Ein Leben lang ausgestellt

Britney Spears weinte wegen Doku über sich zwei Wochen lang

Britney Spears hat Probleme mit ihrer mentalen Gesundheit, wie sie selbst auf Instagram mitteilt. Auch die Doku über sich bereitete ihr offenbar Schwierigkeiten.

Los Angeles/München - „Über mein ganzes Leben wurde spekuliert, ich wurde beobachtet und beurteilt“, schreibt Britney Spears in einem Posting auf Instagram. „Mein ganzes Leben lang wurde ich zur Schau gestellt, um vor Menschen zu performen.“ Ihre Person und alles, was sie tut, wurde und werde noch immer von den Medien begleitet. Vor Kurzem veröffentlichte die Amerikanische Zeitung The New York Times die Dokumentation „Framing Britney Spears“. Darin ging es über das Leben der Sängerin und wie das Bild, das die Öffentlichkeit von ihr hat, geprägt wurde.

Britney Spears weinte wegen Doku über sich zwei Wochen lang

Ihre Karriere und ihr Privatleben wurden in dem Film analysiert: ihr Erfolg, ihr Verhältnis zu ihrem Vater, ihre Beziehung mit Justin Timberlake, ihr Zusammenbruch im Jahr 2008, in Zuge dessen ihr Vater ihre Vormundschaft übernahm. Die Doku setzt den Fokus auf die Menschen um Britney Spears, die von ihr profitiert haben: ihr Vater, Paparazzi und auch Justin Timberlake. Man könnte sagen, dass versucht wurde, den Verlauf von Britney Spears Leben zu erklären. Doch das schien der Sängerin alles andere als zu helfen.

„Ich habe die Dokumentation nicht gesehen, aber von dem, was ich mitbekommen habe, war ich beschämt, ich schäme mich für das Licht, in das ich gerückt wurde. Ich habe zwei Wochen lang geweint. Und ich weine immer noch manchmal“, gab sie auf Instagram zu. „Ich tue, was ich kann, ich gebe mir Mühe meine eigene Freude zu behalten.“ Tanzen helfe ihr dabei, fröhlich zu sein. Die Musikerin postete auch dieses Mal ein Video von sich, in dem sie tanzt und in die Kamera lacht. Zahlreiche solcher Videos sind auf ihrem Instagram-Profil zu finden.

„Framing Britney Spears“: Justin Timberlake musste sich nach Doku rechtfertigen

Auch für Britney Spears Ex-Freund Justin Timberlake hatte die Dokumentation Konsequenzen. Dem Sänger wird in dem Film vorgeworfen, er habe die Trennung von Spears so erzählt, dass er davon profitiert. Vor allem sein Song „Cry Me A River“ und das zugehörige Musikvideo habe die Wahrnehmung geprägt, dass Britney Spears ihn hintergangen und verletzt habe. Timberlake habe sich so als Opfer inszeniert und Spears stark geschädigt. Nachdem die Dokumentation veröffentlicht wurde, hagelte es Kritik für den Sänger. Infolgedessen postete er auf Instagram ein Statement, indem er sich bei Britney Spears entschuldigte.

„Es tut mir zutiefst leid für die Zeiten in meinem Leben, in denen meine Handlungen zu dem Problem beigetragen haben, in denen ich unpassend gesprochen oder mich nicht für das Richtige eingesetzt habe. Ich verstehe, dass ich in diesen Momenten und in vielen anderen von einem System profitiert habe, das Frauenhass und Rassismus duldet“, heißt es in Timberlakes Posting. „Als Mann in einer privilegierten Position muss ich das lautstark ansprechen. Aufgrund meiner Unwissenheit habe ich es nicht erkannt, als es in meinem eigenen Leben passierte, aber ich möchte nicht noch einmal davon profitieren, dass andere heruntergezogen werden.“

Der Sänger sammelte mit dem Statement über eine Million Likes ein und viele positive Kommentare für seine Offenheit. Doch es gibt auch Kritik. So finden einige, Timberlake hätte sich schon früher entschuldigen müssen und nicht erst, nachdem die Doku einen großen öffentlichen Druck erzeugt hatte. (lb)

Rubriklistenbild: © Christian Liliendahl

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