Entzug und Psychiatrie

Carsten Maschmeyer offenbart heftige Tablettensucht: „Ich schluckte Pillen wie Tic Tacs!“

Carsten Maschmeyer beim Photocall zur 10. Staffel der VOX-Unterhaltungsshow „Die Höhle der Löwen“
+
Carsten Maschmeyer beim Photocall zur 10. Staffel der VOX-Unterhaltungsshow „Die Höhle der Löwen“

Carsten Maschmeyer veröffentlicht in seinem neuesten Buch, dass er jahrelang unter einer Tablettensucht litt. Der Unternehmer musste sogar einen Entzug machen.

Köln - Carsten Maschmeyer gehört zu den erfolgreichsten Unternehmern in Deutschland. Bekannt wurde der 62-Jährige durch die erfolgreiche Vox-Sendung „Die Höhle der Löwen“ - wo er seit Jahren in Start-Up-Unternehmen investiert. Sein Privatleben hielt Maschmeyer eher im Hintergrund - bis jetzt. In seinem neuesten Buch „Die 6 Elemente des Erfolgs“ gesteht er, dass er jahrelang unter einer Tablettensucht gelitten hat. Über diese schwierige Zeit redet der Unternehmer nun offen und ehrlich.

„Die Höhle der Löwen“-Star Carsten Maschmeyer: Unternehmer stand unter großem Druck

Zu Anfang litt er unter Schlafstörungen. Grund dafür war die Dauerbelastung in seinem Job. Schlaflose Nächte waren die Folge. Auf seinem Instagram-Account erklärte Carsten Maschmeyer: „18-Stunden-Tage und enormer Leistungsdruck hatten zu einem Burn-out mit Schlafstörungen geführt. Nachts war ich völlig erschöpft, aber trotzdem hellwach“. Vom Arzt ließ er sich Tabletten verschreiben. „Stilnox, ein Medikament, das so ähnlich wirkt wie Valium“, erklärte er in seinem Buch. „Es fing eigentlich alles ganz harmlos an“, so der Unternehmer weiter. Das, was er in den kommenden Jahren von da an durchmachen musste, beschreibt der 62-Jährige als persönliche Hölle, denn er sei ganz unten gewesen.

Eine halbe Tablette nahm er zum Einschlafen. Doch diese Dosis reichte ihm nicht mehr. Aus einer halben Tablette wurden mehr - irgendwann nahm er sie im zweistelligen Bereich. „Der Körper gewöhnt sich an den sedierenden Effekt und es entsteht eine Tablettenabhängigkeit. Ich wurde süchtig und nahm eine immer höhere Dosis. Als Nebenwirkung der Pillen kam eine Depression dazu“, so Maschmeyer. Auch sein Privatleben litt unter seiner Tablettensucht. Sein einziger Halt in dieser Zeit: seine Ehefrau Veronica.

Carsten Maschmeyer gesteht Tablettensucht - Ehefrau Veronica Ferres half ihm aus dieser schwierigen Zeit

Das Jahr 2007 beschreibt Carsten Maschmeyer als das Jahr, dass bei ihm „aus den Fugen geraten“ ist. Wie Bild.de berichtet, sei er durch den Verkauf der AWD an die Swiss-Life-Versicherungen aus dem Unternehmen gedrängt worden. „Ich war raus. Einfach so“, beschreibt er die Zeit. „Und so betäubte ich mich. Tag für Tag.“ Der Unternehmer gibt zu, dass er die Pillen wie „Tic-Tac-Bonbons“ genommen habe. Letzter Ausweg: Entzug und Psychiatrie.

Auch sein Privatleben litt unter diesen Situationen sehr: „In dieser Zeit lag auch mein Privatleben in Trümmern. Einziger Anker und Lichtblick war meine Veronica. Sie half mir und fand für mich die Max-Planck-Klinik für Psychiatrie. Der Entzug dort war meine persönliche Hölle“. Es sind offene und ehrliche Worte, die Maschmeyer nun veröffentlicht. Doch wieso tut er das? „Weil ich helfen möchte, andere vor Überarbeitung, Burnout und Tablettensucht zu bewahren. Damit Menschen erst gar nicht in einen Teufelskreis geraten, gebe ich in meinem neuen Buch „Die sechs Elemente des Erfolgs – So verändern Sie Ihr Leben“ Tipps, wie man ein glückliches, mental gesundes und ausgeglichenes Leben führen kann“, so der 62-Jährige.

Am 6. September ist die neue Staffel „Die Höhle der Löwen“ wieder gestartet. Auch Carsten Maschmeyer ist wieder dabei und probiert dabei etwas „ganz Besonderes“, wie die Fuldauer Zeitung berichtet.*tz.de und fuldaerzeitung.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Kommentare