„Habe auf nichts gänzlich verzichtet“

Starkoch Alfons Schuhbeck (71) hat 25 Kilo abgenommen - er verrät sein Diät-Geheimnis

Wer dieser Tage in den Südtiroler Stuben am Platzl Osterschmankerl to go abholt oder auf der Mattscheibe bei der ZDF-Küchenschlacht auf Star-Koch Alfons Schuhbeck (71) trifft, reibt sich die Augen:

Waren die Lockdowns so hart und kräftezehrend, dass aus dem Mann wie eine Eiche ein Birkenstangerl geworden ist? Hat ihn die Fastenzeit so hergenommen, dass er im Vergleich zu Johann Lafer fast schon ein Grischperl ist?

München: Starkoch Schuhbeck scherzt - „da muss man halt a bisserl was tun“

Direkt-Anruf bei Alfons Schuhbeck! „I wirk ja nur so schlank, weil der Lafer so ein Brocken ist“, scherzt der Leibkoch des FC Bayern. „Ich bin in der Jugend des Alters – da muss man halt a bisserl was tun“, setzt er halbernst nach. Das heißt konkret: 25 Kilo im gesunden Zeitraum von eineinviertel Jahren sind runter. „Ich bin jetzt bei 96 und geh noch auf 95 – des is dann Sach’ gnua. Dann schaug i allerweil noch männlich aus und es is no allerweil ois da“, lacht er in sein iPhone, sich des Interpretationsspielraums durchaus bewusst.

Es sind jetzt 25 Kilo weniger Alfons Schuhbeck, doch er ist so unterhaltsam wie eh und je.

Und was ist jetzt dem Schuhbeck sein Diätgeheimnis? „Also – ich habe auf nichts gänzlich verzichtet, und es sollte alles mit Genuss gehen“, leitet er sein Programm ein. „Ich hab’ das weiße Mehl um 80 Prozent reduziert – also weniger Brot und Nudeln – dafür den Gemüseanteil nach oben gefahren. Trotzdem habe ich bei einem schönen Anlass noch einen Wein und ein Bier getrunken. Weil Dauer-Verzicht ist nicht nachhaltig und macht koa Freud.“

Schuhbeck hat sich während seiner Diät nur das Beste gegönnt

Daneben macht Schuhbeck immer noch Kraftsport und radelt auf dem Ergometer, was nicht unbedingt seine Lieblingsdisziplin ist. Um die Diät so schmackhaft wie möglich zu gestalten, hat sich der Alfons nur das Beste gegönnt – aus seinem Rezeptfundus fürs Schlankwerden, wie beispielsweise lauwarmer Lachs auf Gurken-Ingwer-Salat.

Angesichts der Corona-Krise plädierte der Alfons schon vor Monaten auch für eine geistige Diät. „Rennt nicht herum wie die Wahnsinnigen und redet einen rechten Schmarrn, sondern ordnet eure Gedanken, speckt ab, was ihr nicht wirklich braucht, was nicht wirklich Sinn macht“, schrieb er. „Corona lehrt uns, sich auf das Wichtigste zu konzentrieren, und das Wichtigste, das bist nicht immer du allein. Wir sind alle zusammen in dieser Situation, und je ruhiger und vernünftiger wir uns verhalten, desto schneller finden wir alle zusammen zurück in die Normalität.“ Freilich, die Normalität ist immer noch nicht da, und auch Schuhbeck hat daran zu knabbern.

Am Platzl kann er seine Kochkunst nur nach Vorbestellung für zu Hause anbieten, gern erfüllt er dabei auch individuelle Wünsche. „Für mich hat halt Kochen eine meditative, fast mystische Kraft.“

Und die funktioniert auch mit weniger Mehl und mehr Gemüse!

Rubriklistenbild: © Heinz Weißfuß

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