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Olympia-Aus! Brutale Diagnose für Slalom-Hoffnung - „Mein Herz ist immer noch gebrochen“

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Von: Antonio José Riether

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Martina Peterlini verletzte sich bei ihrem Sturz im Ahrntal schwer.
Martina Peterlini verletzte sich bei ihrem Sturz im Ahrntal schwer. © Screenshot Instagram (@martinapeterlini)

Nur wenige Wochen vor Olympia stürzte die italienische Slalom-Läuferin Martina Peterlini, kurz darauf verkündete sie ihre Katastrophen-Diagnose.

Bozen - Derzeit bereiten sich Wintersportler aus aller Welt auf die Olympischen Winterspiele in Peking vor, die Anfang Februar beginnen. Der italienische Wintersportverband FISI ist mit seinen Skifahrerinnen besonders beim Slalom ein heißer Kandidat auf Medaillen, wenige Wochen vor dem Start der Spiele muss der Verband einen bitteren Rückschlag verkraften. Ski-Hoffnung Martina Peterlini wird das kommende Großereignis nach ihrem folgenschweren Sturz in der vergangenen Woche verpassen, nun teilte sie ihre niederschmetternde Diagnose mit.

Martina Peterlini: Italiens Olympia-Hoffnung erleidet nach Sturz Totalschaden im Knie

Am Donnerstag ging die 24-Jährige beim Europacup-Slalom im Ahrntal an den Start, beim zweiten Durchgang ereignete sich ihr fataler Sturz. Unter großen Schmerzen wurde die Südtirolerin abtransportiert und ins Krankenhaus Bozen gebracht, die Untersuchungen ergaben daraufhin einen Totalschaden im Knie. Dies bestätige Peterlini auch auf Instagram. „Gestern habe ich mir (...) das vordere Kreuzband, die Menisken und ein Seitenbandes gerissen“, teilt die Studentin ihren Fans in einer emotionalen Botschaft mit.

Nachdem ihr Verband bereits am Tag des Unfalls einen unmittelbaren operativen Eingriff ankündigte, kam Peterlini tags darauf unters Messer. „Die Operation ist gut gelaufen, aber mein Herz ist immer noch gebrochen“, schreibt sie unter ein Schwarz-Weiß-Bild aus dem Krankenhausbett. Statt Olympia heißt es nun Reha für die niedergeschlagene Athletin aus Rovereto.

Martina Peterlini: Frühe Rückschläge für Ski-Hoffnung - Italienerin will nicht aufgeben

Bei den schlimmen Szenen am Donnerstag wird Peterlini wohl an ihre Vergangenheit gedacht haben. Im Jugendalter hatte sie bereits einige Verletzungen erlitten, die sie immer wieder ausbremsten. Nach den frühen Rückschlägen konzentrierte sich die Norditalienerin auf die technischen Disziplinen Slalom und Riesenslalom. Im Alter von 20 Jahren gab sie 2017 schließlich ihr Weltcup-Debüt, in der Wertung der abgelaufenen Saison belegte sie den 72. Platz.

„Mir wurde gesagt, dass die Zeit alles heilt. Und wieder einmal möchte ich versuchen, daran zu glauben“, schreibt die Sportlerin weiter. Scheinbar möchte sie auch ihrer letzten desaströsen Verletzung nicht aufgeben und wieder neu angreifen. In Peking muss das italienische Damen-Team jedoch ohne sie auskommen. (ajr)

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