Tagebuch-Beichte im Podcast

Barbara Schöneberger lässt tief blicken: „Jeden Mann aus meinem Umfeld auf Tauglichkeit überprüft“

Barbara Schöneberger in ihrem Podcast „Mit den Waffeln einer Frau“.
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Barbara Schöneberger spricht in ihrem Podcast über ihre Tagebuch-Einträge.

Barbara Schöneberger spricht in ihrem Podcast „Mit den Waffeln einer Frau“ mit Wigald Boning über ihre früheren Tagebuch-Einträge - beide schlagen die Seiten heute ungern wieder auf.

Berlin / München - Er schreibe Tagebuch, immer noch. „Eigentlich schon mein ganzes Leben lang“, erzählt Wigald Boning in Barbara Schönebergers Podcast „Mit den Waffeln einer Frau“. Im Zweier-Talk kommen die beiden darauf, dass sie jeweils Tagebuch schreiben - aber auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Eines haben sie aber gemeinsam: Was dort drinnen steht, ist ihnen unangenehm.

Wigald Boning fühlt sich „permanent auf dem falschen Dampfer“

Wigald Boning erzählt, er habe „drei Meter Tagebuch, halbwegs geordnet. Aber ich ordne das schon so ungern, weil ich so ungern aufschlage.“ „Warum?“, hakt Schöneberger nach. „Weil das alles peinlich ist, was da drinsteht“, antwortet Boning. Auch das, was er vor zwanzig Jahren geschrieben habe. Er gibt ein Beispiel: „Unlängst habe ich mir etwas durchgelesen, was ich vor zwanzig Jahren geschrieben habe, und zwar über die Reichstagsverhüllung. (...) Das lese ich mir heute durch und denke mir: ‚Wie? Ich war gegen die Reichstagsverhüllung? Was ist das denn für ein peinlicher Quatsch?‘“ Das führe bei ihm zu einem unguten Gefühl: „Diese Lese-Erlebnisse. Ich habe den Eindruck, wenn ich darin rumblättere, dass ich mein ganzes Leben permanent auf dem falschen Dampfer unterwegs bin. Jede einzelne Einschätzung liege ich falsch“, sorgt sich Boning.

Wigald Boning im Podcast von Barbara Schöneberger.

Schöneberger widerspricht direkt: „Nein, tust du nicht.“ Sie findet eher, das spreche dafür, dass er sich rasant weiterentwickle, weil er so bereit wäre, dazuzulernen. „Kann sein, ja“, findet Wigald Boning. Fügt aber hinzu: „Ich bin gerade völlig aus der Bahn geworfen gesprächstechnisch.“ Er beneide Schöneberger, weil sie ihre frühen Tagebücher noch habe. Er habe damals über eine halbe Seite lang über Schulnoten oder das TV-Programm geschrieben, das alles aber „auf dem Sperrmüll entsorgt“.

Schöneberger über Tagebücher: „Jeden Mann auf Tauglichkeit überprüft“

Barbara Schöneberger sieht das nicht ganz so und offenbart: „Ich habe zu meiner Familie gesagt: Sollte mir was passieren, es ist ganz egal, bevor ihr meine Organe entnehmt und die Beerdigung organisiert, möchte ich, dass ihr die Tagebücher verbrennt.“ Doch warum? Der Inhalt unterscheidet sich drastisch von dem, worüber Wigald Boning philosophiert: „Bei mir ist das schon sehr s*xlastig“, gesteht sie. „Es ging eher um den Wolfgang, hoho, hoho, und so... Also ich habe praktisch jeden Mann meines Umfelds auf Tauglichkeit überprüft. Teilweise nur gedanklich, teilweise aber auch faktisch - und das dann alles sehr genau niedergeschrieben. Und deswegen möchte ich auf keinen Fall, dass das alles irgendwie....“, so die Moderatorin. Dann fügt sie noch hinzu, bevor sie das Thema auf etwas anderes lenkt: „Ich war echt entsetzt über mich selber. Ich habe das so durchgelesen, die frühen Jahre, sage ich mal zwischen 18 und 25, meine Herren.“

Barbara Schöneberger ist seit 2009 mit ihrem Mann Maximilian von Schierstädt verheiratet. Gemeinsam haben sie einen Sohn und eine Tochter.

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