Scheidungsschlacht mit Christine Neubauer

Dinzinger: "Aussagen beschreiben ihren Charakter"

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Ein altes Foto aus vergangenen, gemeinsamen Tagen: Christine Neubauer mit Lambert Dinzinger.

München - Der Friedensengel hat’s nicht leicht mit Christine Neubauer und Lambert ­Dinzinger. Jedes Mal, wenn er Tuchfühlung aufnimmt, holt er sich eine saubere Watschn.

Dabei schien am Montag, als das Amtsgericht München nach drei Jahren erbittertem Rosenkrieg den Scheidungsbeschluss bekannt gab, endlich alles gut zu werden. Denn sowohl der TV-Star wie auch der BR-Sportmoderator hatten in ersten Stellungnahmen beteuert, wie glücklich sie nun seien.

Doch in einem Interview mit RTL, das Christine Neubauer (52) am Mittwoch direkt nach ihrer Rückkehr aus ihrem Kuba-Urlaub auf dem Berliner Flughafen Tegel gab, kochte die Wut hoch: Die Schauspielerin ist stinksauer, dass sie ihrem Ex künftig 2500 Euro im Monat Unterhalt zahlen soll! Nach 24 Ehe-Jahren...

Am Donnerstag nun beriet sie sich mit ihrem Anwalt und entschied, Beschwerde gegen den Scheidungsbeschluss einzulegen, das heißt gegen die geforderte Unterhaltszahlung. Weiter will sie sich nicht mehr zu dem Verfahren äußern. Es habe aber einfach ihr „Laien-Rechtsempfinden“ aufgeschrien und sie habe den Beschluss als „absolute Ungerechtigkeit“ empfunden, was sie eben in dem Fernsehinterview ausdrückte.

Da kochte sie vor Wut. Unterhalt verdiene ihrer Ansicht nach nur jemand, der bedürftig sei. Und ihr Ex sei alles andere als bedürftig: „Er hat mehrere Berufe, er ist beim Bayerischen Fernsehen angestellt, er ist Nachtclubbesitzer … Er hat ein regelmäßiges Einkommen“, wettert sie. Sauer ist sie auch über das Bild, das in der Öffentlichkeit vermittelt werde. Sie sei kein Hollywoodstar mit viel „Bling bling“. Und deshal könne sie 2500 Euro im Monat auch nicht aus der „Portokasse“ bezahlen. Die Zeiten, in denen sie vier, fünf Filme im Jahr gedreht habe, seien vorbei. Das liege aber nicht an ihr, sondern „am System der Sender“ und daran, dass sich der Geschmack eben verändere.

Neubauer unterstellt ihrem Ex, dass es bei der Scheidung vor allem ums Geld gehe und sie glaubt bei ihm „einen großen Motor von Zerstörung“ erkennen zu können. Seinen Namen nimmt sie dabei übrigens mit keiner Silbe in den Mund – nach insgesamt 36 gemeinsamen Jahren.

Auch am Donnerstag wirkte Christine Neubauer am Telefon emotional stark mitgenommen, wollte sich aber zu Lambert Dinzinger nicht mehr äußern. Nur so viel: „Mit diesem Hass will ich mich nicht mehr erfüllen!“

Die Schlammschlacht geht also weiter. Adieu friedliche Weihnachten, denn über die Beschwerde würde das Oberlandesgericht frühestens im neuen Jahr entscheiden.

Auch Lambert Dinzinger wirkt am Telefon angeschlagen; der 58-Jährige hat das RTL-Interview gesehen. Sein kurzer Kommentar: „Die Aussagen beschreiben ihren Charakter, das klingt aber alles nicht wohlüberlegt.“ Auch Dinzinger vermeidet es strikt, den Namen seiner Ex in den Mund zu nehmen. Er betont noch einmal, dass er den Beschluss des Gerichts selbstverständlich respektiere. Mehr könne er momentan nicht sagen, zumal ihm der Wortlaut der Entscheidung bis Donnerstag noch nicht zugestellt worden war.

Dem Sportreporter ist es wichtig zu betonen, dass er seine Frau nie angegriffen habe. „Wenn ich an die Presse gegangen bin, dann doch nur, um einmal meinen Standpunkt darzustellen und Dinge, die falsch dargestellt wurden, zurechtzurücken.“ Und die Sache mit seinem Aids-Test, den er öffentlich machte? Dinzinger: „Was hätten Sie denn getan, wenn Ihre Frau Sie mit einem chilenischen Produktionsfahrer betrogen hätte …?“

Sieht so aus, als ob auf den Friedensengel noch viel Arbeit wartet …

Wolfgang de Ponte, Ulrike Schmidt

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