Die Chartstürmer "The Script" im Interview

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Die irischen Chartstürmer "The Script"

München - Das irische Dreiergespann The Script hat mit seinem neuen Song „Hall of Fame“ die Charts in Deutschland & Österreich erobert. Das Interview mit den Chartstürmern...

Das irische Dreiergespann The Script hat am 25. Januar sein neues Album #3 veröffentlicht. Seither sind Sänger und Keyboarder Daniel O'Donoghue, Gitarrist Mark Sheehan und Drummer Glen Power in vielen Ländern auf Tour. Obwohl sie mit ihrem Debüt „The Script“ in 2008 und dem Nachfolger „Science & Faith“ in 2010 sehr erfolgreich waren und der neue Song „Hall of Fame“ der Titelsong von Til Schweigers neuem Streifen „Kokowääh 2“ ist, ist die Pop-Rock-Band alles andere als abgehoben. Im Gegenteil: Die Jungs sind sehr entspannt und erzählen im Interview, wie wichtig ihnen die Musik und die Reaktion der Fans ist.

Hi Jungs, cooles neues Album. Was war Eure Intention für #3?

Wir hatten eine große und äußerst positive Resonanz auf unser Vorgänger-Album. Und auch das erste Album kam gut an. Das ist für eine Band natürlich das Beste überhaupt. Die ganze Arbeit vorher hat sich ausgezahlt. Das war toll. Viele Leute wussten auf einmal, wer wir sind und reagierten großartig auf das, was wir machen. Also wollten wir, dass das neue Album wieder cool wird, die Fans, die wir mittlerweile haben, wieder Freude daran haben. Das ist natürlich nicht so einfach. Musikmachen ist ein Prozess und harte Arbeit. Das leiert man sich nicht einfach so aus der Hosentasche. Aber wir haben gemerkt, was unsere Fans an unserer Musik mögen, warum sie so loyal sind. Und das war letztendlich eine große HIlfe.

Jedes Album eines Musikers ist persönlich – mal mehr, mal weniger. Bei Eurem aktuellen Album habe ich das Gefühl, es ist sehr persönlich. Warum habe ich diesen Eindruck?

Womöglich liegt es daran, dass wir im Vergleich zum ersten Album schon die Resonanz der Fans hatten und somit mutiger mit Emotionen und Themen umgehen konnten. Wir konnten musikalisch und textlich etwas mehr wagen, weil wir uns nun auf sicherem Terrain befanden. Die Fans gaben uns diese Sicherheit. Wir konnten viel entdecken und ausprobieren und wussten viel eher, was gut auf das Album passt und was nicht. Das liegt wie gesagt an den Fans – aber auch an den Erfahrungen, die wir durch die vorherigen Alben und die Auftritte gesammelt haben.

Wie fühlt Ihr Euch denn, so kurz nach Veröffentlichung eines neuen Albums und kurz vor einer Live-Tour?

Es kann wohl jeder Musiker von sich behaupten, dass live zu spielen großartig ist. So hautnah erlebt man die Begeisterung der Fans im Studio ja nicht. Auch wir lieben es, live zu spielen. Ganz klar! Die Vorfreude, die neuen Songs zu präsentieren, ist aber natürlich das beeindruckendste Gefühl. Das ist der Wahnsinn. Die Emotionen sind da echt konträr. Man ist nervös, sorgt sich, ob auch alles gutgehen wird, kann es kaum abwarten und irgendwie weiß man gar nicht, was auf einen zukommt.

Und dann steht man auf der Bühne und die Fans können schon die Songs nachsingen – und machen das auch noch mit voller Brust. Das ist beeindruckend. Unbeschreiblich. Allerdings hat man das ja immer nur kurz nach der Veröffentlichung eines Albums. Die Vorfreude und Aufregung ist aber auch noch im späteren Verlauf der Tour groß. Daran ändert sich nichts. Nur eben dieses leichte emotionale Durcheinander – das gibt es nur kurz nach Erscheinen des neuen Albums.

Wenn ich Euch so sehe, seid Ihr ganz entspannte Jungs. Ihr scheint trotz des Erfolgs in so kurzer Zeit sehr auf dem Teppich geblieben zu sein. Eine fiese Frage: Ist das Rockstar-Leben nicht eigentlich eine Entschuldigung für schlechtes Benehmen? Und wenn ja, warum bleibt Ihr da außen vor und rastet nicht einfach mal aus – Hotelzimmer zerlegen, öffentliches Sexleben usw.?

Naja, Du hast ja die Wahl. Wir wollen in erster Linie Musik machen, gute Shows hinlegen und dabei erfolgreich sein. Wir wollen keine Arschlöcher sein oder Menschen zu nahe treten. Wir wollen, dass unsere Fans Spaß haben. Alles andere ist nicht unser Ding. Natürlich macht der Erfolg auch auf uns Eindruck. Aber wenn man weiß, dass in erster Linie die Musik wichtig ist, dann muss man auch nicht ausrasten.

Wir machen natürlich alles mit, was zum Musik-Geschäft gehört: wir gehen zu Partys und Veranstaltungen, lassen uns auf dem Roten Teppich blicken und reisen für Auftritte und Interviews durch die Welt. Das ist großartig und auch mal anstrengend, aber kein Grund, seine Manieren zu vergessen. Es kommt halt darauf an, wonach Du Dich sehnst. Willst Du nur den Ruhm, dann liegt es nahe, dass Dich das aus den Socken haut und Du eventuell ausflippst. Geht es Dir aber um Selbstverwirklichung, wie das bei uns der Fall ist, dann ist es leichter, den Verlockungen des Rockstarlebens aus dem Weg zu gehen. Dann sind andere Dinge wichtig.

Wenn wir mal zurückblicken auf die Zeit vor Eurem Debüt bis heute – haben sich mit dem Erfolg Eure beruflichen Wünsche und Sehnsüchte verändert?

Wir würden sagen, nein. Wir wollten immer erfolgreich sein mit unserer Musik und die Leute begeistern – und das dauerhaft. Außerdem wollen wir an großen Plätzen spielen und möglichst in allen Ländern. Da sind wir ja noch nicht annähernd hingekommen (lachen). Die Wünsche sind also alle noch da.

Interview: Bente Matthes (UNDERCOVER Magazin)

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