„Das war‘s dann wohl“

Mallorca macht den „Ballermann“ dicht - Mickie Krause geschockt von Maßnahme

Die balearische Regierung führt drastische Maßnahmen als Reaktion auf exzessive Corona-Partys am Ballermann ein. Lokale in der Bier- und Schinkenstraße müssen dicht machen. Viele deutsche Stars reagieren empört.

Palma - Nachdem Touristen am Ballermann offenbar exzessive Partys unter jeglicher Missachtung der Coronavirus-Regelungen gefeiert hatten, macht die balearische Regierung jetzt kurzen Prozess.

Ballermann (Mallorca): Party-Lokale in Schinkenstraße und Bierstraße müssen wegen Corona schließen

Sogenannte „Sauftouristen“ seien auf der Insel unerwünscht, das sagte der balearische Tourismusminister Iago Negueruela als Reaktion auf die eskalativen Corona-Partys, die vergangene Woche offenbar am Ballermann stattfanden. Dabei trugen viele Partygänger weder Mundschutzmasken, noch hielten sie sich an die Corona-Sicherheitsabstände, tz.de berichtete.

Die Folge: Alle Lokale am Ballermann müssen zwangsweise für zwei Monate schließen. Diese Entscheidung traf die balearische Regierung am Mittwoch, 15. Juni 2020. Bei vielen Ballermann-Stars trifft diese Maßnahme nun auf jede Menge Unmut, viele äußerten sich bereits empört dazu.

Ballermann (Mallorca): Zwangsschließung von Lokalen - so reagiert Mickie Krause

„Das war‘s dann wohl!“, schrieb Ballermann-Legende Mickie Krause am Mittwoch auf seinem Facebook-Kanal als Reaktion auf die angekündigten Zwangsschließungen in der Bier- und Schinkenstraße. In einem Interview mit RTL machte der 50-jährige Schlager-Star seinem Ärger Luft. „Hier wird aus einer Mücke ein Elefant gemacht!“, regt er sich auf. 

Mickie Krause findet die Zwangsschließungen der Partylokale am Ballermann für überzogen. Die Corona-Partys würden viel schlimmer dargestellt werden, als sie eigentlich stattgefunden hätten. "Sicherlich wurde in der Bierstraße gefeiert. Aber nicht so exzessiv, wie es jetzt leider in den Medien dargestellt wird. Es waren vielleicht 100 Menschen in der Bierstraße, die gefeiert haben - also nicht über die Stränge hinaus."

Der Mallorca-Star sorgt sich außerdem um das Fortbestehen des Ballermanns und spricht von einem „Sterben“ der beliebten Partymeile. „Und ich hab immer den Eindruck, dass der Tourismus hier gar nicht mehr erwünscht ist“.

Coronavirus-Schließungen am Ballermann: Lorenz Büffel und Isi Glück äußern sich ebenfalls

Auch andere Ballermann-Stars zeigen sich nicht gerade begeistert. Der Mega-Park-Star Lorenz Büffel - der offenbar bald auch ins Promi Big Brother-Haus einziehen wird - hatte Anfang Juli sogar bereits einen offenen Brief an die balearische Regierung geschrieben, als bekannt wurde, dass der Mega-Park in diesem Jahr nicht mehr öffnet - darüber berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland

Auf Facebook veröffentlichte Lorenz Büffel dann eine traurig-verzerrte Version seines Party-Songs „Johnny Däpp“ - dazu ein weinender Emoji und der Hashtag „ichwillmallezurück2021“. Doch nun hat Lorenz Büffel andere Wege gefunden, mit der Schließung umzugehen - neue Karrierepläne? Ärger hat dagegen ein anderer Ballermann-Star mit dem ZDF. Wegen einer möglichen Corona-Ansteckung könnte er aus dem Fernsehgarten ausgeladen werden.

Sängerin Isi Glück wünscht sich Feiern in gemäßigtem Rahmen. Sie traue vielen Touristen ein Pflicht- und Verantwortungsbewusstsein zu, die gesamte Situation sei neu für alle. Ihre Forderung: „Gebt den großen Clubs eine Möglichkeit zu öffnen, wo das Feiern zu kontrollieren ist“. (lml)

Auf Mallorca kam es kürzlich zu einem tragischen Unglück: Ein deutscher Urlauber ist am Strand spazieren gegangen und plötzlich umgefallen. Er war sofort tot.

Rubriklistenbild: © dpa / Clara Margais

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