"Plastische Chirurgie ist echt was Gutes"

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Der ZDF-Moderator und Filmemacher Dirk Steffens (Archivfoto vom 17.06.2010)  präsentiert zurzeit eine Wissens-Talksendung im Zweiten. Im tz-Interview zieht er Bilanz, blickt voraus und erzählt aus seinem aufregenden Leben

Hamburg - Man nennt ihn „Indiana Jones des ZDF“: den Moderator und Tierfilmer Dirk Steffens. Im tz-Interview verrät er ein unsichtbares Geheimnis.

Seit 2008 präsentiert der 42-Jährige mit großem Erfolg (16 Prozent Marktanteil) ­Faszination Erde. In diesem Sommer moderiert der Hamburger zudem eine Studiosendung, den Wissens-Talk Natürlich Steffens !. Viermal ist Steffens noch im Einsatz, ehe Markus Lanz auch dienstags wieder talkt.

Herr Steffens, lassen Sie uns über die Quote sprechen, dann haben Sie’s hinter sich: Der Marktanteil von „Natürlich Steffens!“ hätte besser sein können…

Dirk Steffens: Es fing ganz schwierig an, aber seither klettern die Quoten kontinuierlich. Zuletzt hatten wir 11,5 Prozent, liegen jetzt im Schnitt um die neun Prozent. Man muss die Menschen erst mal überzeugen und sich etablieren. Fernsehgucken hat ja viel mit Gewöhnung zu tun.

Das Konzept eines Wissens-Talks ist also aufgegangen?

Steffens: Würde ich sagen, ja. Es war von vornherein nur als Sommerprojekt vorgesehen. Ich bin ja ab nächster Woche wieder für Terra X unterwegs. Vielleicht mache ich es nächsten Sommer noch mal.

Vor der Sendung haben Sie gesagt: „Ich fühle mich wohler, wenn ich mit Haien im Atlantik schwimme, als im Scheinwerferlicht eines TV-Studios zu stehen.“ Gilt das noch?

Steffens: Ja, das gilt nach wie vor.

Bei Dreharbeiten auf Santorin im März hat ein herabfallender Stein Ihnen das halbe Gesicht zertrümmert. Davon ist Ihnen nichts mehr anzusehen.

Steffens: Ich habe mir auch geschworen, nie wieder über plastische Chirurgie zu lästern. Wenn man die braucht, sind die echt gut, diese Leute. (lacht) Ich trage jetzt eine Zahnspange, damit die Zähne wieder gerade wachsen. Und das Metall in meinen Gesichtsknochen nervt morgens, weil das rechte Auge klemmt. Aber im Oktober wird alles rausgenommen.

Sie haben einen kuriosen Zweitjob: Honorarkonsul des Südseestaates Palau. Wie kam es dazu?

Steffens: Ich war sehr oft dort, um Filme zu drehen. Irgendwann habe ich mal den damaligen Präsidenten getroffen. Der fragte relativ unvermittelt: „Hast du Lust, Palau in Deutschland zu vertreten?“

Was macht man da so?

Steffens: Weil Palau nicht zuletzt vom Tourismus lebt, ist ein großes Interesse, das Land überhaupt bekannt zu machen. Oder ich stelle Kontakte her. Zum Beispiel sind viele Medien auf mich zugekommen, als Palau Guantánamo-Häftlinge aufgenommen hat.

Sie haben selbst Haustiere. Bei Ihnen erwartet man Krokodile oder Ähnliches…

Steffens: Ist aber total langweilig: zwei Katzen vom Bauernhof.

Wohin geht Ihre nächste Expedition?

Steffens: Wir haben jetzt die nächste Staffel für Faszination Erde fertig geplant. Los geht’s in Japan, dann Mexiko, Indien, Südafrika, das Heilige Land und die Türkei.

Was ist Ihr Lieblingsplatz auf Erden?

Steffens: Natürlich gibt es Orte, die herausragen wie Palau oder die Antarktis. Das Schönste ist aber, von hier aus andere Orte zu besuchen. Je mehr man reist, desto mehr lernt man ja die Vorzüge seiner Heimat zu schätzen.

Nämlich welche?

Steffens: Deutschland gehört zu den Ländern, in denen man am freiesten leben kann. Was bringt Ihnen eine wunderschöne Stadt wie Kapstadt, wenn Sie sich hinter hohen Mauern verstecken müssen?

Wenn man so viel unterwegs ist wie Sie, bleibt da Zeit für Freunde und Familie?

Steffens: Ja. Ich bin ja verheiratet. Seit 17 Jahren mit derselben Frau zusammen, und ich gedenke, das die nächsten 100 Jahre fortzusetzen, so sie mich lässt. Man muss sich gut organisieren, aber man kriegt das hin. Ich bin ungefähr die Hälfte des Jahres hier – das genügt, um ein normales Leben aufrechtzuhalten.

Interview: IW.

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