Bastille: "Verknallt in Rihanna"

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Im April wird die Band "Bastille" rund um Sänger Dan Smith in München auftreten.

München - Die vielversprechende Band "Bastille" aus Südengland startet bald ihre Tournee. Mit der tz sprachen die Jungs über Geldsorgen, die Suche nach einem Bandnamen und ihre Zukunftspläne.

Für all jene, die sich bei dem Wort “Bastille” jetzt in Frankreich wähnen, denen sei gesagt: "Bastille" ist eine Band aus Süd-London, also England. Sänger und Songschreiber Dan Smith gründete die heute vierköpfige Band im Jahr 2010. Zusammen mit seinen Mitstreitern Chris 'Woody' Wood, Will Farquarson und Kyle Simmons tourt er seither durch die Länder und kommt mit ihrem Album „Bad Blood“ am 22. April auch nach München.

Hey Jungs, wie gehts euch?

Bastille: Bei uns läuft alles super. Vielen Dank. Und bei dir?

Im Vergleich habe ich ein recht entspanntes Leben. Für euch ist es ja eine sehr ereignisreiche Zeit. Wie war denn so das Jahr 2012 bis heute?

Bastille: Es war definitiv Spaß! Wir sind viel getourt und hatten auch eine Menge Festivalauftritte. Außerdem haben wir ein neues Album und zwei Mix-Tapes produziert. Viel Arbeit, aber auch viel Spaß!

Da gibt es doch sicher auch noch eine chaotische Story?

Bastille: Klar gibt es die. Als wir zum ersten Mal tourten, hatten wir überhaupt kein Geld. Wir mussten uns das Auto der Mutter eines Freundes leihen, um durch England fahren zu können. Leider hatten wir dann auf dem Weg nach Manchester auch prompt mal eine Panne, die wir nicht selbst reparieren konnten. Also blieb uns nichts anderes übrig als bei Regen am Straßenrand zu sitzen in der Hoffnung, dass jemand vorbeikommt und uns hilft… und verpassten unseren Gig.

Oje. Geschadet hat es euch aber nicht. Auch nicht die Tatsache, dass du, Dan, zuerst als Solokünstler gestartet bist, bevor ihr euch als Band formiert habt. Wie kam es denn zu dieser Bandhistorie?

Bastille: Ich habe immer schon Songs geschrieben und diese dann auch daheim aufgenommen. Trotzdem wollte ich immer, dass Bastille eine Band ist. Wir haben also immer unmittelbar nach meinen Aufnahmen geprobt. Als Band haben wir uns dann entwickelt, als wir anfingen live zu spielen.

"Ich hatte keinen Cent."

Erzählt doch mal, wie das damals genau war, als ihr eure ersten Schritte als Band gegangen seid.

Bastille: Wir haben Ende 2010 begonnen. Wir haben uns damals angewöhnt, nach der Arbeit in der Nacht zu proben. Bereits nach einigen Monaten hatten wir unsere ersten Gigs. Das war im April 2011. Zu der Zeit hatte ich einige Songs aufgenommen und für den Song “Flaws” ein Video mit Szenen aus dem Film “Badlands” produziert. Ich hatte keinen Cent, aber ich wollte etwas machen, das schön aussah, deshalb “lieh” ich mir kleine Teile des Films aus. Ich habe dann das Video ins Netz gestellt und wir konnten dann den Song bei einem Indie Label aus London veröffentlichen.

Am 27. Januar 2013 habt ihr zwei Mixtapes veröffentlicht: “Other People's Heartache Part 1” mit Coverversionen wie "Blue Jeans" von Lana del Rey oder "The Rhythm of The Night" von Corona und “Other People's Heartache Part 2” mit Coverversionen wie "Sweet Nothing" von Calvin Harris, "No Scrubs" von TLC und "Dreams" von Fleetwood Mac. Wie kam es dazu und was war die Idee dahinter?

Bastille: Die Mixtapes zu produzieren hat einen ungeheuren Spaß gemacht. Ich wollte diese Tapes unbedingt machen und sie waren eine großartige Möglichkeit für uns, mit verschiedenen Produktionsarten zu experimentieren. Ich wollte immer an Songs arbeiten, an die ich mich immer gern erinnern würde, und wollte zudem Musik und Zitate aus Filmen einbringen, die ich liebe.

Da gibt es aber sicher noch mehr, das du am Musik machen magst. Was ist das Beste daran?

Bastille: Ich liebe es, einen neuen Song zu schreiben und aufzunehmen. Ich mag es auch, wenn die Musik immer da ist, zum Bespiel dann, wenn ein Song erst halbfertig ist, du dich wieder mit dem Alltag beschäftigst, aber der Song immer noch in deinem Hinterkopf ist. Und nicht zuletzt liebe ich den Moment, wenn ein Song sich endlich zusammenfügt und fertig wird. Das ist wie ein letztes, zufriedenstellendes Puzzleteil, dass nun seinen Platz gefunden hat.

Viele Bands sehen Berührungspunkte zwischen ihrem Herkunftsort und ihrer Musik. Ihr seid aus Südengland. Hatte das auch einen Einfluss auf eure Musik?

Bastille: Ich denke nicht. Ich bin eher von unzähligen Filmen und Songs von überall her beeinflusst… Ich singe mit einem englischen Accent, das ist hoffentlich eine Art Stempel in unseren Songs, der zeigt, wo wir herkommen.

"Der Bandname ist nicht so wichtig."

Beschreibe mal Bastille in 5 Worten.

Bastille: The - noises – in - my - head.

Thema Fans. Was war das Coolste, was euch eure Fans einmal geschenkt haben?

Bastille: In England gibt es diese Süßigkeiten namens "Fruit Pastilles". Ein Fan hat uns mal eine Box mit "Fruit Bastilles" mitgebracht. Das war schon ziemlich cool.

Ich habe gelesen, dass Dans Geburtstag Pate für euren Bandnamen stand, der mit dem französischen Nationalfeiertag, dem Bastille Day, zusammenfällt. Zudem las ich, dass Dan sehr intensiv nach einem geeigneten Namen suchte. Warum ist es so hart, den richtigen Namen zu finden? Und was war euch an eurem Namen wichtig?

Bastille: Einen Bandnamen zu finden, ist eine dieser Entscheidungen, die zu dem jeweiligen Zeitpunkt enorm wichtig zu sein scheinen. Aber wenn man genau darüber nachdenkt, ist das nicht ganz so wichtig. Es gibt so viele Bands, über deren Name du niemals nachdenkst. Zum Beispiel “The Arctic Monkeys”. 

Eine Frage, die ich gern mal stelle, ist die nach Kollaborationswünschen. Wer würde denn da bei euch ganz oben auf der Liste stehen?

Bastille: Wir würden gern mal mit Rihanna machen arbeiten, weil Will in sie verknallt ist. (lacht). 

Gibt es sonst noch Künstler, die ihr aktuell gut findet?

Bastille: Klar! "To Kill a King" sind brilliant. Und wir mögen "AlunaGeorge" sehr. 

Welchen Song hättest du gern geschrieben?

Bastille: Ganz klar “Hope There's Someone” by Anythony & The Johnsons. Das ist ein wirklich schöner Song. 

Nach euren Mixtapes, habt ihr noch andere Pläne für andere Stile oder das Aufleben alter Songs aus den 80ern oder 90ern?

Bastille: Wir werden sehen… Es wäre schon großartig, wenn wir dieses Jahr noch ein weiteres Mixtape aufnehmen könnten, falls wir die Zeit finden.

Was könnten denn in 2013 Gründe dafür sein, dass ihr keine Zeit findet?

Bastille: Nach der Albumveröffentlichung touren wir erst einmal so viel wir können. Außerdem wäre es schön, wenn wir ein wenig reisen und zudem einen Haufen neuer Songs schreiben könnten.

Interview: Bente Matthes

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