Alles Wissenswerte zum Popsänger

Andreas Bourani: Leben und Karriere des Sängers

Der Sänger Andreas Bourani tritt beim 35. Evangelischen Kirchentag auf
+
Sänger Andreas Bourani lieferte 2014 mit seiner Single ‚Auf uns‘ den deutschen WM-Soundtrack

Was wäre die WM 2014 ohne Andreas Bouranis Hit ‚Auf uns‘ gewesen? Dank seines Nummer-1-Hits war der Sänger plötzlich gefragt wie nie.

  • Andreas Bourani machte erstmals 2011 mit der Single ‚Nur in meinem Kopf‘ die deutschen Charts unsicher.
  • Sein Nummer-1-Hit ‚Auf uns‘ begleitete uns 2014 durch die WM und markierte seinen endgültigen Durchbruch.
  • Anschließend war der Sänger in TV-Shows wie ‚The Voice of Germany‘ und ‚Sing meinen Song – Das Tauschkonzert‘ zu sehen.

Der deutsche Sänger Andreas Bourani wurde am 2. November 1983 in Augsburg geboren. Seine leiblichen Eltern hat der Musiker nie kennengelernt, vermutlich stammen sie jedoch aus Nordafrika. Wenige Tage nach der Geburt nahmen ihn Adoptiveltern mit dem Namen Stiegelmair auf, seitdem trägt er formal den Namen Andreas Stiegelmair. Bourani ist der Name seiner leiblichen Eltern. Der Künstler hat zwei Schwestern. Er besuchte das Gymnasium bei St. Stephan und wuchs im Augsburger Stadtteil Bergheim auf. An der Schule wählte er den musischen Zweig und machte so früh seine Begeisterung für die Musik deutlich. Außerdem besuchte er die private Musikschule Downtown Music Institute und ließ sich unter anderem in Gesang ausbilden. In der zwölften Klasse brach Bourani mit 17 Jahren kurz vor dem Abitur die Schule ab, um sich auf seine Musikkarriere zu konzentrieren. Diese kam mit den Jahren immer mehr ins Rollen. Seinen endgültigen Durchbruch schaffte der Star schließlich dank der Single ‚Auf uns‘, die zum WM-Hit 2014 wurde.

Andreas Bourani: Seine musikalischen Anfänge

2003 bewarb sich Andreas Bourani bei der ZDF-Castingshow ‚Die Deutsche Stimme‘ – damals noch als Andreas Stiegelmair. Dort erreichte er einen sechsten Platz. Um seinen Eltern mehr Privatsphäre zu gewähren, nahm er später seinen Geburtsnamen Bourani wieder an. 2007 zog der Sänger nach Berlin, wo er zunächst kleinere Auftritte hatte. 2010 landete er schließlich einen Plattenvertrag bei Universal Music. Anschließend trat er im Vorprogramm von Künstlern wie Philipp Poisel, Aura Dione und der Band Culcha Candela auf, was seinen Namen einem breiteren Publikum bekannt machte. Auch Radiosender wie SWR3 oder Bayern 3 wurden auf das junge Talent aufmerksam und spielten seine Musik.

Am 20. Mai 2011 veröffentlichte Bourani die Debütsingle ‚Nur in meinem Kopf‘, mit der er sogleich einen großen Erfolg landete. Der Song kletterte bis auf Platz 16 in den deutschen Singlecharts und wurde insgesamt über 150.000 Mal verkauft, wofür der Star später eine Goldene Schallplatte erhielt. Einen Monat später folgte sein Album ‚Staub & Fantasie‘, das der Sänger zusammen mit Julius Hartog schrieb. Auch dieses konnte er über 100.000 Mal verkaufen. Als weitere Single veröffentliche er zudem ‚Eisberg‘, die ebenfalls in den Top 100 landete. Mit diesem Lied trat er im September 2011 als bayerischer Kandidat beim Bundesvision Song Contest an, wo er auf dem zehnten Platz landete. Im folgenden Monat begann die Deutschlandtournee des Künstlers. Als letzte Singleauskopplung brachte der Star im März 2012 den Track ‚Wunder‘ heraus. Wenige Monate später folgte die Kollaboration ‚Wie wir waren‘ mit der Band Unheilig, mit der Bourani auch zusammen auf Tour ging.

Andreas Bourani: Der Sänger wird zum WM-Star

Am 25. April 2014 brachte Andreas Bourani die Single ‚Auf uns‘ heraus, die ihn schlagartig in den Pophimmel katapultierte. Der Track war die Singleauskopplung seines zweiten Studioalbums ‚Hey‘, das am 9. Mai 2014 folgte. Gleich in der ersten Woche eroberte ‚Auf uns‘ Platz eins der Singlecharts. Der Song, den Bourani selbst als „Ode an Gemeinschaft, Zusammenhalt und Optimismus“ beschrieb, wurde zur offiziellen WM-Hymne und einer der erfolgreichsten Tracks des Jahres 2014. Die ARD verwendete ‚Auf uns‘ für ihre tägliche Berichterstattung und nachdem die deutsche Nationalmannschaft den WM-Titel gewann, trat der Sänger beim Empfang der Spieler auf der Berliner Fanmeile live mit dem Hit auf. Dabei durfte er die WM-Helden an der Seite von Helene Fischer, die ihren Schlager ‚Atemlos durch die Nacht‘ zum Besten gab, zurück in Deutschland begrüßen. Außerdem untermalte der Song den Kampagnenfilm für das 50-jährige Jubiläum von Aktion Mensch.

Auch Bouranis Album ‚Hey‘ wurde dementsprechend gepusht. Die Platte kletterte bis auf Platz drei der Albumcharts und wurde in Deutschland über 700.000 Mal verkauft, wofür sie im Juni 2018 mit siebenfachen Gold ausgezeichnet wurde. Als zweite Single erschien am 23. Oktober 2014 ‚Auf anderen Wegen‘, die Platz vier der Charts erreichte. Damit trat der Star im September zum zweiten Mal beim Bundesvision Song Contest an und belegte für Bayern den sechsten Platz. Im Juli 2015 veröffentlichte Bourani die dritte Single ‚Ultraleicht‘.

Einen weiteren großen Erfolg erzielte er im August 2015 mit der Single ‚Astronaut‘, die eine Kollaboration mit dem Rapper Sido darstellte und auf dessen Album ‚VI‘ erschien. Damit sicherte sich Bourani seinen zweiten Nummer 1-Hit in Deutschland. Im Herbst des gleichen Jahres veröffentlichte er eine Live-Version seines Erfolgsalbums ‚Hey‘. Von September 2014 bis Februar 2016 ging der Sänger auf ‚Hey‘-Tour und spielte insgesamt 56 Mal in Deutschland, der Schweiz, Italien, Luxemburg und Österreich.

Auch mit Preisen wurde Bourani 2015 geradezu überhäuft. So gewann er einen Radio-ECHO und den Radio Regenbogen Award für ‚Auf uns‘. Außerdem wurde dem Künstler ein Bambi in der Rubrik ‚Musik national‘ verliehen. Die Single ‚Astronaut‘ wurde zudem mit dem Radiopreis 1 Live Krone ausgezeichnet. Einen weiteren Echo sahnte er im Jahr darauf in der Kategorie ‚Künstler national Rock/Pop‘ ab.

Andreas Bourani: ‚The Voice of Germany’ und ‘Sing meinen Song’

Nachdem er einst selbst sein Glück bei einer Castingshow versucht hatte, suchte Andreas Bourani als Coach und Juror in der Sendung ‚The Voice of Germany‘ ab 2015 nach musikalischen Talenten. In seinem ersten Jahr setzte sich der Schützling von Michi Beck und Smudo vor Bouranis Kandidaten durch. 2016 konnte jedoch sein Bewerber Tay Schmedtmann das Rennen für sich entscheiden, womit Bourani als Gewinner im Wettstreit mit den Fantastischen Vier, Samu Haber und Yvonne Catterfeld hervorging. Nach der sechsten Staffel saß Mark Forster statt Andreas Bourani im Jurystuhl.

Auch die VOX-Show ‚Sing meinen Song – Das Tauschkonzert‘ mischte der Künstler 2015 auf. In der Sendung singen die teilnehmenden Musiker abwechselnd Songs voneinander. In der zweiten Staffel traf Bourani unter anderem auf Christina Stürmer, Hartmut Engler (Pur) und Yvonne Catterfeld. Nachdem letztere seinen Track ‚Hey‘ in der Show gesungen hatte, stieg das Lied aufgrund hoher Downloadzahlen bereits ein halbes Jahr vor der offiziellen Veröffentlichung als Single in die Charts ein. Catterfelds Coverversion erreichte sogar Platz 17 der Charts. Am Ende der Staffel folgte ein Duett der beiden Sänger, bei dem sie ‚Hey‘ zusammen performten. Im Dezember 2015 war Bourani in der Weihnachtssendung von ‚Sing meinen Song‘ zu sehen.

Ab 2017 ließ es der Star karrieretechnisch ein wenig langsamer angehen und reiste unter anderem nach Amerika und Asien. 2019 widmete er sich wieder dem Schreiben neuer Musik und deutete an, dass es bald neue Songs von ihm geben würde.

Andreas Bourani: Fun Facts zum Sänger

Neben der Musik ist Andreas Bourani auch als Synchronsprecher und Schauspieler tätig. 2014 machte er seinen ersten Ausflug in das Reich der Animationsfilme und sprach die Rolle des Fred im Disney-Streifen ‚Baymax – Riesiges Robowabohu‘. Als nächstes Projekt folgte im Jahr darauf ‚Hotel Transsilvanien 2‘, 2016 sprach der Sänger die Rolle von Maui im Erfolgsfilm ‚Vaiana – Das Paradies hat einen Haken‘ ein, die im Original von Dwayne Johnson übernommen wurde. Außerdem sang er das Lied ‚Voll gerne‘ (Original: ‚You’re welcome‘) ein.

In der deutschen Comedyserie ‚jerks‘ war Bourani 2018 und 2019 neben Christian Ulmen und Fahri Yardim in den Folgen ‚Seitensprung‘ und ‚Rausch‘ zu sehen und spielte sich selbst.

Als Kind wurde der Musiker katholisch erzogen und war Ministrant. Mittlerweile ist Bourani aus der Kirche ausgetreten und bekennt sich als Anhänger der buddhistischen Lehre, auch wenn er religiöse Institutionen ablehnt. So widmet er sich beispielsweise gerne Meditationen und startet damit in den Tag.

Andreas Bourani: Sein geheimes Liebesleben

Bezüglich seines Liebeslebens hält sich Andreas Bourani äußerst bedeckt. Es ist unklar, ob er derzeit in einer Beziehung ist oder nicht, da der Augsburger diesen Teil seines Lebens lieber privat halten will und den Fokus ausschließlich auf seiner Musik halten will. Zu öffentlichen Anlässen erscheint er so nie in weiblicher Begleitung. Baby-Gerüchte räumte der Sänger im Februar 2020 entschieden aus der Welt.

In der Vergangenheit wurde ihm unter anderem eine Beziehung mit dem deutschen Supermodel Toni Garrn nachgesagt. 2017 wurden die beiden Stars auffallend oft zusammen gesichtet und besuchten unter anderem ein Basketballspiel zusammen. Öffentlich dementierte Garrn die Beziehung jedoch und erklärte, die zwei seien einfach gute Freunde. Inzwischen ist die Laufsteg-Schönheit mit dem US-Schauspieler Alex Pettyfer verheiratet. Auch mit Sängerin Elif wurde Bourani in Verbindung gebracht.

Eine Hochzeit schließt der Musiker indes für sich aus. Für ihn habe die Institution der Ehe an Bedeutung verloren. Bei einer Frau achte er vor allem auf die Ausstrahlung, das Äußere ist für den Star nebensächlich.

Auch interessant

Kommentare