Schlager-Star in der „NDR Talk Show“

Als es um Beatrice Eglis „Alp-Traum“ geht, wird Sängerin emotional - „Wenn du einmal falsch trittst ...“

Als Beatrice Egli zu Gast in der „NDR Talk Show“ ist, berichtet sie emotionsgeladen von ihrer Matterhorn-Besteigung - und spricht dabei über ihre Ängste und Herausforderungen.

Hamburg - So kannte man Beatrice Egli bisher noch nicht. Im Gespräch mit Jörg Pilawa berichtet die Sängerin in der „NDR Talk Show“ emotionsgeladen von einem ihrer größten Abenteuer und zeigt dabei eine unerwartete Seite. Denn erst vor kurzem bestieg die Schweizer Erfolgsmusikerin das Matterhorn und erklomm dabei stolze 4.478 Meter. Ganz offen erklärt sie die Beweggründe ihres gewagten Vorhabens und gesteht, dass sie dabei auch ihre eigenen Ängste überwinden musste.

Beatrice Egli versucht sich als Bergsteigerin - „Musste viele Ängste überwinden“

„War es ein Alpentraum oder ein Albtraum?“, will Jörg Pilawa von Beatrice Egli gleich zu Beginn ihres Gesprächs wissen. Sein Gegenüber hat darauf eine klare Antwort parat. „Das Matterhorn selber war dann wirklich ein Alpentraum“, lacht sie, „manchmal war es im Training auch ein Albtraum“. Ein solches Unterfangen ist nie leicht - dem stimmt auch Beatrice Egli zu. „Natürlich gab es Momente, wo ich an die Grenzen kam und über die Grenzen hinaus gegangen bin“, gesteht sie, „Ich musste auch viele Ängste überwinden“. Über ihre Sorgen vor und während der Extrem-Tour spricht sie ganz offen und verrät auch - Höhenangst gehört nicht dazu: „Meine Ängste lagen ganz woanders, nämlich loszulassen beim Abseilen, die Ängste, den nächsten Schritt nicht sicher zu haben“. 

Beatrice Egli berichtet von ihrer Gipfelwanderung - „Es geht um dein Leben“

Auch wenn sie in der Show ganz entspannt von ihrem Gebirgsabenteuer erzählt, ist sie sich der Gefahren einer solchen Gipfel-Tour durchaus bewusst. „Wenn du jetzt falsch trittst, falsch greifst, dann geht es einfach runter“, lässt sie ehrfürchtig verlauten. Dennoch habe ihr die Wanderung viel gegeben. „Du kannst beim Klettern nur im Moment sein, weil sonst geht es um dein Leben. Und das hat so gut getan.“, schwärmt sie, „Es gibt nur den nächsten Schritt und nichts anderes. Du bist nur da. Das ist wirklich ein Geschenk, im Moment zu sein.“ Ein Unterfangen, wie sie es mit Bravur gemeistert hat, verlangt einem alles ab und bringt mutige Bergsteiger an ihre Limits - und genau das begeistert Beatrice Egli. „Es ist so ein schönes Gefühl, da ranzugehen an dieses Limit“, erinnert sie sich an ihre Expedition in frostigen Höhen, „Es fühlt sich so gut an, wenn du da hingehst wo du merkst: Ich muss kämpfen, ich schaff das, ich tu das.“

In der „NDR Talk Show“ erzählt Beatrice Egli Jörg Pilawa von ihrem großen Bergsteiger-Abenteuer.

Beatrice Egli besteigt das Matterhorn - die Berg-Tour war eine spontane Idee

Auch wenn sich Beatrice Egli für die hochgefährliche Bergtour intensivem Training unterzog - die Idee selbst war relativ spontan. „Ich bin jemand, ich denke nicht viel nach.“, erklärt sie, „Ich stand vor dem Matterhorn und dachte, irgendwann gehe ich da hoch. Und drei Wochen später habe ich gesagt, irgendwann ist jetzt“. Den Einfall habe sie bereits vergangenen Sommer gehabt, in die Tat umgesetzt habe sie ihn dieses Jahr im Rahmen der „100% Women Peak Challenge“, einer Initiative, bei der reine Frauenseilschaften jeden der 48 Schweizer Berge besteigen, der höher als 4000 Meter ist. „Auf dem Weg dahin hab ich manchmal gedacht - was tu ich hier?“, blickt die prominente Gipfelstürmerin auf ihr großes Abenteuer zurück. Das Klettern habe sie nun zwar vollends für sich entdeckt, sie scherzt aber auch: „Ganz so hoch hinaus, so gefährlich, brauche ich es jetzt nicht immer wieder“. Muss sie ja auch nicht. Schließlich wartet am Boden auch viel Aufregendes auf die 33-Jährige - wie zum Beispiel ihr neues Album „Alles was du brauchst“. Wer weiß: Vielleicht erklimmt sie ja bald schon auch die Spitze der Charts. (le)

Rubriklistenbild: © Screenshot/NDR Talk Show

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