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Til Schweiger äußert schlimme Vermutung zu Baldwin-Unfall: Waffe war „absichtlich“ geladen

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Von: Anna Lehmer

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Der deutsche Schauspieler Til Schweiger kritisiert den tragischen Unfall am „Rust“-Filmset scharf. Er habe tiefes Mitgefühl mit Alec Baldwin, dennoch hätte eine scharfe Munition dort nichts zu suchen gehabt.

Los Angeles - Til Schweiger (57) weiß, wovon er spricht, wenn er über Waffen, Munition und Co. erzählt. Als „Tatort“-Kommissar Tschiller feuerte er schon mehrere Requisitenwaffen ab, 2009 erzielte er im international gefeierten Blockbuster „Inglourious Basters“ große Schauspielerfolge. Der Action-Darsteller äußerte sich jetzt in einem Interview mit der Bild am Sonntag zu dem schrecklichen Ereignis um und mit Alec Baldwin, der mit einer unwissentlich scharfen Pistole eine Kamerafrau tötete und den Regisseur von „Rust“ schwer verletzte.

Tödlicher Vorfall am „Rust“-Filmset: Alec Baldwin erschießt Kamerafrau

Der Unfall ereignete sich am Donnerstag (21. Oktober 2021) im US-Bundesstaat New Mexico. Beim Dreh des Western „Rust“ fielen tödliche Schüsse, die die Kamerafrau Halyna Hutchins trafen. Auch Regisseur Joel Souza (48), der hinter ihr stand, wurde verwundet. Die Kugel, die vom Schauspieler Alec Baldwin abgefeuert wurde, traf die 42-Jährige in die Brust, trat am Rücken aus und verletzte anschließend den Regisseur. Nach 30 Minuten kam der Rettungshubschrauber, doch für die Filmmitarbeiterin kam jede Hilfe zu spät. Sie verstarb auf dem Transport nach Albuquerque. Souza konnte mittlerweile das Krankenhaus wieder verlassen. Er zeigte sich über den Vorfall geschockt. Nun wurde ein Mitschnitt des Notrufs veröffentlicht.

Til Schweiger: Tiefes Mitgefühl mit Schauspieler Alec Baldwin

Til Schweiger empfindet tiefes Mitgefühl mit Alec Baldwin. „Was der jetzt für eine Bürde mit sich trägt“, sei für ihn kaum vorstellbar. Dennoch übt er Kritik, denn er habe sich gedacht, „dass scharfe Munition an einem Filmset überhaupt nichts verloren hat“. An einem Filmset ist es gang und gäbe, dass Filmwaffen Waffen sind, die früher für scharfe Munition genutzt wurden und dann umgebaut werden. Dass ausgerechnet in Amerika, dem Land der Waffen, so ein Unfall passierte, verwundert Til Schweiger. Dort seien die Waffenmeister „extrem penibel“. Alec Baldwin (63) konnte von der Munition nichts wissen, denn ein Regieassistent hätte ihm die Waffe und die Versicherung gegeben, dass sie nicht scharf sei, berichteten US-Medien. Nun wird ermittelt, wer für die Waffensicherung verantwortlich gewesen ist.

Alec Baldwin brach Waffen-Regeln: „Man darf nie den Finger am Abzug haben“

Trotz des Unwissens der Beteiligten zeigt Til Schweiger wenig Verständnis für den Vorfall, da „es immer die höchsten Sicherheitsvorkehrungen“ gebe. Bei einem Filmdreh gelten gewisse Regeln beim Umgang mit Waffen. Niemals dürften diese auf Menschen gerichtet werden, sondern immer an ihnen vorbei. „Man darf nie den Finger am Abzug haben“ und man spiele nicht mit der Waffe, „außer wenn man die Szene dreht“. Alec Baldwin tat jedoch genau das: Nachdem eine Szene nicht die Erwartungen des Regisseurs erfüllt hatte, habe eine Wiederholung stattfinden sollen. Baldwin richtete dann die Waffe auf Souza und Hutchins. Das sei ein Scherz gewesen, berichteten Augenzeugen. „Nun werde ich auf euch schießen“, so Baldwin und drückte ab.

Til Schweiger: Vermutung, jemand habe „absichtlich da Patronen reingemacht“

Es werden etliche Vermutungen aufgestellt, wie es zum Tod der Kamerafrau kommen konnte. Auch Til Schweiger stellt eine These auf: „Wenn [Alec Baldwin] zwei Leute verwundet hat, und eine Person davon tödlich, dann liegt die Vermutung nahe, dass vielleicht jemand absichtlich da Patronen reingemacht hat.“ Andere sehen die Schuld in der unerfahrenen Waffenmeisterin, die erst seit wenigen Wochen in der Branche tätig war und nun für „Rust“ die Waffen präparieren sollte. Alec Baldwin beteuert seine Unschuld und zieht erste Konsequenzen aus dem Vorfall. (ale)

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