Die größten TV-Merkwürdigkeiten

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Wie heißt Columbo eigentlich mit Vornamen?

Fernsehen kann tödlich einschläfernd sein – das musste Deutschlands berühmteste Hausmeisterin Else Kling erfahren.

Sie entschlief vor der Glotze, als sie sich ausgerechnet eine Episode der Lindenstraße anschaute. Nicht der einzige kuriose Todesfall in der ARD-Serie: Else Klings Mann Egon wurde von einem Mofa überfahren, ein Theologe namens Steinbrück mit der Bratpfanne erschlagen, eine Tierschützerin siechte nach dem Biss einer tollwütigen Katze ihrem Ende entgegen. Nachzulesen ist das in dem vergnüglichen Buch Zapp! Merkwürdigkeiten aus der Fernsehwelt (Egmont-Verlag Köln, 9,95 Euro). In 130 Listen haben die TV-Experten Stefan Niggemeier und Michael Reufsteck kuriose Details und witzige Anekdoten zum Fernsehen zusammengetragen. Hier eine Auswahl:

Rätselhafte Vornamen:

Die Columbo-Macher beharrten stets darauf, das Rätsel um den Rufnamen des zerknitterten Inspektors sei nie gelöst worden. Doch in einer Episode ist auf einem Dienstausweis kurz der Name Frank zu erkennen.

Peinliche Verwechslungen:

Max Schautzer stellte kurz nach dem Regierungswechsel Anfang der 80er-Jahre beim ARD-Wunschkonzert „die Frau unseres Bundeskanzlers“ mit den Worten vor: „Die Gattin von Helmut Schmidt, Hannelore Kohl!“ Frau Kohl reagierte humorvoll: „Jetzt darf ich Sie aber auch Herr Gottschalk ansprechen!“

Wenn Serien-Schauspielerinnen schwanger werden…

…dann können die Autoren auch ihrer Rolle eine Schwangerschaft andichten. Doppelt schlimm allerdings, wenn die Schauspielerin eine Fehlgeburt erleidet. So geschehen bei Katey Seagal, der Peggy Bundy aus Eine schrecklich nette Familie. Aus Rücksicht auf Sagal ließ man den Handlungsstrang der schwangeren Peggy unauffällig fallen. In vielen Fällen wird die Schwangerschaft verschleiert: Claire Huxtable (Phylicia Rashard) aus der Bill Cosby Show zum Beispiel trug große Einkaufstüten, Kisten und Kissen umher und stand auffallend oft halb verdeckt hinter Möbeln oder Pflanzen.

Tricks von MacGyver:

Der für seinen Einfallsreichtum und sein Geschick berühmte Agent baute zum Beispiel aus Zucker, Salz, Unkrautvertilgungsmittel und einer Batterie eine Bombe mit Zeitverzögerung. Oder ein Flugzeug aus Bambusstangen, Mülltüten, Klebeband und dem Motor einer Zementmischanlage.

Kinoflops von Fernsehstars:

Guildo Horn scheiterte 1999 mit Waschen, Schneiden, Legen. Daniel Küblböcks Film Daniel, der Zauberer wollten 2004 nicht einmal 10 000 Menschen sehen.

Sportler, die sich erfolglos als Fernsehmoderatoren versuchten:

Boris Beckers Interviewreihe Becker 1:1 wurde vom DSF nach acht Monaten wegen schlechter Zuschauerzahlen eingestellt. Tenniskollege John McEnroe hattte mit seiner Quizshow The Chair beim US-Fernsehen auch nicht viel mehr Erfolg.

Fernsehshows, die die Nation erregten:

1987 montierte Rudi Carrell in Rudis Wochenshow Aufnahmen des iranischen Revolutionsführers Khomeini so zusammen, dass es aussah, als würde er von weiblichen Fans mit BHs uns Slips beschenkt. Der Iran forderte Konsequenzen, ließ Studenten demonstrieren, kappte Flugverbindungen… Carrell erhielt Morddrohungen und entschuldigte sich.

Mit dem Tode bedroht wurde auch die damals 15-jährige Désirée Nosbusch. Sie hatte bei Auf los geht’s los im Zusammenhang mit einer Frau, die nicht Beamtin werden durfte, weil sie zu dick war, darauf hingewiesen, dass der damalige Ministerpräsident Franz Josef Strauß ja auch mal abspecken könnte. Dafür gab’s für Nosbusch außerdem Auftrittsverbot im Bayerischen Fernsehen.

Kleine und große Betrugsfälle:

Bei der ZDF-Hitparade trugen 1970 mehr als 10 000 Postkarten dieselbe Handschrift und denselben Poststempel – und alle stimmten für Peter Orloff. Der beteuerte seine Unschuld, wurde aber disqualifiziert. Davon profitierte Ray Miller, der später selbst verdächtigt wurde, er habe den Betrug eingefädelt, um Orloff zu schaden.

Und immer wieder Schleichwerbung: In der Kulisse der Sat.1-Ostershow Jetzt geht’s um die Eier hat jemand 2006 einen riesigen Lindt-Schokohasen stehen lassen…

Übersetzungsfehler bei den „Simpsons“:

In der deutschen Synchronfassung entdeckte Astrophysiker Stephen Hawking eine „Träne im Raum-Zeit-Gefüge“. In Wahrheit war es natürlich ein „Riss“, was auf Englisch „tear“ heißt und (ungeachtet der Aussprache) auch als „Träne“ übersetzt werden kann.

Offene Fragen:

Bis heute rätseln die Autoren des Buches zum Beispiel: Warum wurde Oberinspektor Derrick in den 25 Jahren nicht einmal befördert? Und war Timm Thaler wirklich so doof? Erst nach 13 Folgen kam der Junge, der jede Wette gewinnt, auf die simple Lösung, wie er sein Lachen wiedergewinnen kann.

MW./IW.

Welche Sendung was kostet - die teuersten Werbeblöcke

Dr. House ist die teuerste Serie im deutschen Fernsehen. 81 000 Euro kostet eine halbe Minute Werbung während der RTL-Serie. © RTL
Die teuersten Werbe-Inseln im Ersten werden am frühen Samstagabend gesendet – dann läuft die Sportschau mit der Bundesliga. In den Werbepausen gegen 18.50 Uhr und 19.25 Uhr kosten 30 Sekunden Reklame 50.100 Euro bzw. 55.800 Euro, für den exklusiven Split-Screen-Spot (also der mit dem geteilten Bildschirm) um 19.51 Uhr sind sogar 72.000 Euro fällig. © WDR/Klaus Görgen
Nach Dr. House folgt im RTL-Ranking CSI: Miami. Dort bekommt man 30 Sekunden Werbung für gut 70.000 Euro. © RTL
Hinter den Formel-1-Rennen (65 100 Euro) kommen Doku-Soaps wie Bauer sucht Frau (zwischen 57.000 und 61.500 Euro)... © RTL
... und Raus aus den Schulden (zwischen 54 000 und 57.000 Euro) mit Peter Zwegat... © RTL
... sowie Monk ... © RTL
... und der 20.10-Uhr-Werbebreak in den Montags- bis Donnerstags-Folgen von Gute Zeiten, schlechte Zeiten. © RTL/Pick
Die teuersten Werbeflächen von Pro7 liegen innerhalb der Sonntags-Spielfilme. 48.210 Euro kostet ein 30-Sekünder dort im Normalfall. Es folgen die US-Serien Moonlight und Desperate Housewives mit Preisen von je 34 440 Euro. © dpa
Auch Grey’s Anatomy, die Die Simpsons und ­EUReKA liegen noch über 30 000 Euro. © 
Die Schlag den Raab-Preise sind wegen der Länge der Show sehr unterschiedlich, liegen zwischen 26 970 und 37 950 Euro. © 
In den Sat.1-Preislisten ganz vorn stehen Fußball und amerikanische Krimis. Die Halbzeit-Werbung der Champions League und Reklame während der Sonntagsserie Navy CSI kosten knapp 50 000 Euro. © 

Quelle: tz

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