Sänger im Interview

Santiano-Frontmann kritisiert Politik: Großteil unserer Branche wird in Corona-Zeiten im Stich gelassen

Björn Both (rechts) mit seinen Santiano-Kollegen Hans-Timm Hinrichsen (links), Peter David Sage (vorne) und Axel Stosberg.
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Björn Both (rechts) mit seinen Santiano-Kollegen Hans-Timm Hinrichsen (links), Peter David Sage (vorne) und Axel Stosberg.

Björn Both (56), Frontmann der Folk-Rocker von Santiano, macht im Interview mit der Fuldaer Zeitung seinem Corona-Ärger Luft, berichtet vom neuen Album, das im Oktober erscheint, und verrät, ob er sich impfen lässt. 

Fulda - Ein Jahr Corona*: Was bedeutet das für die Kulturszene? Für Björn Both und Santiano ist klar: „Diese Krise erwischt andere Künstler – und vor allem alle Soloselbstständigen der Branche, wesentlich härter als uns persönlich. Da kam dann so eine gewisse Motivation auf, sich in dieser und auch anderen Angelegenheiten zu engagieren.“ Mittlerweile ist Both aber ziemlich ernüchtert und spricht sogar von einer leisen Wut, wenn er sieht, wie die Politik einen Großteil der Branche im Stich lasse. „Der Kulturbetrieb selbst ist im Begriff, vor die Hunde zu gehen.“

Santiano versucht in Zeiten von Corona produktiv zu bleiben und das ist laut Frontmann Both auch gelungen*: „Wir haben in der Zeit ein komplettes neues Santiano-Album produziert, welches im Oktober 2021 erscheint“, verrät er im Interview. Ein klein wenig könne man dem Durchatmen schon abgewinnen. „Doch so langsam fehlt auch uns die Bühne, die Reflexion, der Spiegel, der Vollkontakt mit denen, die uns lieben. Auf der Bühne genauso wie im Leben,“ sagt Both. *fuldaerzeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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