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Bäcker zahlt 75.000 Euro für vermeintliche Hochzeit mit Egli - Schlager-Star: „Sogar schon Kirche reserviert“

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Von: Jennifer Kuhn

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Schlagerstar Beatrice Egli äußert sich zu dem Betrugsfall in ihrer Instagram-Story
Schlagerstar Beatrice Egli äußert sich zu dem Betrugsfall in ihrer Instagram-Story © instagram.com/stories/beatrice_egli_offiziell

Für einen Star zu schwärmen und zu der Musik abzutanzen ist völlig in Ordnung, aber auch 75.000 Euro für eine Hochzeit zu zahlenß

Berner Oberland/Schweiz - Damals waren es die Star-Poster, die man sich im jugendlichen Alter ins Zimmer hing. Heute sind es bei vielen Musik- und Konzertfans die unterschriebenen Plakate, die eingerahmt werden und nun in der Wohnung hängen. Doch für eine Schwärmerei greift Hanspeter S. nicht mehr nur zum Poster, sondern tief in den Geldbeutel. Er ist ein großer Fan von Schlagerstar Beatrice Egli. Im März fiel er auf einen Internet-Betrug rein und überwies einem fremden Konto 75 000 Euro. Der 60-jährige Schweizer dachte, dass es sich dabei um Beatrice Egli handelt, mit der er tagelang über eine Social-Media-Plattform schrieb. Sogar von einer Hochzeit war die Rede. Doch er wurde enttäuscht.

Beatrice Egli-Fans fällt auf Betrüger rein: Für den Schlagerstar ist das kein Einzelfall

Wie kam es zu dieser kuriosen Tat? Es begann im März - über die Internet-Plattform Hangouts soll Beatrice Egli mit Ex-Bäcker Hanspeter S. in Kontakt getreten sein. „Sie schrieb mir liebe Worte und dass sie in Not sei. Ihr Management würde sie mobben, ihr keine Gagen ausbezahlen. Würde ich ihr helfen, könnten wir uns treffen. Sogar eine Hochzeit sei möglich“, so der 60-Jährige im Bild-Interview. Er glaubte daran, dass hinter dem Profilbild auch die wahre Beatrice Egli steckte. Dass es sich hierbei um ein Fake-Profil handeln könnte - daran dachte der 60-Jährige nicht. Für ihn war es auch nicht merkwürdig, dass der Schlagerstar auch plötzlich nach Geld fragte. Auch nachdem ihm gesagt worden ist, auf welchen Namen er das Geld überweisen soll, wurde er nicht stutzig. So überwies er einer Samantha Therese Pauline Hedington auf direktem Wege 75 000 Euro. Das Geld ging somit nach Australien.

Hanspeter S. wurde Opfer eines Betrugsfalles. Was die Person hinter dem User-Namen ihm erzählte, ist kaum zu glauben. Doch all dir Worte und Erzählungen wurden von dem 60-Jährigen geglaubt - und nie hinterfragt. Dabei wollte er ihr doch nur helfen - jetzt steckt er selbst in Not: „Meine Ersparnisse sind weg!“.

Beatrice Egli meldet sich mit Statement zum Betrugsfall: „Ich finde manchmal gar nicht die Worte dafür“

Doch es ist nicht der erste Betrugsfall den ein Beatrice-Egli-Fan durchlebt. Sechs Fälle sind der Schlagersängerin bislang bekannt: „Mehrere Fans kamen in die Metzgerei meiner Eltern in meiner Heimatstadt Pfäffikon, erzählten meiner Mutter von meiner angeblichen Not. Sie klärte sie auf. Sogar unser Pfarrer meldete sich, weil ein unbekannter Mann schon die Kirche für die Hochzeit reservieren wollte“, so die 33-Jährige im Bild-Interview. Nun meldete sie sich auch in ihrer Instagram-Story zu Wort. „Leider ist es tatsächlich so, dass es eine Bande gibt, die Leute unter meinem Namen und meinen Bildern anschreiben. Die Menschen geben sich als mich aus, verbreiten Lügengeschichten und fordern Hilfe in meinem Namen“, so die Sängerin.

Sie möchte nochmal klarstellen: „Ich schreibe keine Menschen an, die ich nicht kenne. Und erst recht bitte ich nicht um Geld!“. Um Geld bittet sie nur, wenn ich sich dabei um eine Spende handelt und nennt den RTL-Spendenmarathon als Beispiel. „Ich finde manchmal gar nicht die Worte dafür. Ich hoffe sehr, dass diese Masche durch die aktuell mediale Aufmerksamkeit nun ein Ende hat“, so die „Bunt“-Interpretin.

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