Grünwald

Abschied von Max Greger - Großer Musiker und großer Familienmensch

Der Musikers Max Greger wird am Freitag auf den Waldfriedhof in Grünwald beigesetzt. Am 15. August war er im Alter von 89 Jahren gestorben.
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Der Musikers Max Greger wird am Freitag auf den Waldfriedhof in Grünwald beigesetzt. Am 15. August war er im Alter von 89 Jahren gestorben.
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Der Musikers Max Greger wird am Freitag auf den Waldfriedhof in Grünwald beigesetzt. Am 15. August war er im Alter von 89 Jahren gestorben.

München - Familie, Freunde und Fans haben der Musiklegende Max Greger das letzte Geleit gegeben. Sein Weggefährte Hugo Strasser spielt ihm "Yesterday" als Solo auf der Klarinette.

Als Hugo Strasser gegen 11 Uhr vormittags sein Instrument hebt und Yesterday von Paul McCartney anstimmt, ist es totenstill in der Aussegnungshalle im Waldfriedhof Grünwald. Strasser spielt das Stück solo, ohne Begleitung vom Band. Ganz behutsam, selbstverständlich, versunken. Und am Schluss? Kein Ritardando, kein aufgeblähtes Leiserwerden, kein Kitsch. Sondern ganz nüchtern, klar, natürlich. Und genau das bringt wohl am schönsten auf den Punkt, trotz aller Worte, wie dieser vielgeliebte Max Greger († 89) war: bei allem Erfolg, bei allem Ruhm ein ganz natürlicher Mann, der Sonne und Freude in die Herzen der Menschen brachte. Wie gut passt es da, dass kurz vor halb elf, kurz vor Beginn der Feier, die Sonne die Wolken verdrängte und auf die rund 200 Trauergäste vor der Halle schien.

Sie erwiesen einem „der großen Musiklegenden unserer Zeit“, wie Pfarrer Mahr es in seiner Ansprache formulierte, ihre Reverenz. Und ihre Dankbarkeit. Überhaupt war das zu spüren: Bei aller Trauer über den Verlust war da auch viel Liebe, Licht und Hoffnung im Saal und davor. Und das betont auch Max Gregers Enkel Maximilian immer wieder. Er erinnert sich, wie er schon als Kind mit seinem Opa durch die Stadt ging und dieser viele Hände schüttelte. „Da wusste ich schon: Mein Opa ist anscheinend wichtig.“ Maximilian spricht von dem Star und ausgesprochenen Familienmenschen in einem, der nach einer Tournee nicht zum Golfen ging oder sich in einen Sportwagen setzte, sondern am liebsten mit seiner Familie zusammensaß. „Er war sein Leben lang ein herzlicher, bodenständiger Giasinger.“ Jetzt macht er im Himmel mit all den Stars, die er kennenlernte, mit denen er musizierte, im Himmel den richtigen swingenden Sound – mit der Fitzgerald, mit Ellington, mit Count Basie …

Diese Herzlichkeit und Natürlichkeit verdeutlicht der Enkel, der gefasst im Leid und tapfer seine schöne Rede hält, anhand eines Beispiels: Dem Musiklehrer an der Maximilians-Schule bot der Opa einmal an, die Schulcombo zu dirigieren. Maximilian erinnerte ihn eines Tages dran, und der große Max Greger kam tatsächlich, leitete die Schulband und griff auch zu seinem Sax. „Später sagte er mir: Ich bin seit 20 Jahren vor einem Auftritt nicht mehr nervös gewesen, aber heute war ich’s.“

Musik war sein Leben, und sein Leben war Musik. Das sagte die Swing-Legende über sich, und so war das letzte Geleit des großen Musikers auch von Musik durchzogen. Ganz in seinem Sinne. Neben Yesterday erklingen vom Band Unforgettable mit Nat King Cole, Stardust mit Max und Max Greger jun., What A Wonderful World und zum Schluss Es ist nur die Liebe, mit dem Max Greger sich verabschiedet. Behutsam, bedeutend, betörend. Mach’s gut, Max!

Carolin Reiber: Er war ein toller Mensch und Nachbar

Carolin Reiber kam zusammen mit dem Wirte-Paar Günter und Margot Steinberg zum Friedhof. In der tz erinnert sich Carolin Reiber an Max Greger: „Drei Tage vor seinem letzten Konzert traf ich ihn beim Friseur, ich hatte eine große Fotografie von uns beiden dabei aus einer früheren ZDF-Sendung. Ich sagte zu ihm: ,Gell, wir haben uns gut gehalten?‘ - Und Max erwiderte: ,Und das wird auch so bleiben.‘ Ich erinnere mich an etliche Faschingsbälle, auf denen ich den Max hören durfte. Er war ein wunderbarer Mensch und toller Nachbar. Und er hat eine Familie, die sich in ihrem Leid gegenseitig tragen kann.“

Süßmeier: Er brachte viel Sonne

Die Wiesn-Legende Richard Süßmeier (der am heutigen Samstag 85 wird) erinnert sich mit den schönsten Gefühlen an seinen Spezl Max: „Es ist ein schwerer Verlust, und das sage ich nicht nur so dahin. Mit Max Greger verlieren wir einen Menschen, der allen nur Freude gebracht hat. Der immer gut aufgelegt war und seinen Mitmenschen so viel Sonne geschenkt hat - egal, ob auf der Bühne oder im Privatleben. Und: Max Greger hatte immer einen Scherz auf seinen Lippen.“ Sein Saxofonspiel hat Süßmeier sehr verehrt. „Ich hatte immer das Gefühl, wenn ich ihn hören durfte: Der Max ist offensichtlich mit dem -Saxofon auf die Welt gekommen.“

Hugo Strasser: „Yesterday“ zu Ehren des Freundes

Hugo Strasser, langjähriger Weggefährte und Freund, war mit seiner Lebensgefährtin Eva Pantelli einer der ersten auf der Beerdigung: Eine Stunde vor der Trauerfeier (10.30 Uhr war Beginn) kam er auf den Waldfriedhof. Der tz sagt er: „Ich empfinde gleichermaßen Trauer und Dankbarkeit für Max. 1949 hat er sein -Sextett gegründet, und ich war mit dabei. Nach Jahrzehnten getrennter Wege, ohne uns aus den Augen zu verlieren, haben wir jetzt nochmals rund 15 Jahre -zusammen gespielt. Max war zielgerichtet und dominant, aber wir hatten einen großen gegenseitigen Leistungsrespekt. Ich spiele Yesterday, weil uns die Beatles immer fasziniert haben.“

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