Nach 40 Jahren in Berlin

Krimi-Star verlässt Heimat und zieht in Altenheim hunderte Kilometer entfernt - Schuld ist die Miete

Andreas Schmidt-Schaller steht auf einer Bühne hält eine Rede.
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Andreas Schmidt-Schaller zieht nach langjähriger Schauspielkarriere in ein Seniorenheim.

Kult-Kommissar Andreas Schmidt-Schaller kehrt der Hauptstadt nach 40 Jahren den Rücken - und zieht in ein Altenheim mehrere hundert Kilometer weit weg.

Berlin - Der bekannte Star-Kommissar Andreas Schmidt-Schaller verkündete kürzlich in einem Gespräch mit Bild.de, dass er seinen aktuellen Wohnort Berlin nun nach stolzen 40 Jahren verlassen wird. „Ich verlasse Berlin, gehe in die Marie-Seebach-Stiftung nach Weimar“, erklärt der heute 75-Jährige.

„Polizeiruf 110“-Star Schmidt-Schaller verlässt die Hauptstadt

Für den Ortswechsel gibt es laut Schmidt-Schaller mehrere Gründe. So betont er: „Ich zahle für meine Berliner Wohnung viel zu viel.“ Aber auch die Familie zieht ihn wieder zurück in seine thüringische Heimat: „Außerdem bin ich dann in der Nähe meines Sohnes und meiner drei Enkel, die in Erfurt leben.“ In Weimar freue er sich vor allem auf die Klöße, die sind im „Schwarzen Bären“ am besten, erklärt der 75-Jährige. Die Hauptstadt wird der Ex-Krimi-Star aber „nach 40 Jahren schon vermissen.“

Bereits Anfang September könne er in der Marie-Seebach-Stiftung einziehen. 1895 wurde das Seniorenheim von der Sängerin und Schauspielerin Marie Seebach für hilfsbedürftige Bühnenkünstler ins Leben gerufen - und ist laut eigener Aussage bis heute das einzige Haus dieser Art. Man wolle dort „berufsunfähigen und pensionierten Bühnenangehörigen einen angemessenen Lebensabend“ ermöglichen, so die Stiftung auf ihrer Homepage.

„SOKO Leipzig“-Comeback: Schmidt-Schaller noch einmal vor der Kamera

Schmidt-Schaller wurde in den 80er Jahren durch seine Rolle als Leutnant Thomas Grawe in der ARD-Spielfilmreihe „Polizeiruf 110“ berühmt. Die Serie feiert in diesem Jahr 50-jähriges Bestehen - inklusive jeder Menge Rückblick. Bis 1995 verkörperte Schmidt-Schaller den Kommissar, bis er dann bei der „SOKO Leipzig“ als Chef Hajo Trautzschke anheuerte. Obwohl er mittlerweile im wohlverdienten Ruhestand ist, steht der Schauspieler in einer der kommenden Folgen nochmal für die SOKO vor der Kamera: In „Auftrag für Hajo“ spielt Schmidt-Schaller den Lockvogel für sein Team.

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