Warum sich Tom Cruise, Nicholas Cage oder Richard Gere Pseudonyme gaben

Die falschen Namen der Stars

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Gestatten: Thomas Mapother IV

Los Angeles - Kennen Sie Jennifer Joanna Anastassakis? Don Juan Moreno y Jederique Jimenez? Ramón Gerard Antonio Estévez?

Cherilyn Sarkisian LaPierre? Oder Frank Dunn? Sicher nicht!

Unter ihren Künstlernamen Jean Reno, Jennifer Aniston, Charlie Sheen, Cher und Mel Gibson kennen wir sie alle. Denn für die Großen des Showgeschäfts gilt: Namen sind wie Donnerhall und ein echtes Markenzeichen. Denn wäre einer mit dem schönen Namen Thomas Mapother IV. zu einem weltweiten Publikumsmagneten geworden? Die Frage erübrigt sich, denn er wurde es – unter seinem Pseudonym Tom Cruise.

Täuschend echt: Die Wachsfiguren der Stars

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Sie zwinkern nicht, reden nicht und feiern auch keine rauschenden Partys. Auf Fotos sehen sie aber ihren echten Vorbildern täuschend ähnlich: die Wachsfiguren der Stars in den weltweiten Kabinetten. Sehen Sie den Originalen ähnlich? Entscheiden Sie selbst! Foto: Oliver Kahn bei Madame Tussauds in Berlin © dpa
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Sehen Sie hier eine Auswahl der World Wide Wachsfiguren - ohne Ihren Stuhl verlassen oder auch nur einen Cent Eintritt bezahlen zu müssen. Und vergleichen Sie mit den Originalen. Foto: Franz Beckenbauer bei Madame Tussauds in Berlin © dpa
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Charles und Camilla bei Madame Tussauds in London © dpa
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Wer hat den besten Papst? Das Panoptikum in Hamburg? © dpa
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Oder das Madrider Museum? © dpa
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Die echten Eltern von Amy Winehouse, Mitch (l) und Janis, mit ihrer falschen Tochter bei Madame Tussauds in London © dpa
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Bill Kaulitz (Tokio Hotel) bei Madame Tussauds in Berlin © dpa
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Britney Spears bei Madame Tussauds in London © dpa
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Michail Sergejewitsch Gorbatschow bei Madame Tussauds in Berlin © dpa
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Saddam Hussein bei Madame Tussauds in London © dpa
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Jennifer "The Butt" Lopez bei Madame Tussauds in London © dpa
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Wer hat den besten Robbie? Madame Tussauds in London? © dpa
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Das Panoptikum in Hamburg? © dpa
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Oder Madame Tussauds in Berlin? Dieser Robbie wird von einer heiratswilligen Verehrerin umschwärmt. © dpa
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Wer hat den originalgetreusten Hitler? Madame Tussauds in Berlin? © dpa
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Oder Madame Tussauds in London? © dpa
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Paris Hilton in einem vorübergehenden Sonder-Outfit anlässlich ihres Gefängsnisaufenthalts bei Madame Tussauds in New York © dpa
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Die echte Paris Hilton mit der falschen in normalem Outfit bei Madame Tussauds in New York © dpa
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Wer hat die beste Kanzlerin? Madame Tussauds in Berlin? © dpa
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Das Panoptikum in Hamburg? © dpa
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Oder Madame Tussauds in London? © dpa
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Wer hat die besten Pitts? Madame Tussauds in Berlin? © dpa
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Oder Madame Tussauds in New York? © dpa
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Der echte Pele mit dem falschen bei der Ausstellung "Pelestation" in Berlin © dpa
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Hans-Dietrich Genscher mit einem kopflosen Helmut Kohl im Panoptikum in Hamburg © dpa
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Herbert Grönemeyer im Panoptikum in Hamburg © dpa
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Der echte Karel Gott mit dem falschen im Karel-Gott-Museum in Jevany bei Prag © dpa
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Wer hat den besten Altkanzler? Madame Tussauds in Berlin? © dpa
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Oder das Panoptikum in Hamburg? © dpa
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Die Beatles bei Madame Tussauds in Berlin © dpa
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David Beckham bei Madame Tussauds in London © dpa
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Beyoncé bei Madame Tussauds in London © dpa
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Michael "Bully" Herbig bei Madame Tussauds in Berlin © dpa
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Elton John von seiner Schokoladenseite bei Madame Tussauds in London © dpa
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Geri Halliwell bei Madame Tussauds in London © dpa
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Kylie Minogue bei Madame Tussauds in London © dpa
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John F. Kennedy bei Madame Tussauds in Berlin © dpa
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Wer hat die beste Romy Schneider? Madame Tussauds in Berlin? © `dpa
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Oder das Panoptikum in Hamburg? © dpa
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Michael Schumacher im Panoptikum in Hamburg © dpa
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Sophie Scholl bei Madame Tussauds in Berlin © dpa
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Henry Maske bei Madame Tussauds in Berlin © dpa
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Nina Hagen bei Madame Tussauds in Berlin © dpa
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Erich Honecker und Willi Brandt bei Madame Tussauds in Berlin © dpa
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George W. Bush mit Brezn bei Madame Tussauds in London © dpa
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Jacques Chirac in Paris © dpa
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Penelope Cruz bei Madame Tussauds in London © dpa
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Prinzessin Diana im Panoptikum in Hamburg © dpa
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Günter Grass bei Madame Tussauds in Berlin © dpa
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Der echte Klaus Wowereit mit dem falschen bei Madame Tussauds in Berlin © dpa
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Alice Schwarzer bei Madame Tussauds in Berlin © dpa
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Der echte Peter Maffay mit dem falschen bei Madame Tussauds in Berlin © dpa
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Elvis Presley bei Madame Tussauds in London © dpa
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Steffi Graf bei Madame Tussauds in Berlin © dpa
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Boris Becker bei Madame Tussauds in Berlin © dpa
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Prinz Harry bei Madame Tussauds in London © dpa
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Helmut Kohl bei Madame Tussauds in Berlin © dpa
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Marlene Dietrich bei Madame Tussauds in Berlin © dpa
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Michael Phelps in Peking © dpa
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Ein etwas antiquierter Jürgen Klinsmann 1999 bei der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin © dpa
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Fast wie der echte: Michael Jackson im Panoptikum in Hamburg braucht mal wieder neue Ersatzteile. © dpa

Gründe für Umbenennungen gab und gibt es genug. Ein Star-Name sollte griffig und leicht zu merken sein, sowie natürlich zum Image passen. Bandwurmnamen auf dem Filmplakat – das macht sich nicht gut. Sogar der „Gouvernator“ Arnold Schwarzenegger versuchte seine ersten Schritte in Hollywood unter dem Namen Arnold Strong, bis er sich an seine österreichische Heimat erinnerte und gerade auf die steiermärkische Klangexotik setzte. Eine weise Entscheidung.

Vergleichsweise einfach hatte es hingegen William Bradley Pitt. Er musste einfach nur seinen ersten Vornamen weglassen, den zweiten kürzen und fertig war der Star-Name: Brad Pitt. Ein gewisser Frank Dunn war da einfallsreicher und gab sich gleich einen völlig neuen Namen: Mel Gibson. Noch unterschiedlicher als der Geburtsname ist da nur der Künstlername von Ramón Gerard Antonio Estévez, den meisten wohl eher bekannt als Charlie Sheen. Musiker haben traditionell gerne Künstlernamen: So wurde aus ­Alecia Beth Moore die Rock-Röhre Pink, aus Anna Anderson-Manahan das bebrillte Stimmwunder Anastacia und aus Paul Henson der U2- Frontmann Bono.

Sie sind Freunde: Prominente Eltern-Kind-Paare

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Sie feiern zusammen, können sich wie gute Freunde unterhalten und haben einfach eine enge Beziehung zueinander: Prominente und ihre Kinder oder Prominente und ihre Mütter. Auch sie telefonieren wie eine neue Studie belegt regelmäßig miteinander so wie Paris Hilton mit ihrer Mutter Kathy, hier gemeinsam beim Wiener Opernball. © dpa
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Arabella Kiesbauer (r.) mit ihrer Mutter Hannelore bei der Aufzeichnung der 1500. Sendung ihrer Talkshow "arabella" im Jahr 2000. © dpa
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Sir Elton John während des Gedenkkonzert für die verstorbene Prinzessin Diana im Juli 2007. © dpa
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Elton Johns Mutter mit ihrem Schwiegersohn David Furnish während der Hochzeit ihres Sohnes 2005 in London. © dpa
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Fürstin Gloria von Thurn und Taxis (l.) und ihre Töchter Elisabeth und Maria-Theresia (r.) 2007 bei den Salzburger Festspielen. © dpa
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Die Schauspielerin Katerina Jacob (l.) mit ihrer Mutter Ellen Schwiersm, die ebenfalls Schauspeilerin ist. © dpa
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Die Schauspieler Monica Bleibtreu und ihr Sohn Moritz Bleibtreu bei der Ankunft zur Verleihung des Deutschen Filmpreises im Palais am Funkturm in Berlin 2007. © dpa
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Rockröhre Nina Hagen (l.), ihre Tochter Cosma Shiva Hagen und ihre Mutter Eva-Maria Hagen posieren 2000 im Hamburger Kindertheater Fundus fürs Familienalbum. © dpa
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Iris Berben und ihr Sohn Oliver Berben bei einer Vorlesung im preußischen Landtag in Berlin. Die Veranstaltung, bei der die Schauspielerin und ihr Sohn den Dialog "Mama, was ist Auschwitz" lasen, fand 2001 im Rahmen des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus statt. © dpa
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Die italienischen Schauspielerinnen Ornella Muti (l.) und ihre Tochter Naike Rivelli 2006 in Berlin. © dpa
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Die Sängerin Sarah Connor (r.) und ihre Mutter Soraya Lewe-Tacke. Die 50-Jährige hat im Oktober 2008 per Kaiserschnitt gesunde Zwillinge zur Welt gebracht. Sarah Connor (27) ist bei der Geburt ihrer Zwillingsbrüder im Universitätsklinikum Eppendorf in Hamburg dabei gewesen. © dpa

Auch in Deutschland haben Pseudonyme Tradition. Der legendäre Charakterschauspieler Heinrich George hörte eigentlich auf den Namen Georg Heinrich Schulz. Sein Sohn Götz übernahm den großen Künstlernamen. Götz Schulz – ein Allerweltsname.

Was aber ist zu tun, wenn der Geburtsname Treppengeländer ist? Ganz klar: Ein Neuer muss her, also wurde aus Aaron Treppengeländer der bekannte TV-Schauspieler Wolfgang Völz. Klaus Steng hingegen wählte seinerzeit lieber den klangvollen Mädchennamen seiner Mutter und machte als Klaus Maria Brandauer Weltkarriere.

Wählen einige Stars den Namen als Omen, wie auch der freche Showmann Jürgen Dohrenkamp, der sich lieber von der Lippe nennt, so stört andere gerade der Doppelsinn: Leinwand-Beau Richard Gear wollte nicht als „Richard Getriebe“ die schönsten Frauen küssen und schreibt sich deshalb Gere. Nicholas Coppola ging es dagegen um die Vertuschung seiner Verwandtschaft zu seinem berühmten Onkel, Hollywood-Legende Francis Ford Coppola. Geschadet hat es ihm nicht, als Nicolas Cage ist er auch ohne den berühmten Namen ein Superstar.

Übrigens gibt es auch klangvolle Schauspielernamen, die wie ausgedacht klingen, aber tatsächlich echt sind: Clint Eastwood und Marlon Brando brauchten keinen pfiffigen Namensberater. Ihre Markenzeichen stehen schon in der Geburtsurkunde.

Benzi Schacht/T&T

Die Liste der berühmten Pseudo-Namen

Pink = Alecia Beth MooreAnastacia = Anna Anderson-ManahanWinona Ryder = Winona Laura HorowitzJodie Foster = Alicia Christian FosterMeg Ryan = Margaret Mary Emily Anne HyraAndie Mac Dowell = Rosalie Anderson QualleyBrad Pitt = William Bradley PittJane Seymour = Joyce Penelope Wilhelmina FrankenbergMarlene Dietrich = Maria Magdalena von LoschMorgan Fairchild = Patsy McClennyMartin Sheen = Ramón Gerard Antonio EstévezCharlie Sheen = Carlos Irwin Estevez Bono = Paul HensonMel Gibson = Frank DunnJackie Chan = Chan Kwong-SungTom Cruise = Thomas Mapother IV.Kirk Douglas = Issur DanielovitchRichard Burton = Richard Walter Jenkins Jr.

Quelle: tz

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