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Charles III. bei Queen-Beerdigung: Wissenschaftler landet mit Schach-Vergleich viralen Hit

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Von: Annemarie Göbbel

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König Charles tritt in große Fußstapfen. Was wird ihm die Zukunft bringen? Queen Elizabeths Beerdigung inspirierte einen Twitter-User zum Orakeln.

London – Auch wenn die Monarchie nicht unbedingt jedermanns Sache im Commonwealth ist: Dass die verstorbene Queen Elizabeth II. (96, † 2022) großartig war, darauf konnten sich die meisten Leute einigen. Diesen Bonus-Punkt hat König Charles III. (73) nicht vorzuweisen, weshalb ihm, kaum auf dem Thron, scharfer Wind ins noch tränennasse Gesicht weht. Nicht nur er fragt sich bang, wie die Zukunft des britischen Königreiches aussehen wird. Eine findige Antwort hat Twitter-User David Smith gefunden.

König Charles III. wirkt in den ersten Tagen unbeweglicher als Queen Elizabeth II.

Smiths Vision zeigt ein Bild des Königs bei der Beerdigung der Queen in der Westminster Abbey: „Jetzt, wo wir einen König haben, werden diese Art von Ereignissen viel länger dauern, da er sich nur von Feld zu Feld auf dem Boden bewegen kann. #queensfuneral“. Damit spielt der Twitterer, der seinen 1.854 Followern als – eigenen Angaben zufolge – „Wissenschaftler und allgemeiner Nerd aus Bothwell, Schottland“ bekannt ist, auf den schwarz-weißen Boden der ehrwürdigen Abtei an, die an ein Schachbrett erinnern.

Während sich die Königin im Schach frei in alle Richtungen bewegen darf, ist es dem König nur erlaubt, Feld für Feld vorzurücken. Der König im Schach ist besonders anfangs eine unbewegliche Figur, da er von seinen eigenen Schachfiguren eingeschlossen ist. Die Königin vereint hingegen die Wirkung eines Turms und eines Läufers auf sich und ist damit die beweglichste und stärkste Figur im Spiel. Jenseits der Kirchenböden wird auf dem politischen Parkett viel über Charles III. zukünftige Machtverhältnisse spekuliert: Kann er die Staaten des Commonwealth weiter hinter sich einen?

König Charles III. und jeder seiner Schritte stehen unter scharfer Beobachtung

Das Karomuster des Bodens bei der Beerdigung Queen Elizabeths II. brachte einen Twitter-User auf einen findigen Schachvergleich, der für ihn auch zukunftsweisende Bedeutung für König Charles III. hat (Fotomontage).
Das Karomuster des Bodens bei der Beerdigung Queen Elizabeths II. brachte einen Twitter-User auf einen findigen Schachvergleich, der für ihn auch zukunftsweisende Bedeutung für König Charles III. hat (Fotomontage). © Mark Large/dpa & Dominic Lipinski/dpa

Zehn Tage ist der König jetzt im Amt und obwohl er eben erst seine Mutter zu Grabe getragen hat, werden Antworten von ihm erwartet. Er steht unter genauer Beobachtung. Zwar war schon im Vorfeld bekannt, dass Charles III. als König die Monarchie verschlanken will, doch wie das konkret aussehen soll und ob er das diplomatische Gespür seiner Mutter geerbt hat, muss sich noch zeigen. Dass er nicht ihre Beherrschung hat, zeigten die Ereignisse um einen auslaufenden Stift bereits auf malerische Weise.

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Nüchtern betrachtet, kann König Charles III. mit Queen Elizabeth II. nicht verglichen werden. Die Monarchin saß schließlich 70 Jahre auf dem Thron und ist längst Teil des kollektiven Gedächtnisses, nicht nur der Briten. Charles war der ewige Thronfolger, der vermeintlich genug Zeit hatte, sich auf seine Rolle als Monarch vorzubereiten, aber stets nur eine Nebenrolle spielte. Hinzu kommt, dass die ganze Welt über sein Liebesleben Bescheid weiß. Ob sich der Tweet also als Orakel entpuppt, muss sich noch zeigen, doch um beim Schach-Vergleich zu bleiben: Figuren überspringen darf weder der König, noch durfte es die Königin. Verwendete Quellen: twitter.com/David_Strathdee

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