Daniel Biasini und Romy Schneider: Neue Enthüllungen

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Romy Schneider und Daniel Biasini heirateten 1975.

Heute wird Daniel Biasini nur noch selten von Paparazzi verfolgt. Im Gegenteil – es scheint, als würde er sich und sein Glück ganz gerne fotografisch festhalten lassen.

Anders als früher, an der Seite von Romy Schneider, wo beide ihr Privatleben verzweifelt zu schützen versuchten.

Biasini ist heute 59 und führt ein völlig unaufgeregtes, zurückgezogenes Leben. Am Wochenende golfte er auf Mallorca bei den Mercedes-Benz-Open und schien selbst überrascht darüber, Teil der prominenten Gästeschar zu sein: „Ich bin zum ersten Mal bei diesem Turnier dabei. Man hat mich eingeladen“, sagte er fröhlich. Und er kam, zusammen mit seiner zweiten Ehefrau Gabriele Heydrich. „Ich liebe diese Insel, pendle zwischen Paris und Palma,“ erzählt Biasini, der mittlerweile als Immobilienmakler sein Geld verdient.

Doch die Vergangenheit holt ihn immer wieder ein. Wenn man über Biasini spricht, fällt sofort auch der Name Romy Schneider, selbst 26 Jahre nach dem tragischen Tod der Schauspielerin. Er war ihr Lebensmittelpunkt in den Ehe-Jahren von 1975 bis 1981. „Niemand hat mich je so geliebt wie er“, sagte sie bei ihrer Hochzeit. Ein Zitat, das aus der neuesten Biographie über die Schauspielerin stammt. Unter dem Titel „Romy und ihre Familie“ schildert Autor Jürgen ­Trimborn die Jugend und das Elternhaus Romys, die hartherzige Mutter Magda ­Schneider, die bei den entscheidenen Kindheitserlebnissen der kleinen Romy fehlte. Ihr Leben spielte sich nur vor der Kamera ab, das Kind schiebt sie zu den Großeltern ab. In dem Buch wird Magda Schneider zitiert: „Das Schicksal eines Säuglings- oder Kinderheims blieb ihr auf diese Weise erspart.“

Die Liebe, die sie als Kind vermisste, wird Romy ihr Leben lang suchen. Bei ihren Ehemännern Harry Meyen oder Daniel Biasini, zwischendrin bei unzähligen Affären – meist mit Männern, aber auch Frauen wie Simone ­Signoret und sogar Marlene Dietrich sollen darunter gewesen sein. Romy brauchte die Männer wie Tabletten und Alkohol: eine Flasche Champagner und zwei Flaschen Bordeaux brachte sie täglich mit ans Filmset. Trimborn: „In der Filmbranche ist es bald ein offenes Geheimnis, dass man gut daran tut, Romy für die Dauer der Dreharbeiten einen Liebhaber zu organisieren, wenn man will, dass sie halbwegs ausgeglichen und umgänglich ist.“

Daniel Biasini hat das jahrelang mitbekommen. Eingestellt als ihr Sekretär, war er zunächst Mädchen für alles, kümmerte sich vor allem um ihren Sohn David. Nachts oder am frühen Morgen holte er Romy von ihren Liebhabern ab. Erst später, durch Gewohnheit und die Liebe zu David kommen Romy und Daniel zusammen, heiraten und bekommen Tochter ­Sarah. Als die Kleine fast fünf Jahre alt war, stirbt ihre Mutter – und ein Mythos wird geboren.

AV/MZ

Romy und ihre Familie, 575 Seiten, Droemer Verlag 19,95 Euro Autor Jürgen Trimborn war Dozent für Filmwissenschaft an der Uni Köln

Quelle: tz

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