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Aus Protest: Rammstein-Frontmann Till Lindemann sagt Russland-Konzerte ersatzlos ab

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Von: Jonas Erbas

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Weil Wladimir Putin die Ukraine in einen unerbittlichen Krieg stürzte, erteilt Till Lindemann dem russischen Publikum nun eine Abfuhr: Der Rammstein-Frontmann sagte seine Konzerte in Moskau und Nowosibirsk jetzt ersatzlos ab. Die Show in Kiew steht dahingegen weiterhin auf dem Tour-Programm.

Berlin - In Russland hatte Till Lindemann (59; hier alle News zum Rammstein-Sänger im Überblick) sich bis jetzt eigentlich immer wohlgefühlt, hielt sich im vergangenen Jahr recht häufig in den Metropolen Moskau und St. Petersburg auf, wo er so etwas wie eine zweite Heimat gefunden hatte. Doch der russische Überfall auf die Ukraine hat auch beim Rammstein-Frontmann einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen. Der zog nun Konsequenzen und strich seine beiden Russland-Konzerte ersatzlos aus vom Tourplan, wie tz.de berichtet.

Till LindemannSänger, Dichter, Schauspieler
Geboren4. Januar 1963 in Leipzig
BandsRammstein, Lindemann
KinderZwei Töchter

Till Lindemann und Rammstein in Russland verehrt – doch Ukraine-Krieg könnte das ändern

Sowohl Till Lindemann (Karriere und Privatleben des Ausnahme-Sängers) als auch seine Industrial-Metal-Band Rammstein genießen in Russland seit Jahren Kultstatus. Im April 2021 veröffentlichte der 59-jährige Musiker sogar einen Song auf Russisch, der dem Zweiter-Weltkriegs-Film „Devyatayev“ (Originaltitel: Девятаев) als Soundtrack diente.

Dass weniger als ein Jahr später Russland selbst einen kriegerischen Konflikt auf dem europäischen Festland entfesseln würde, ahnte da noch niemand. Entsprechend groß war der Schock – und wohl auch Till Lindemanns Bestürzung.

Instagram-Story von Till Lindemann
Auf Instagram gab Till Lindemann bekannt, seine Russland-Konzerte ersatzlos zu streichen. Dazu postete er ein Bild, auf welchem er in der ukrainischen Hauptstadt Kiew posierte © Screenshot/Instagram/Till Lindemann

Rammstein-Frontmann Till Lindemann streicht russische Shows – und bekundetet Ukraine-Solidarität

Der Rammstein-Frontmann kündigte via Instagram an, seine beiden russischen „Ich hasse Kinder“-Tourtermine ersatzlos zu streichen. Am 5. Dezember wäre Till Lindemann mit seinem Solo-Programm eigentlich in Nowosibirsk und am 11. Dezember in Moskau aufgetreten. Daraus wird nun nichts.

Zudem postete der gebürtige Leipziger ein (älteres) Foto, auf welchem er in der ukrainischen Hauptstadt Kiew posiert – ein dezentes, aber doch gleichermaßen recht eindeutiges Statement gegen den Krieg in der Ukraine.

Kiew-Konzert von Till Lindemann nicht abgesagt – will der Rammstein-Sänger ein Zeichen setzen?

Besonders interessant: Till Lindemanns Kiew-Konzert, das für den 16. November angesetzt ist, verbleibt derzeit weiterhin in seinem Tour-Programm. Ob es sich dabei um eine symbolische Solidaritätsbekundung oder die Hoffnung auf schnellen Frieden handelt, weiß nur der Rammstein-Sänger selber.

Fakt ist: Der 59-Jährige war sich noch nie zu schade dafür, seine Meinung auch offen kundzutun und für diese einzustehen. Auch Rammstein wahren diese Haltung, protestierten dabei 2019 etwa bei einem Konzert in Moskau gegen Homophobie, als sich die beiden Gitarristen Richard Kruspe (54) und Paul Landers (57) auf den Mund küssten.

Ukraine-Krieg: Green Day sagt Konzert in Moskau ab

Derzeit sagen etliche Künstler ihre Konzerte in Russland ab. Auch die US-amerikanische Punk-Rock-Band Green Day strich ihre für den 29. Mai angekündigte Show – aus Protest!

Verwendete Quellen: instagram.com/till_lindemann_official, bild.de

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