Brisantes Gesellschaftsdrama: "El Club"

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Roberto Faria als Sandokan in "El Club". Foto: Piffl Medien

Berlin (dpa) - Bei den diesjährigen Internationalen Filmfestspielen Berlin bekam das chilenische Gesellschaftsdrama "El Club" von Regisseur Pablo Larraín mit dem Großen Preis der Jury eine der wichtigsten Ehrungen der Berlinale.

Der Beifall für die Jury-Entscheidung war groß. Denn dem Film gelingt es auf sehr spannende, dabei sensible Art, sich mit dem schwierigen Thema Kindesmissbrauch auseinanderzusetzen.

Die Handlung spielt in einem abgelegenen Haus. Dort leben Priester, die schuldig geworden sind. Isolation und ein karges Leben, das sind die Strafen, die ihnen die Kirche auferlegt. Eine juristische Strafverfolgung findet nicht statt. Die wird von den Kirchenoberen verweigert. Was fatale Folgen hat. Der Berlinale-Erfolgsfilm überzeugt durch die Intensität der Akteure, vielsagende Bilder und provozierende Fragen an Kirche und Staat.

El Club, Chile 2015, 97 Min., FSK unbekannt, von Pablo Larraín, mit Alfredo Castro, Roberto Farías, Antonia Zegers

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