"Mit ihm geht ein Freund"

Kollegen nach Dirk Bachs Tod schockiert

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Dirk Bach im Jahr 2004 als Laudator beim Musikpreis Echo.

Berlin - Der Tod Dirk Bachs schockiert Fans und Kollegen. Auf Twitter meldete sich unter anderem Oliver Pocher zu Wort. Auch sein Haussender RTL ist fassungslos.

Fans und Kollegen haben bestürzt auf den plötzlichen Tod des Moderators Dirk Bach reagiert. „Wir sind schockiert, bestürzt und fassungslos. Wir trauern und sind in Gedanken bei denen, die er hinterlässt“, sagte der RTL-Bereichsleiter Comedy, Markus Küttner, am Montag der Nachrichtenagentur dapd. Küttner hatte mit Bach jahrelang bei der als „Dschungelcamp“ bekannt gewordenen RTL-Show „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ zusammengearbeitet.

Dirk Bach - Fotos aus dem Leben des Paradiesvogels

Dirk Bach verstarb völlig überraschend am 1. Oktober 2012 in Berlin. © dpa
Wir zeigen Ihnen einige Bilder aus dem Leben des Paradiesvogels. © dapd
Dirk Bach wurde am 23. April 1961 in Köln geboren. © dpa
Der Höhepunkt seiner Karriere: Zusammen mit Sonja Zietlow moderierte er von 2004 bis 2011 insgesamt sechs Staffeln des Dschungelcamps "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus". © RTL/Ruprecht Stempell/dpa
Er war als Moderator, Schauspieler und Synchronsprecher erfolgreich. © dapd
Seinen Durchbruch im Fernsehen schaffte er 1992 mit der Dirk Bach Show auf RTL. © dpa
Auch in der Sat.1-Show "Schillerstraße" stellte er sein komödiantisches Talent regelmäßig zur Schau und brachte seine Fans zum Lachen. © dapd
Die TV-Sendung Lukas brachte ihm 1996 den Telestar, 1999 den Deutschen Comedypreis und 2001 die Goldene Kamera. © dapd
Privat engagierte sich der bekennende Schwule für die Gleichberechtigung von Homosexuellen. © dapd
1999 gab er seinem langjährigen Lebensgefährten das Eheversprechen. Heiraten wollte er, sobald die homosexuelle Ehe der heterosexuellen gleichgestellt  ist. © dpa
Außerdem war er als bekennender Tierschützer bekannt und unterstützte die Organisation PETA. © dapd
2008 wurde er mit dem Reminders Day Award für sein Engagement im Kampf gegen HIV und AIDS ausgezeichnet. © dpa

Der Entertainerwar am Montagnachmittag leblos in einem Appartementhaus in Berlin-Lichterfelde gefunden worden. Die Todesursache war zunächst unklar.

Auch beim Kurznachrichtendienst Twitter machte die Nachricht vom Tod des 51-Jährigen schnell die Runde. Fans und Kollegen äußerten sich bestürzt. Schauspieler Michael Kessler schrieb: „Ich bin schockiert - Dirk Bach ist tot...“ Comedian Oliver Pocher twitterte: „Dirk Bach ist tot! Mein herzliches Beileid...“ und fügte hinzu: „Dirk, Du warst das Dschungelcamp! Selbst als Parodie hast Du Spass gemacht.“

Auch Moderator Frank Elstner kondolierte: „So nah liegen Spaß und Tragik beieinander. Gerade noch über Fallschirmsprung gefreut - jetzt Nachricht über Tod von Dirk Bach. Furchtbar!“

„Mit ihm geht ein Freund“

Entertainerin Désirée Nick, die „Dschungelkönigin“ der zweiten Staffel, sagte „Focus Online“: „Nach Margot Werner, Silvia Seidel und Susanne Lothar ist Dirk Bach die nächste nicht zu ersetzende Show-Größe, die Deutschland in kurzer Zeit verliert.“ Sie sei schockiert, dass Dirk Bach so schnell und unerwartet aus dem Leben gerissen worden sei. „Er ist ein ganz toller Mensch gewesen. Aus seinen Augen blitzte immer das Positive und die Spitzbübigkeit zugleich“, fügte die 56-Jährige hinzu. „Der Dschungel wird ohne Dirk Bach nie das sein, was er vorher war.“

Dirk Bach - zwischen Dschungel und Sesamstraße

Dirk Bach hat als schriller Comedian ebenso Erfolge gefeiert wie als ernster Schauspieler. Stationen seiner Karriere: © dpa
1984: Als Showmaster Willi Wunder spielt er neben Barbara Valentin und Billie Zöckler in der Kino-Komödie „Im Himmel ist die Hölle los“. © dpa
1984-1986: Den Durchbruch als Schauspieler bringt seine Rolle in Wilhelmine von Hillerns „Geierwally“ im Kölner „Theater in der Filmdose“. Mit Gastspielen in ganz Deutschland gibt es mehr als 300 Vorstellungen. © dpa
1988: Als Puck in Benjamin Brittens „Sommernachtstraum“ steht Bach auf der Bühne der Kölner Oper. © dpa
1989-1992: Bach tritt mit seinem Soloprogramm „Edgar“ auf zahlreichen Kleinkunstbühnen der Bundesrepublik auf. © dpa
1992: Er wird festes Ensemble-Mitglied im Kölner Schauspielhaus; er spielt unter anderem in „Die Räuber“ von Friedrich von Schiller, „Bauerntheater“ von Franz-Xaver Kroetz oder „Was ihr wollt“ von William Shakespeare. © dapd
1992-1994: RTL erreicht mit 26 Folgen der „Dirk-Bach-Show“ ein Millionenpublikum. © dapd
1995-2001: Die Comedy-Serie „Lucas“ mit Bach in der Titelrolle eines kauzigen Schauspielers läuft erfolgreich im ZDF. © dpa
2000-2007: Dirk Bach hat zahlreiche Auftritte in der „Sesamstraße“. © dpa
2001-2003: In der Fernsehserie „Der kleine Mönch“ löst er als pfiffiger Klosterbruder für das ZDF zahlreiche Kriminalfälle. © ZDF/Max Kohr
2003: Der Kurzfilm „Karlchens Parade“ mit Bach als Titelheld wird unter anderem auf der Berlinale gezeigt. © dpa
2004: Dirk Bach und Sonja Zietlow moderieren die erste von sechs Staffeln der RTL-Dschungel-Show „Ich bin ein Star - holt mich hier raus“. © dapd
2005: Sat.1 sendet Max Kruses „Urmel aus dem Eis“ als Fernsehfilm mit Dirk Bach (Urmel) an der Seite von Ralf Schmitz, Mirja Boes, Barbara Schöneberger und Heinz Hoenig. © dpa
2006: Bach liest „Die Mumins - eine drollige Gesellschaft“ von Tove Jansson und „Die dreizehneinhalb Leben des Käpt'n Blaubär“ von Walter Moers als Hörbücher. © dpa
2010: Die Hörbücher von Max Kruses „Eine Schultüte von Geschichten“ erscheinen mit Dirk Bach als Sprecher. © dpa
2011: Die Premiere des Musicals „Kein Pardon“ von Hape Kerkeling mit Dirk Bach als Showmaster Heinz Wäscher wird in Düsseldorf gefeiert. © dpa

Auch der erste „Dschungelkönig“, Costa Cordalis, trauerte um Bach: „Mit ihm geht ein Freund“, zitierte „Focus Online“ den Sänger. Trotz seiner oft fiesen Sprüche habe Bach ein großes Herz gehabt: „Er war einer der tollsten Menschen, die ich je kennenlernen durfte. Ich hatte nie den Eindruck, dass es ihm nicht gutgeht. So schnell kann alles vorbei sein. Ich bin in Gedanken bei ihm und seinen Angehörigen.“

dpa/dapd

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