Blitzlichtgewitter im Bayerischen Hof

Deutsche Filmbranche feiert sich selbst in München

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Schauspielerin Emilia Schüle
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Heio von Stetten mit Ehefrau Elisabeth
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David Dietl, Helen Woigk, Jannis Niewoehner, Edin Hasanovic
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Dorothee Bär mit Ehemann Oliver
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Alessandra Geissel
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Gernot Roll mit Tochter Laura
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David Dietl
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Helen Woigk

München - Es ist der Höhepunkt der Münchner Filmwoche: Die Verleihung des Bayerischen Filmpreises und der Deutsche Filmball im Bayerischen Hof. Inzwischen bleibt die deutsche Prominenz dabei unter sich - mit einer Ausnahme.

Ein Wochenende im Blitzlichtgewitter: Mit dem 42. Deutschen Filmball ist am Samstag die Münchner Filmwoche zu Ende gegangen. Wie schon bei der Verleihung des Bayerischen Filmpreises am Freitag - und wie auch in den vergangenen Jahren - blieb die deutsche Filmbranche dabei weitgehend unter sich. Nur der oscarprämierte Regisseur Oliver Stone (68, „Platoon“) verbreitete zumindest kurzzeitig einen Hauch von Hollywood-Glanz. Ganz lange hielt es ihn aber nicht auf der pompösen Gala im Nobelhotel Bayerischer Hof, von der sich Schirmherr und Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) eine „rauschende Ballnacht“ erhoffte.

Die Schauspieler Jan Josef Liefers und Anna Loos waren zum Ball gekommen, Moritz Bleibtreu, Heiner Lauterbach, Nadja Uhl, Katja Riemann, Christiane Paul und Stammgast Uschi Glas. Tom Schilling und Elyas M'Barek vertraten die etwas jüngere Generation.

Am Abend zuvor hatten die Beiden noch den Regisseur ihres Hacker-Films „Who Am I“, Baran bo Odar, überrascht, als sie ihm den Bayerischen Filmpreis für die beste Regie überreichten.

Auch Ehrenpreispreisträger Gernot Roll feierte seinen Preis, den der 75 Jahre alte Kameramann („Nirgendwo in Afrika“) am Vorabend im Münchner Prinzregententheater von der stellvertretenden Ministerpräsidentin Ilse Aigner (CSU) bekommen hatte, beim Filmball.

Den Hauptpreis räumte beim Bayerischen Filmpreis in diesem Jahr der Film „Elser - Er hätte die Welt verändert“ über den Hitler-Attentäter Georg Elser ab. Die Produzenten Oliver Schündler und Boris Ausserer erhielten die mit 200 000 Euro am höchsten dotierte Auszeichnung des Abends.

Mit dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte befasst sich auch der Film „Im Labyrinth des Schweigens“ über die Frankfurter Auschwitz-Prozesse. Alexander Fehling bekam den Preis als bester Darsteller für seine Rolle als Ankläger. Als beste Darstellerin wurde Katharina Marie Schubert für ihre Rolle als arbeitslose Schauspielerin in „Ein Geschenk der Götter“ ausgezeichnet.

dpa

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