Im Podcast über toxische Beziehungen

Gewalt in Ex-Beziehung: Amira Pocher geht mit trauriger Geschichte an die Öffentlichkeit - „Was ein Psychopath“

In ihrer neuesten Podcast-Folge „Hey Amira“ spricht Amira Pocher über toxische Beziehungen. Dabei berichtet sie auch von persönlichen Erfahrungen.

Triggerwarnung: Gewalt in Beziehungen

Köln - Laut den Zahlen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Jahr 2019 wird etwa jede vierte Frau mindestens einmal Opfer von körperlicher oder sexueller Gewalt durch ihren aktuellen oder früheren Partner. Ein klares Anzeichen für eine sogenannte toxische Beziehung. Ein Thema, das auch der Frau von Comedian Oliver Pocher, Amira Pocher am Herzen liegt und sie daher in ihrer neuesten Podcast-Folge „Hey Amira“ mit dem Titel „Wie erkenne ich toxische Beziehungen?“ auf AudioNow bespricht.

Amira Pocher spricht im Podcast über Ex-„Beziehung voller Gewalt“

In der sechsten Folge ihres Podcasts zieht sie die Psychologin Nesibe Özdemir als Gesprächspartnerin hinzu. Dabei werden persönliche Fragen von Hörer:innen, die per Sprachnachricht eingeschickt werden können, besprochen. Aber auch Amira selbst eröffnet während des Podcast-Talks, bereits Erfahrungen mit dem Thema gemacht zu haben.

So erzählt die 28-Jährige: „Ich habe auch schon eine Beziehung hinter mir, die voller Gewalt war.“ Die Person einfach so zu verlassen, sei ihr damals schwergefallen: „Ich war echt mal in einer toxischen Beziehung. Ich weiß ganz genau, wie man sich da fühlt. Man sieht eigentlich nur das Gute.“ „In diesen krassen Situationen, in denen du wirklich denkst, also jetzt objektiv rückwirkend betrachtet, ‚Oh mein Gott, was ein Psychopath eigentlich, wenn man eine Frau so behandelt‘. Das ist mit nichts zu entschuldigen. Aber kurz danach, wenn der dann auch geweint hat, sich tausendmal entschuldigt hat und dann habe ich mir gedacht ja, komm, der liebt Tiere, der würde jedem helfen, der ist großzügig, der ist lieb, der hat ein großes Herz, der hat tolle Eltern. Man sieht in dem Moment immer nur das und will sich das irgendwo schönreden.“

Amira Pocher: Sie erkannte, dass sie etwas Besseres verdient hatte

Amira Pocher erklärt weiter aber auch, dass sie gut aus der Situation herausgekommen sei: „Man nimmt das schon mit. Aber ich bin meiner Meinung nach eine sehr starke Person, dass ich jetzt nicht darunter leide oder irgendwelche Angstattacken habe. Ich habe jetzt auch keine Angst in gewissen Streitsituationen, dass mir mein Partner eine runterhaut oder so. Das zum Glück nicht. Ich weiß nicht, warum das bei mir keinen Schaden angerichtet hat, vielleicht bin ich da einfach bisschen...“ Hier gibt Psychologin Nesibe Özdemir eine Antwort: „Wahrscheinlich, weil du erkannt hast, dass du das nicht verdient hast. Das macht einen Riesen-Unterschied.“

Amira Pocher: „Wir waren über zwei Jahre zusammen“ - heute würde sie ihren Ex umarmen

Doch wie steht die erfolgreiche Österreicherin heute zu ihrem Ex und den Erlebnissen? „Ich bin dieser Person gar nicht böse“, so Pocher. Und weiter: „Ich würde den auch ganz normal in den Arm nehmen, wenn ich den sehen würde. Wir waren echt eine Art beste Freunde auch. Wir waren über zwei Jahre zusammen. Und ich sehe halt heute noch sein gutes Herz. Dass er wirklich selber auch ein Problem hatte, das steht fest. Wenn man sich einfach nicht unter Korntrolle hat, dann hat man ein Problem mit sich selber und das muss einem auch wirklich klar sein, wenn man in so einer Beziehung ist. Es ist nicht dein Fehler, sondern die Person braucht Hilfe.“

Zuletzt sprach Amira Pocher in ihrem Podcast über Dating und eröffnete, wie sie Olli auf Tinder kennengelernt hat.

Wenn Sie von häuslicher Gewalt betroffen sind, finden Sie deutschlandweit und rund um die Uhr unter der kostenlosen anonymen Nummer des „Hilfetelefons Gewalt gegen Frauen“ Hilfe: 08000/116 016 .

Rubriklistenbild: © Christoph Hardt/IMAGO

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