Verband fordert Unterlassung

Neuer Ärger für Cathy Hummels? Influencerin hat schon wieder ziemlich viel Stress an der Backe

Cathy Hummels, Influencerin, gibt vor Verhandlungsbeginn der Berufungsverhandlung im Rechtsstreit um Schleichwerbung im Oberlandesgericht Interviews.
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Cathy Hummels 2020 im Oberlandesgericht. (Archivfoto)

Der BGH prüft derzeit Posts der Influencerin Cathy Hummels. Eine Entscheidung über Schleichwerbung durch Vertaggung steht aus.

München - Steht Cathy Hummels etwas Ärger ins Haus? Der Instagramkanal der Ehefrau von Mats Hummels wird einer Prüfung durch den Bundesgerichtshof (BGH) unterzogen. Der Grund? Tags, die Hummels wie viele andere Influencerinnen und Influencer auf Instagram setzte, die direkt auf andere Firmen- und Marken-Accounts verlinken.

Cathy Hummels: Influencerin droht Klage

Das höchste deutsche Zivilgericht verhandelte am Donnerstag (29. Juli) dazu Klagen gegen Cathy Hummels, wie auch gegen die Hamburger Fashion-Influencerin Leonie Hanne und die Göttinger Fitness-Influencerin Luisa-Maxime Huss. Der Verband Sozialer Wettbewerb wirft ihnen unzulässige Schleichwerbung vor und fordert Unterlassung sowie Abmahnkosten.

Schleichwerbung? BGH prüft Hummels-Posts

Der BGH muss nun entscheiden, ob die verlinkten Hinweise der drei Instagrammerinnen als Werbung gekennzeichnet werden müssen oder nicht. Der Ausgang des Verfahrens hat aber auch grundsätzliche Bedeutung für die Branche. Der Wettbewerbsverband hatte nämlich schon zahlreiche Influencerinnen und Influencer wegen Schleichwerbung abgemahnt. Viele fragen sich nun, inwiefern sie überhaupt noch Produkte und Dienstleistungen empfehlen können, ohne Abmahnungen zu riskieren.

Die Gerichte haben über Influencer-Marketing bislang sehr unterschiedlich geurteilt. So siegte Cathy Hummels in beiden Vorinstanzen, Hanne vor dem OLG Hamburg. Im Fall Huss ging der Wettbewerbsverband in beiden Instanzen als Sieger hervor.

Cathy Hummels: Posts kennzeichnen - wenn Geld floss

In Karlsruhe erschienen war nur Fitness-Influencerin Huss mit ihrer Mutter. Huss erwartet vom BGH Vorgaben, wie Influencerinnen sich künftig verhalten sollen. „Ich hoffe auf eine klare Richtlinie“, sagte sie. Bezahlte Werbung kennzeichne die 30-Jährige, wie sie verrät. Auch Cathy Hummels betonte vor der Verhandlung: Es sei wichtig, Posts als Werbung zu kennzeichnen, wenn Geld floss oder es Gegenleistungen gab. Fügte aber hinzu: „Aber genauso wichtig ist es, dass man auch seine freie Meinung noch entfalten kann.“

Letztlich,sei eine Influencerin ein „Medienunternehmen“, so der Anwalt von Cathy Hummels. Sie dürfte deshalb nicht anders behandelt werden als Zeitschriften, in denen ebenfalls Produkt-Werbungen sichtbar seien. Wann ein Urteil kommt, teilt das Gericht erst zu einem späteren Zeitpunkt mit. (jh/dpa)

Kürzlich verkündete Hummels Familienzuwachs. Bei einer Shopping-Tour durch München durften neulich ihre Fans entscheiden, was die 33-Jährige sich kaufen soll.

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