"Homeland"-Star im tz-Interview

Claire Danes: Ihre Liebe für Kind, Mann und Berlin

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Seit sechs Jahren sind Claire Danes und ihr britischer Schauspiel-Kollege Hugh Dancy ein Ehepaar.

Berlin - Die Dreharbeiten zur fünften Staffel von “Homeland waren für Berlin-Fan Claire Danes (36) besonders aufregend. Im Interview erzählt die Schauspielerin außerdem, wie sie Karriere und Familie unter einen Hut bringt.  

Was finden Sie denn an der Stadt so toll?

Claire Danes: Wie viel Geschichte in Berlin steckt. Und wie das Alte mit dem Neuen ineinander übergeht. Man spürt immer noch die Nachwirkungen des letzten Weltkriegs und des Kommunismus, auf der anderen Seite ist die Stadt total fortschrittlich und aufgeschlossen. Sie bildet eine Brücke für so viele Kulturen. Jahrzehntelang war es während des kalten Krieges zudem die Hauptstadt der Spione und somit sehr relevant für unsere Serie.

Gibt es einen besonders faszinierenden Ort dort für Sie?

Danes: Es gibt so viele, ich liebe diese Stadt einfach. Es ist nur unfassbar, wie sich die Zeiten ändern. Nehmen Sie zum Beispiel den ehemaligen Flughafen Tempelhof. Dort über das Rollfeld zu laufen und daran zu denken, dass das einst der Airport der Nazis war…unheimlich. Und jetzt ist es ein Ausflugsort für junge Familien, Hippies und so. Und dann habe ich gehört, dass da Flüchtlinge untergebracht werden sollen. Was für eine unglaubliche Bandbreite.

Haben Sie durch Ihren Aufenthalt etwas von der deutschen Kultur übernommen?

Danes: Musikalisch. Ich bin ja im Land des Techno gelandet und habe früher gedacht, es ist so wie Heavy Metal. Das kann ich mir einfach nicht anhören. Doch inzwischen habe ich zu meiner Überraschung gemerkt, dass ich Techno mag.

Sie sind seit sechs Jahren mit dem britischen Schauspieler Hugh Dancy verheiratet…

Danes:…und bin immer noch total verliebt in ihm. Ich mag Herausforderungen - wie eine Ehe es ist. Als ich Hugh getroffen habe, war ich glücklicher Single und wollte eigentlich keine Beziehung. Bis ich gemerkt habe, dass das Leben mit ihm so viel mehr Fun ist. Wissen Sie was meine Ehe und meine Serie gemeinsam haben?

Nein. Was denn?

Danes: Sie werden beide immer besser. Weil einem das Leben immer neue interessante Dinge vorsetzt. Und im Fall unser Show übernehmen das die Drehbuchautoren (grinst).

Sie und Hugh sind beide grade in ihrem Beruf sehr gefragt. Wie oft sehen Sie sich eigentlich?

Danes: Manchmal nicht oft genug. Als ich vor Berlin in Südafrika gedreht habe, war er am Set in Australien. Das war richtig hart. Wir versuchen uns so oft es geht zu sehen. Zu lange Trennungen gehen gar nicht. Er ist deshalb auch ziemlich oft nach Berlin gejettet. Wir wollen ja auch, dass unser Kind so oft wie möglich beide Elternteile um sich herum hat.

Ihr Sohn Cyrus ist jetzt drei Jahre alt. War er die ganze Zeit mit Ihnen am Set?

Danes: Ja. Wenn ich gedreht habe, hat sein Kindermädchen auf ihn aufgepasst. Gleich nach Drehschluss war es einfach das Beste, ihn im Arm zu halten. Da fallen all der Stress und die Spannungen des Tages von einem sofort ab. Dann bin ich nur noch Mama.

Wie sehr hat sich Ihr Leben als Mutter verändert?

Danes: Das kann man gar nicht mehr vergleichen. Man bekommt eine ganz andere Perspektive vom Leben. Man beobachtet sein eigenes Verhalten auch viel genauer, achtet darauf was man sagt. Kinder sind wie kleine Spiegel, die sie den Eltern vorhalten.

Nach wem kommt der Kleine denn mehr, Mama oder Papa?

Danes: Er ist eine sehr gute Mischung aus uns Beiden. Und ein wirklich pflegeleichter Kerl (klopft drei Mal auf den Holztisch). Er hat schon immer gut geschlafen, gut gegessen und ist ein echt glückliches und relaxtes Kind. Wir versuchen ihm eine gewohnte Routine zu bieten. Egal wo wir grade sind. Und das scheint gut zu klappen.

Wollen Sie noch mehr Kinder?

Danes: Ich hoffe noch auf ein Zweites. Eines Tages. Aber jetzt noch nicht. Es ist schon kompliziert genug.

Hat Cyrus eigentlich schon etwas Deutsch aufgeschnappt?

Danes: Ja. Ich wollte ihn neulich hochnehmen und ins Bett tragen und er hat „Nein, nein, nein“ gerufen. Nicht nur werde ich von meinem Kind zurückgewiesen, das jetzt auch auf Deutsch (lacht).

D. Sindermann

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