"Ich bin nicht allein"

"Blackys" erster Todestag: So gefasst ist seine Gundel

+
Witwe Gundel Fuchsberger kann auch ein Jahr nach Blackys Tod auf die Unterstützung ihrer Freunde zählen.

München - Den Freitag muss sie einfach nur überstehen, irgendwie. Denn es ist der Todestag ihres geliebten Blacky. Inzwischen hat Witwe Gundel gelernt, mit dem Schmerz zu leben.

Fast 60 Jahre lang waren Gundel (85) und Joachim ­„Blacky“ Fuchsberger († 87) verheiratet – eine intensive, symbiotische Ehe, wie sie ganz selten ist im Showbusiness. Vor einem Jahr, am 11. September 2014, schloss der Schauspieler – nach zwei vorangegangenen Schlaganfällen – für immer die Augen. Er hinterließ eine unendlich traurige Witwe, schockierte Freunde und Fans.

365 Tage später hat Gundel gelernt, mit dem Schmerz zu leben, aber nicht mit dem Verlust: „Er fehlt uns, überall, an allen Ecken und zu jeder Zeit“, sagt sie im Gespräch mit der tz. Besonders einsam sei es am Morgen, wenn der Platz am Frühstückstisch leer bleibt.

„Aber jetzt kommen die schlimmsten Tage“, gesteht sie. Den ersten Todestag wird sie im Kreis ihrer Enkel Jennifer und Julien sowie den Freunde verbringen. „Alles andere ist meine Sache.“ Mehr könne und wolle sie nicht sagen. „Nach außen bin ich sehr stabil, wie es in mir aussieht, geht doch niemanden etwas an.“ Sie zwinge sich „nicht aufzugeben“. Das hätte Blacky auch nicht gewollt. „Man muss weiterhin ordentlich durchs Leben gehen, sonst ist niemandem geholfen“, sagt sie tapfer.

Verändert habe sie nach Blackys Tod nichts im Haus. „Nein, gar nichts. Wir haben ja auch zusammen gearbeitet und dann habe ich zum Beispiel den Schreibtisch einfach so gelassen. „Ich lerne jetzt sogar E-Mails zu ­schreiben. Bisher haben mir immer Freunde geholfen, aber man kommt ja sonst nicht weiter.“

Vor einem Jahr, am 11. September 2014, starb der große Schauspieler im Alter von 87 Jahren in seinem Haus in Grünwald.

Freunde waren es auch, die Gundel dazu bewegten, ein Buch über ihren geliebten Blacky zu machen. „Es ist ein Erinnerungsband an meinen Mann geworden.“ Freunde und Weggefährten wie Jan Josef Liefers, Frank Elstner, Markus Lanz und Nina Ruge erinnerten sich an ihre schönsten und intensivsten „Blacky“-Momente (Erinnerungen an einen Gentleman). Der Verlag habe ihr dann geholfen, Fotos dazu rauszusuchen und Fuchsbergers gesamtes Lebenswerk aufzulisten. „Wenn man das Schwarz auf Weiß sieht, das ist atemberaubend.“ In den letzten Tagen hat sie sogar ausnahmsweise Fernsehinterviews gegeben. „Aber nicht zu Hause, sondern in der Grünwalder Einkehr“, bei Wirt Peter Pongratz, der ebenfalls ein enger Freund der Familie ist.

Zu Hause ist sie auch nicht mehr auf sich gestellt. „Ich habe einen Teil des Hauses vermietet, dann bin ich nicht so alleine.“ Gesundheitlich gehe es ihr gut, „man hat immer irgendwas“, aber zum Glück nichts Ernstes. Nur der Schmerz und die Trauer – die kommen täglich wieder.

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

DSDS-Gewinner Alphonso Williams ist tot - Dieter Bohlen: „Habe ihn als tollen Künstler geschätzt“
DSDS-Gewinner Alphonso Williams ist tot - Dieter Bohlen: „Habe ihn als tollen Künstler geschätzt“
Heidi Klum hält Händchen in Disneyland - doch ihre Begleitung ist nicht Tom Kaulitz
Heidi Klum hält Händchen in Disneyland - doch ihre Begleitung ist nicht Tom Kaulitz
Stefanie Giesinger postet Foto ohne BH - doch der Blickwinkel ist unglücklich
Stefanie Giesinger postet Foto ohne BH - doch der Blickwinkel ist unglücklich
Helene Fischer: Polizei rückt an - Thomas Seitel rief die Einsatzkräfte selbst an
Helene Fischer: Polizei rückt an - Thomas Seitel rief die Einsatzkräfte selbst an

Kommentare