„Empörend und ärgerlich“

Ex-Tennis-Star Boris Becker bricht nun sein Schweigen - und stellt einige Punkte klar: „Ich bin verwundert ...“

Sei Anbeginn des Prozessauftakts war es still um Tennis-Legende Boris Becker, doch jetzt brach er sein Schweigen und nahm Stellung zu den etwaigen Vorwürfen.

  • Boris Becker äußerte sich erstmals zu den Anklagepunkten, die ihm in seinem Gerichtsprozess vorgeworfen wurden.
  • Die Berichtserstattung über seine Person empfand der ehemalige Tennis-Profi dabei als „empörend und ärgerlich“.
  • Außerdem war er verwundert darüber, welche Dinge an die Öffentlichkeit gerraten sind.

London - Boris Becker geriet in den letzten Wochen aufgrund seines laufenden Gerichtsverfahrens immer wieder in den Fokus der Presse und der Öffentlichkeit. Bisher hielt sich der ehemalige Tennis-Star jedoch zu allen Anschuldigungen zurück, bis jetzt. Jetzt brach die Tennislegende nämlich sein Schweigen und bezog in einem Interview mit der Bild am Sonntag Stellung.

Boris Becker empfindet die Berichterstattung über seine Person als „empörend und ärgerlich“

In dem „Bams“ -Interview äußerte er sich erstmals zu dem laufenden Prozess und gab vor allem seine Meinung zur aktuellen Berichterstattung über seine Person ab. Als besonders empörend empfand er die vermeintlichen Falschangaben, die manche Medien in ihre Berichterstattungen aufnahmen: „Die englischen Medien berichten relativ trocken, nüchtern. In Deutschland habe ich das Gefühl, dass hier eine Vorverurteilung stattfindet. Was über mich zum Teil gesagt oder berichtet wird, empfinde ich nicht nur als empörend und ärgerlich, es ist auch rufschädigend für meine Person. Bei manchen Berichten stimmt mein Name, ansonsten nichts.“ Als ein Beispiel für eine Falschinformation nahm Becker die Behauptung, dass er aufgrund einer Kaution auf freiem Fuß ist: „Das stimmt einfach nicht“, beteuerte er gegenüber der Bild.

Das laufende Gerichtsverfahren gegen Boris Becker steht zu jeder Zeit unter Beobachtung der Öffentlichkeit.

Boris Becker zeigt sich in mehreren Punkten verwundert: „Private Dinge an die Öffentlichkeit gekommen“

Doch das ist nicht das Einzige, was der ehemalige Tennisspieler beklagte. Die Behauptung, er hätte die Trophäen vor dem Insolvenzdienst nicht angegeben, wies er gegenüber der Bild ab: „Seit dreieinhalb Jahren weiß der Insolvenzdienst ganz genau, wo der Pokal steht und wer ihn hat.“ Warum er in einen der Anklagepunkte auftaucht, wisse er selbst und seine Anwälte auch nicht. „Vieles, was in den letzten dreieinhalb Jahren passiert ist, kann ich nicht nachvollziehen. Aber wir werden der Wahrheit auf den Grund gehen“, gab er gegenüber Bild an. Dennoch sei er überzeugt und glaube an das britische Rechtssystem und ihre Vertreter und beteuerte erneut, dass er sich „selbstverständlich in sämtlichen Punkten kooperativ und korrekt verhalten“ würde.

Becker zeigte sich auch zudem überrascht über die Berichterstattung: „Ich bin jedoch verwundert, dass sehr private Dinge an die Öffentlichkeit gekommen sind.“

Rubriklistenbild: © picture alliance/Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

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