Celia von Bismarck: Krebstod mit 39

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Strahlender Stern am ­Society-Himmel: Celia von Bismarck – ihren berühmten Namen und ihre guten Kontakte nutzte sie für soziale Zwecke. Sie erlag am Freitag ihrem Krebsleiden

Genf - Celia von Bismarck ist tot. Die sozial engagierte Gräfin starb im Alter von 39 Jahren am vergangenen Freitag in den Armen ihrer Mutter in Genf.

Bei ihrem letzten ­öffentlichen Auftritt am 16. Oktober auf der Hear-the-World-Charity-Gala in Berlin lächelte sie in die Kameras. Ob Celia von Bismarck damals schon von ihrer tödlichen Krebserkrankung wusste? Ob die 39-Jährige ahnte, dass sie das Weihnachtsfest nicht mehr erleben würde? Freunde sind ratlos, denn selbst den engsten vertraute sich die sozial engagierte Gräfin nicht an. Sie starb am Freitagmorgen in den Armen ihrer Mutter in Genf.

Dort wurde sie am 19. Oktober 1971 als Celia Demaurex geboren. Die Tochter eines Immobilieninvestors und einer Schmuckdesignerin wuchs in der Schweiz auf, studierte in Boston, Paris und Berlin, unter anderem Internationale Beziehungen. 1990 lernte sie beim Grand Prix in Monte Carlo den Manager und Politiker Carl-Eduard Graf von Bismarck kennen, den sie 1997 heiratete und mit dem sie in das Schloss der Familie in Friedrichsruh zog. Die Ehe mit „Calle“ wurde 2004 geschieden; Celia aber behielt Titel und Namen bei. Nicht aus Eitelkeit, sondern weil sie sehr wohl wusste, wie man als Adlige die ­Herzen und Geldbörsen der Society öffnet. „Diese Schublade der gelangweilten Society-Lady hat mich immer geärgert“, sagte sie einst im Interview. „Das bin ich überhaupt nicht.“

Und das wussten die Menschen, die die Beraterin für kulturelle und sozialpolitische Stiftungen persönlich kannten. Sie war Botschafterin des Schweizerischen Roten Kreuzes und setzte sich für Bildung und Gesundheit in Entwicklungsländern ein. Ihr Herz war groß und ihr Lachen so natürlich und ansteckend, dass auch Modezar Karl Lagerfeld ihrem Charme erlag. „Eine bemerkenswerte Persönlichkeit“, urteilte er anerkennend über ­Celia.

Bemerkenswert war auch ihr Kampfgeist. Vor knapp acht Wochen konsultierte sie wegen Magenschmerzen ihren Arzt. „Zu viel Arbeit, zu viel Stress“, mutmaßte sie selbst. Doch weit weniger harmlos fiel die Diagnose aus: Hautkrebs mit Metastasen im Unterleib, überall, unheilbar. Trotzdem gab Celia von Bismarck die Hoffnung nicht auf und unterzog sich einer Chemotherapie in Genf.

Schließlich hatte sie schon einmal den Kampf gegen den Krebs gewonnen. Damals, mit 24 Jahren, als die Ärzte zum ersten Mal ein malignes Melanom bei ihr entdeckten. Die Therapie war erfolgreich. Celia verzichtete fortan auf Alkohol, rauchte nicht, mied die Sonne. Sie hatte ihr ­Leben wieder und nutzte es, um es mit einem tieferen Sinn zu füllen, dem Engagement für jene, die keine Fürsprecher haben.

Zum Sterben ist sie nach Hause zurückgekehrt, in die ­Arme ihrer Mutter Romy Demaurex, die sie bis zum letzten Atemzug be­gleitete.

aki

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