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Joe Bonamassa: "Ich mag die Münchner"

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Joe Bonamassa beim Konzert in Prag am Dienstag

München - Die tz sprach mit Joe Bonamassa über seine Musikhelden, sein Leben auf Tour – und über den besten Song aller Zeiten.

Echte Gitarrenhelden galten fast als ausgestorben. Bis er daher kam: Joe Bonamassa (34). Der unscheinbar wirkende Brillenträger ist in den USA mittlerweile einer der angesagtesten Rockstars. Mit gutem Grund: Zu lange gab es keinen Musiker mehr, der so geschmackvoll Bluesläufe aus seinem Instrument zaubert – gleichzeitig aber auch mit atemberaubender Geschwindigkeit übers Griffbrett flitzen kann. Wie sagte Legende BB King: „Joe ist die Zukunft des Blues.“ Am Samstag spielt „die Zukunft“ in der Muffathalle. Wer Bonamassas aktuelle Scheibe Dust Bowl kennt, weiß was die Zuschauer erwartet: ein wirbelnder Wüstensturm aus Blues, Rock und einer Prise Country. Die tz sprach mit Bonamassa über seine Musikhelden, sein Leben auf Tour – und über den besten Song aller Zeiten:

Joe, es scheint, als ob du alle gefühlte sechs Monate ein neues Album rausbringst. Wo kommt diese Energie her?

Joe Bonamassa: Ich kenn ja nichts anderes (lacht). Ich habe schon als Zwölfjähriger zusammen mit BB King gespielt. Musik machen und dann aufzunehmen, das ist alles, um was sich mein Leben dreht. Es fühlt sich gut für mich an – daher die vielen Platten.

Apropos BB King: Auf dem Album Black Rock hast du ein wunderbares Duett mit ihm – den Song Nightlife. Wie ist der König des Blues so?

Bonamassa: BB war immer mein Mentor. Er ist ein Gentleman, ein großartiger Mensch. Bescheiden. Und er hat den besten Bluessong aller Zeiten geschrieben.

Und der wäre?

Bonamassa: The Thrill Is Gone. Das ist für mich der ultimative Blues. Es geht nicht besser, er bringt alles auf einen Punkt. BB King ist mein Held. So wie Clapton.

Der stand ja plötzlich in der Albert Hall bei einem deiner Konzerte mit auf der Bühne. Wie kam das?

Bonamassa: Ganz ehrlich? Ich hab ihm einen Brief geschrieben. Kein Witz! Ich habe drei Wochen vor dem Konzert ein paar Zeilen verfasst. Da stand drin, wie viel mir seine Musik bedeutet und dass ich ein Konzert in der Albert Hall gebe. Ich habe einfach frech gefragt, ob er für zwei Songs mitspielen würde.

Und was geschah dann?

Bonamassa: Er antwortete mir und sagte: Kein Problem, ich mach mit. Ich war im Himmel. Echt.

Verständlich. Welchen Künstler gebe es denn noch, mit dem du mal unbedingt was machen möchtest?

Bonamassa: Jeff Beck fällt mir da sofort ein. Und Jimmy Page. Auch Eric Johnson. Aber ganz ehrlich: Ich spiel auch mit jedem unbekannten Club-Gitarristen gern zusammen. Es muss nur Spaß machen.

Auch als Rocker hört man bei dir immer, dass du vom Blues kommst. Bist du einer der Wissenschaftler dieser Musik, der alles darüber weiß?

Bonamassa: Nein, nein. Ich kann dir nicht genau sagen, in welchem Studio um welche Uhrzeit Robert Johnson Rambling On My Mind aufgenommen hat. Billy Gibbons (Gitarrist bei ZZ Top) kann das, Clapton auch. Ich nicht. Ich hab die Musik immer nur gespielt.

Du hast schon mehrmals in München gespielt. Auf was freust du dich besonders?

Bonamassa: Ich mag das Publikum hier sehr. Es ist wachsam, weiß, was abgeht. Das schätze ich. Man hört zu. Und es war immer eine Menge Spaß. Ich gehe davon aus, dass es diesmal wieder so wird.

Interview: Armin Geier

Joe Bonamassa spielt am Samstag ab 20 Uhr in der Muffathalle (Zellstr. 4). Karten erhalten Sie unter www.derticketservice.de oder unter der Tele­fonnummer 018 05 / 28 01 00

So wirkt Musik auf unseren Körper

Musikwirkung auf den Körper
Elektropop (z.B. Lady Gaga, Alejandro):  Bei einem Tempo über 72 bmp haben Musikstücke insbesondere auf Frauen aufputschende Wirkung. Frequenz: 80 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Rock/Pop (z. B. U2 – Beautiful Day): Gut für Männer, da sie häufig zu höheren Blutdruck als Frauen neigen. Ihre Leistung wird durch hohe motorische Erregung beeinträchtigt. Aus diesem Grund führen bei Männern tendenziell ruhigere, fließende Klänge zu einer Steigerung der Leistungsfähigkeit. Frequenz: unter 72 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Akustik/Folk/Blues (z. B. Jack Johnson – Wasting Time): Ruft stärkste Reaktion des Körpers hervor, da das Tempo einem verlangsamten Herzrhythmus ähnlich dem Schlafzustand entspricht. Dabei kommt es beim Zuhörer zur größten Entspannung, zur Beruhigung der Atmung und zur Entkrampfung der Muskulatur. Frequenz: 60 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Klassik (z. B. Wolfgang Amadeus Mozart – „Lacrimosa“ aus dem Requiem):  Die klassischen Klänge im langsamen Tempo helfen bei Schlafstörungen und lösen körperliche Verspannungen. Daher wird heute häufig in Zahnarztpraxen oder OP-Sälen klassische Musik zur präoperativen Angstreduktion der Patienten abgespielt. Frequenz: 65 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Oper (z. B. Guiseppe Verdi – „Triumphmarsch“ aus der Aida): Kann die Konzentrationsfähigkeit fördern und sich positiv auf den Blutdruck auswirken. So führte Verdis emotional mitreißende Opernmusik aus Aida in wissenschaftlichen Untersuchungen zu einer Blutdrucksenkung um durchschnittlich 5 mmHg bei den Zuhörern. Frequenz: 100 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Heavy Metal (z. B. Metallica – Enter Sandman): Das Lied beschleunigt die Herz-Kreislauf-Aktivität, da das Tempo dem Herzschlag während höherer Belastungen entspricht. Daher kommt es zu einer aufputschenden Wirkung. Frequenz: über 120 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Hard Rock (z. B. AC/DC – Highway To Hell): Hard Rock-Musik im schnellen Tempo wie dieser Klassiker kann zum Abbau von Aggressionen beitragen und helfen, Ängste und Frustrationen zu überwinden. Frequenz: im Mittel bei ca. 120 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Latino-Pop (z. B. Shakira – Waka Waka): Der beschwingte, lateinamerikanische Rhythmus im schnellen Tempo bringt das Herz-Kreislauf-System in Schwung und kann helfen, melancholische Augenblicke zu überbrücken. Frequenz: ca. 125 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Chanson (z. B. Beispiel: Udo Jürgens – Aber bitte mit Sahne): Hat einen anregenden Effekt, hilft gegen Müdigkeit. Hat eine Stimmung-aufhellende Wirkung und verbessert die Leistungsfähigkeit. Frequenz: 120 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Schlager (z. B. Jürgen Drews – Ein Bett im Kornfeld): Das mittlere Tempo erzeugt Ausgeglichenheit und hilft gegen Stress-Symptome. Kann darüber auch motivationssteigernd wirken. Frequenz: 110 Hz. © dpa

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