dreh gefunden hat. Wir brauchen ihn bei der Tournee“, betonte Schuster. Uhrmann sieht seinem 14. Start zuversichtlich entgegen. “Jetzt habe ich wieder ein Gefühl für meinen Sprung. Ich möchte die Erfahrung meiner vielen Tournee-Teilnahmen nutzen und meine Chance suchen, um Top-Platzierungen zu erzielen. In den letzten Jahren ist mir das oft gelungen und entsprechend positiv eingestellt gehe ich in Oberstdorf an den Start“, erklärte der Familienvater aus Rastbüchl.

Dritter Hoffnungsträger ist Senkrechtstarter Bodmer, der als Siebter der Weltcup-Gesamtwertung als einziger Deutscher bereits für das Auftaktspringen qualifiziert ist. “Dass ich momentan bester Deutscher in der Weltcup-Wertung bin, macht mir keinen Druck. Im Gegenteil. Es ist ein sehr gutes Gefühl“, meinte der 18-Jährige. Er will die Aufgabe locker angehen und strebt Top-Platzierungen an. “Ich möchte in jedem Springen das Finale erreichen“, erklärte Bodmer.

Mit starken Auftritten im Continentalcup empfahl sich Hocke für die Nominierung. Der Mannschafts-Olympiasieger von 2002 will nun seine Chance nutzen und vielleicht noch auf den Olympia-Zug nach Vancouver aufspringen. Davon ist Tournee-Neuling Freitag noch weit entfernt, auch wenn der 18-Jährige aus Aue eine rasante Entwicklung hingelegt hat. “Innerhalb eines Jahres hat er sich vom Alpencup über Podest-Platzierungen im Continentalcup für einen Weltcup-Einsatz empfohlen“, lobte Schuster das Talent aus dem Erzgebirge. Freitag war entsprechend aus dem Häuschen: “Das ist der absolute Hammer für mich. Mein Premiere will ich genießen und vor heimischen Publikum natürlich meine besten Sprünge zeigen.“

dpa

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