Die DSDS-Sängerin im Porträt

Beatrice Egli: Leben und Karriere des Schlagerstars

Die Schweizer Sängerin Beatrice Egli posiert am 21.03.2016 in Berlin.
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Beatrice Egli veröffentlichte von 2007 bis 2019 neun Alben mit wachsendem Erfolg.

Produzent Dieter Bohlen schrieb Beatrice Egli ihren größten Hit auf den Leib: Mit „Mein Herz“ gewann sie 2013 den Song-Wettbewerb „Deutschland sucht den Superstar“. Die Show wurde zur Karriere-Rakete für die Schlagersängerin.

  • Beatrice Egli wurde durch „Deutschland sucht den Superstar“ in Deutschland bekannt.
  • Erste Ambitionen zur Sängerin hatte sie schon als Kind.
  • Die Sängerin stammt aus dem Kanton Schwyz, wo sie bis heute lebt.

Pfäffikon SZ, Kanton Schwyz – Die zehnte Staffel der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) gewann eine Schweizerin: Beatrice Egli schafft es ins Finale und begeisterte mit ihrer Interpretation zweier Schlager-Klassiker: „Und morgen früh küss ich dich wach“ von Helene Fischer sowie „Ich liebe das Leben“ von Vicky Leandros. Das dritte Lied, „Mein Herz“, komponierte Dieter Bohlen, der anschließend als ihr Produzent tätig war. Beatrice Egli war zu diesem Zeitpunkt in der Schweiz keine Unbekannte mehr: Sie stand bereits 2007 mit Lys Assia auf der Bühne. Das Duo gewann im April 2007 den schweizerischen Vorentscheid des „Grand Prix der Volksmusik“.

Beatrice Egli: Erste Karriereschritte

Beatrice Margerite Egli wurde am 21. Juni 1988 in Lachen SZ (Schweiz) geboren. Mit 14 Jahren nahm sie erste Gesangsstunden und hatte Auftritte auf Volksfesten. Nach dem Schulabschluss absolvierte sie eine Ausbildung als Friseurin. Im Jahr 2011 schloss sie zusätzlich eine Schauspielausbildung an der Hamburger Schule für Schauspiel ab.

Eglis Karriere war zum Zeitpunkt ihrer Teilnahme an der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ bereits fortgeschritten. Im Jahr 2007 kooperierte sie mit der Schweizer Schlagerlegende Lys Assia. Diese war im Jahr 1956 die erste Gewinnerin des internationalen Schlagerwettbewerbs „Grand Prix Eurovision de la Chanson“. Seit 1992 ist er unter der Bezeichnung „Eurovision Song Contest“ bekannt. Das Duo nahm den Song „Sag mir wo wohnen die Engel“ sowie das gleichnamige Album auf. Mit dem Titellied gewannen Beatrice Egli und Lys Assia den schweizerischen Vorentscheid zum „Grand Prix der Volksmusik“ in Wien. Beim Finale erreichten sie Platz 12 von 16.

Beatrice Egli: Weitere TV-Präsenz

Beim „Herbstfest der Volksmusik“ von Florian Silbereisen trat Beatrice Egli im Herbst 2007 erneut im Fernsehen auf. Nach dem ersten Album mit Lys Assia folgte ein Jahr später „Wenn der Himmel es so will“. 2009 präsentierte sie in der Sendung „Musikantenstadl“ ihren Song „Lippenstift“. Zwei Jahre später brachte sie ihr drittes Album „Feuer und Flamme“ heraus.

Beatrice Egli bei „Deutschland sucht den Superstar“

Im Januar 2013 nahm Beatrice Egli an der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ teil. Sie schaffte den Recall und setzte sich in den Mottoshows bis auf eine Ausnahme an die Spitze der Zuschauergunst. Mit über 70 Prozent der Zuschauerstimmen holte sie am 13. Mai 2013 den ersten Platz.

Im Finale interpretierte Egli ihren neuen Song „Mein Herz“, komponiert von ihrem späteren Produzenten Dieter Bohlen. Der Titel landete bereits in der ersten Verkaufswoche auf dem ersten Platz der Singlecharts in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das vierte Album „Glücksgefühle“ erschien kurz darauf und erreichte sofort Platz zwei der Albumcharts. In der Schweiz kletterte es in der zweiten Woche an die Spitze. Im August erreichte es Platinstatus. Zur gleichen Zeit veröffentlichte Egli ihre zweite Single-Auskopplung „Jetzt und hier für immer“.

Eglis DSDS-Single wurde Mitte Juni 2013, vier Wochen nach dem Finale, mit Gold ausgezeichnet. Der Erfolg durch die Castingshow hatte auch Auswirkungen auf die Verkaufszahlen früherer Alben: So setzte sich die 2011er-Veröffentlichung „Feuer und Flamme“ in den Schweizer Charts von Platz 81 auf 12.

Einen weiteren Auftritt in einer deutschen Castingshow absolvierte Egli im Dezember 2013 in der Show „Das Supertalent“.

Beatrice Egli: Karrieresprungbrett DSDS

„Deutschland sucht den Superstar“ war der Durchbruch für Beatrice Egli. Die Sängerin hatte sich schon vorher einen Namen in der Schlagerszene gemacht. Nach der Show startete sie durch und konnte ihren Erfolg wesentlich steigern. Bei ihrem Auftritt in „Das Supertalent“ wurde ihr die Platinauszeichnung für das Album „Glücksgefühle“ überreicht. Als „Newcomer des Jahres (international)“ erhielt sie im März 2014 den renommierten Musikpreis Echo. Egli brachte ebenfalls im März die Single „Irgendwann“ aus dem Album „Pure Lebensfreude“ heraus, die erneut zum Charterfolg wurde.

Ihre Teilnahme am Schweizer Musikpreis Prix Walo brachte ihr im Mai 2014 den Sieg in der Kategorie Schlager ein.

2014 gab Dieter Bohlen bekannt, nicht länger als Produzent für Egli tätig zu sein. Sie arbeitete in der Folge mit Hans Joachim Wolf, mit dem Sie auch das 2019er-Album „Natürlich“ veröffentlichte.

Beatrice Egli im TV

In den folgenden Jahren wurden Beatrice Eglis Veröffentlichungen ausnahmslos erfolgreich. Die Sängerin trat in bekannten Schlager- und Volksmusik-Shows auf und war als Moderatorin tätig. In einer Sendereihe im ZDF führte sie die Zuschauer durch europäische Metropolen. Von 2015 bis 2017 strahlte der Sender diese Folgen aus:

  • Beatrice Egli – Ein Frühlingstag in Rom (2015)
  • Beatrice Egli – Ein Herbsttag in Stockholm (2015)
  • Beatrice Egli – Ein Frühlingstag in Venedig (2016)
  • Beatrice Egli – Ein Herbsttag in Wien (2016)
  • Beatrice Egli – Ein Frühlingstag in der Schweiz (2017)

Am 11. März 2017 wurde im MDR ein Live-Konzert mit der Sängerin übertragen: „Beatrice Egli – Kick im Augenblick Live“ sollte nicht zuletzt Eglis neues Album promoten, das einen Tag später auf den Markt kam. Von 2015 bis 2017 strahlte der Sender die Show „Beatrice Egli – Meine Schweiz, meine Musik“ aus. Die Schlagersängerin stellt darin wichtige Orte in ihrem Leben vor, besucht ihre Familie, führt aber auch durch Schweizer Metropolen wie Zürich.

2020 ist Beatrice Egli in drei Shows im deutschen Fernsehen zu Gast:

  • CATCH! Die Europameisterschaft im Fangen (Sat.1)
  • MasterChef Celebrity (Sky One)
  • Hirschhausens Quiz des Menschen (Das Erste)

Beatrice Egli in Serien und Filmen

Seit 2013 ist Beatrice Egli als Gaststar in TV-Produktionen zu sehen. So hatte sie Auftritte in zwei Episoden der RTL-Vorabendserie „Unter uns“ und spielte 2018 in drei Folgen der Soap „Sturm der Liebe“ mit. In „Playmobil: Der Film“ synchronisiert sie „Die Gute Fee“.

Beatrice Egli: Touren und Konzerte

Beatrice Egli ist seit 2014 regelmäßig auf Tour. Die erste startete im November 2014 und führte die Sängerin bis Januar 2015 unter anderem in elf deutsche Städte.

Im Oktober 2018 füllte Egli erneut die Hallen: Die „Wohlfühlgarantie“-Tournee umfasste 24 Termine in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Ihre für Frühjahr 2020 geplante Tour musste aufgrund der Coronapandemie verschoben werden. Sie ist für Februar 2021 geplant. Vom 19. Februar bis 27. März 2021 soll Beatrice Egli in den folgenden Städten auftreten:

  • Kiel
  • Lübeck
  • Osterholz-Scharmbeck
  • Rostock
  • Ludwigsburg
  • Halle / Westfalen
  • Sursee (Schweiz)
  • Wien
  • Augsburg
  • Neu-Ulm
  • Karlsruhe
  • Freiburg
  • Düsseldorf
  • Koblenz
  • Oldenburg
  • Großarl
  • Berlin
  • Bochum

Beatrice Egli: Diskografie

Beatrice Egli veröffentlichte von 2007 bis 2019 neun Alben:

  • Sag mir wo wohnen die Engel (2007)
  • Wenn der Himmel es so will (2008)
  • Feuer und Flamme (2011)
  • Glücksgefühle (2013)
  • Pure Lebensfreude (2013)
  • Bis hierher und viel weiter (2014)
  • Kick im Augenblick (2016)
  • Wohlfühlgarantie (2018)
  • Natürlich! (2019)

Diese Singles erreichten eine Chart-Platzierung:

  • Mein Herz (2013)
  • Verrückt nach dir (2013)
  • Irgendwann (2014)
  • Auf die Plätze, fertig, ins Glück! (2014)
  • Herz an (2017)

Beatrice Egli: Privatleben und Familie

Beatrice Eglis Privatleben ist regelmäßig Thema in der Klatschpresse. Der Schlagerstar zeigte bereits in TV-Sendungen, wie sie lebt. Von 2009 bis 2014 war sie mit ihrem Partner Reto Steiner liiert. Mit ihm lebte sie in der Nähe des Wohnorts ihrer Eltern auch zusammen. Sie zog zunächst zurück in ihr Elternhaus und 2016 in eine eigene Wohnung. Diese gab sie 2018 vorübergehend auf und kehrte zu ihren Eltern zurück. Ihre Begründung: Die Miete für einen festen Wohnort würde sich aufgrund ihrer Karriere und dadurch häufigen Abwesenheit nicht lohnen. Seit 2014 ist Egli nach eigenen Angaben Single. Sie lebt nach wie vor in Pfäffikon, SZ im Kanton Schwyz.

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