„Er gehört ins Gefängnis“

Britney Spears bricht ihr Schweigen vor Gericht: Schreckliche Details über Vormundschaft ihres Vaters

Britney Spears ist ein Weltstar. Doch seit Jahren gibt es zwischen ihr und ihrem Vater Jamie Spears einen riesigen Streit. Nun bricht die 39-Jährige ihr Schweigen.

Los Angeles - Millionen Menschen macht Britney Spears mit ihrer Musik und ihren Live-Shows glücklich. Für viele Menschen ist sie seit Jahrzehnten ein Vorbild, sie sehen die Sängerin als selbstbewusste und starke Powerfrau. Nur eine ist seit Jahren unglücklich, trotz ihres riesigen Erfolges: sie selbst. Britney Spears leidet. Sie leidet seit Jahren unter der strengen Vormundschaft ihres Vaters Jamie Spears. Ständige Regeln, Absprachen und ein vorgeschriebenes Leben, machen die Sängerin unglücklich und fertig - das sagt sie nun auch vor Gericht. Die Vormundschaft durch ihren Vater besteht seit 2008. Doch damit könnte es demnächst vorbei sein - Britney Spears spricht nach mehreren Jahren ihr Schweigen und sagt vor Gericht gegen ihren Vater aus.

Britney Spears sagt vor Gericht aus: Der Streit gegen ihren Vater und die Vormundschaft

Schon lange hatten Fans und Medienleute die Vermutung, dass es Britney Spears nicht gut geht. Der Grund: ihre doch seltsamen Posts in den Social-Media-Netzwerken. Aufgrund ihrer innigen Beiträge und Hinweise, riefen ihre Anhänger die Aktion #FreeBritney ins Leben. Sie ahnten, dass es der Sängerin nicht gut geht. Und so ist es wohl auch. Die 39-Jährige äußert sich vor Gericht. „Ich habe der Welt gesagt, dass ich glücklich und okay bin. Ich bin traumatisiert. Ich bin nicht glücklich, ich kann nicht schlafen“, so Britney. Sie ist wütend, deprimiert und weint jeden Tag, wie sie selbst zugegeben hat. In einer Stellungnahme hat die Popsängerin vor einem Gericht in Los Angeles die Aufhebung der Vormundschaft ihres Vaters gefordert. „Es ist genug“, rief sie. Ihre mit Spannung erwartete Anhörung könnte dem Rechtsstreit eine entscheidende Richtung geben. „Diese Vormundschaft schadet mir mehr, als dass sie mir hilft. Ich verdiene es, ein Leben zu haben, ich habe mein ganzes Leben gearbeitet“, fährt sie fort.

Britney Spears fordert Aufhebung der Vormundschaft: Ihr Vater wollte nicht, dass sie weitere Kinder bekommt

Die Sängerin war im vergangenen Jahr selbst vor Gericht gezogen, um ein Ende der seit 2008 bestehenden Vormundschaft ihres Vaters zu erwirken. Am Mittwoch, den 23. Juni nahm sie auf eigenen Wunsch erstmals selbst öffentlich Stellung zu ihrem fremdbestimmten Leben. Online wurde sie bei einem Gericht zugeschaltet. Was Britney dort erzählte, lässt Zuhörer und Millionen Menschen den Kopf schütteln. Sie berichtete sie unter anderem, wie sie daran gehindert wurde, ihre empfängnisverhütende Spirale entfernen zu lassen, obwohl sie sich mit ihrem Freund Sam Asghari weitere Kinder gewünscht habe.

Britney Spears fordert: „Mein Vater gehört ins Gefängnis!“

Die Ärzte hätten sie zudem zwangsweise auf Medikamente gesetzt, die sie wie „betrunken“ machten. „Ich glaube wirklich, dass diese Vormundschaft missbräuchlich ist. Ich will Änderungen, ich verdiene Änderungen“, flehte Spears Richterin Brenda Penny an. „Die Menschen, die mir das angetan haben, sollten nicht so einfach davonkommen!“, stellte sie klar und forderte: „Mein Vater und mein Management gehören ins Gefängnis!“. Wegen psychischer Probleme wurde sie 2008 vorübergehend in eine Klinik zwangseingewiesen. Jamie Spears übernahm die Vormundschaft für seine Tochter und regelt seitdem ihre rechtlichen und finanziellen Angelegenheiten und verschaffte sich erstmal einen Überblick. Unter seiner Vormundschaft kehrte sie auf die Bühne zurück, veröffentlichte drei Alben und übernahm sogar eine Dauershow in Las Vegas. Doch im Januar 2019 sagte sie alle Auftritte ab.

Nach Dokumentarfilm „Framing Britney Spears“: Auch Justin Timberlake meldet sich zu Wort

Das öffentliche Interesse an dem Vormundschaftsstreit wurde zuletzt durch den Dokumentarfilm „Framing Britney Spears“ angeheizt, der die rechtliche Entmündigung des Popstars nachzeichnet. Unter dem Hashtag #FreeBritney forderten Fans zuletzt ein Ende der Vormundschaft durch Jamie Spears. In einer vor Gericht verlesenen Stellungnahme erklärte Jamie Spears Anwalt, dass es dem 68-Jährigen sehr Leid tue, von dem Schmerz seiner Tochter zu hören - er würde sie aber sehr lieben.

Auch Ex-Freund Justin Timerblake meldete sich nach der Aussage von Britney Spears zu Wort: „Nachdem was wir gesehen haben, sollten wir alle Britney unterstützen. Ganz unabhängig von unserer Vergangenheit - ob gut oder schlecht und es ist auch egal, wie lange es her ist. Dass was mit ihr passiert ist, ist nicht richtig. Keine Frau sollte jemals daran gehindert werden, Entscheidungen über ihren eigenen Körper zu treffen“, schreibt er auf seinem Twitter-Account. Er und seine Ehefrau Jessica Biel senden der Sängerin viel Kraft. Wie der Prozess nun ausgehen wird, wird sich in den kommenden Stunden herausstellen. Laut Medienleuten und Berichten aus aller Welt, zählt dieser Tag und dieser Prozess zu den größten Skandalen des Musikbusiness. (mit Material von AFP)

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