Start in die achte Weltcupsaison

Rebensburg im tz-Interview: Wie war der Wechsel?

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Viktoria Rebensburg startet am Samstag in ihre achte Weltcupsaison.

München - Alle Augen auf Viktoria Rebensburg! Nach dem Rücktritt von Maria Höfl-Riesch steht die 25-Jährige in diesem Skiwinter ganz besonders im Fokus. Und das, obwohl sich ausgerechnet vor dieser Saison einiges verändert hat. Vicky steckt mitten im Wechsel. Das tz-Interview:

Frau Rebensburg, welches war der größte Wechsel in diesem Sommer – der von ­Nordica zu Stöckli?

Rebensburg: Ja, das neue Material, weil es die größte Auswirkung auf meine Leistung hat. Der Ski ist das Bindeglied zwischen mir und dem Schnee. Aber ich habe mich bewusst zu diesem Schritt entschieden, es ist eine neue Herausforderung. Seit meinem Welcupdebüt 2006 bin ich immer mit dem gleichen Material gefahren, im vergangenen Jahr ist schlicht und ergreifend der Vertrag ausgelaufen. Ich war zufrieden, hatte keine speziellen Wechselgedanken, wollte aber neues Material testen, weil man sich durch neue Erfahrungen weiterentwickelt. Auf Stöckli habe ich mich sofort wohlgefühlt, deshalb habe ich mich zum Wechsel entschlossen. Tina Maze hat vor zwei Jahren bewiesen, dass man damit in allen Disziplinen sehr schnell sein kann.

Auch im Nationalteam gab es Wechsel. Tom Stauffer ist weg, der neue Damencheftrainer heißt Markus Anwander.

Rebensburg: Markus war früher Europacup-Chef, daher kenne ich ihn sehr gut. Eigentlich kennt ihn jede aus unserer Mannschaft sehr gut, Markus ist eine Institution beim DSV. Ihn dazuzunehmen, war eine gute Entscheidung, er verfügt über viel Erfahrung, und ein Wechsel im Trainerstab setzt immer neue Reize.

Nach dem Rücktritt von Maria stehen Sie an der Spitze – noch so ein Wechsel.

Rebensburg: Übergangsphasen gab es immer. Nach Katja Seizinger kamen Martina Ertl-Renz und Hilde Gerg und darauf Maria. Jetzt haben wir eine junge Mannschaft, die im Training ordentlich Gas gibt und durch den internen Wettbewerb noch schneller werden will.

Was verändert sich für Sie persönlich?

Rebensburg: Maria war eine Bereicherung und ein Orientierungspunkt, der nun wegfällt. Ich gehe in meine achte Weltcupsaison und konnte schon einige Erfahrungen sammeln. Vielleicht bin ich für die Jungen jetzt dieser Orientierungspunkt. Aber meine Ziele sind die gleichen geblieben.

Liegt der Fokus auch wieder auf den Speedwettbewerben, oder gibt es auch hier einen Wechsel?

Rebensburg: Man wird mich nicht Slalom fahren sehen.

Davon war fast auszugehen.

Rebensburg: Der Riesenslalom hat wieder etwas mehr Priorität, da will ich um die kleine Kugel mitfahren. Auf dieser Basis ist es auch im Super-G und in der Abfahrt mein Ziel, mich weiterzuentwickeln.

Interview: mm

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